Spielberichte

„Wir haben den Sieg daheim unbedingt gewollt“ – Alpenvorland dreht 1:2 noch in ein 3:2

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USG Alpenvorland
1. SV Maria Anzbach

In der 1. Klasse West-Mitte hat die USG Alpenvorland gegen den 1. SV Maria Anzbach einen 1:2-Pausenrückstand noch in einen 3:2-Heimsieg verwandelt. Trainer Martin Stupphann sah vor allem den starken zweiten Durchgang und den unbedingten Willen seiner Mannschaft als Schlüssel. Alpenvorland begann gut, geriet dann trotzdem ins Hintertreffen und blieb nach der Pause so lange am Drücker, bis die Partie doch noch kippte.

Spieler ziehen auf der Ersatzbank ihre Schuhe an

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Guter Beginn, aber der Rückstand zur Pause

Für Alpenvorland hatte der Nachmittag zunächst genauso begonnen, wie man sich ein Heimspiel vorstellt. Stupphann sprach von einem guten Start und erinnerte daran, dass seine Mannschaft „schon nach ein paar Minuten eine Riesenchance“ hatte. In der 8. Minute fiel dann auch das 1:0 durch Alexander Schnetzinger. Der Trainer beschrieb den Treffer als „einen schönen Weitschuss, ins Eck geschossen“, also als Aktion, die den Auftakt zusätzlich unterstrich. Dennoch brachte die frühe Führung keine Ruhe ins Spiel. Maria Anzbach kam zurück, glich in der 22. Minute durch Stephan Weidinger aus und drehte die Partie nur vier Minuten später durch Thomas Helly. So ging Alpenvorland trotz guter Anfangsphase mit einem 1:2 in die Kabine. Genau das ärgerte Stupphann, weil er den Rückstand nicht als zwingend ansah: „Die Tore wären sicher zu verhindern gewesen.“

Nach der Pause mit mehr Druck und mehr Überzeugung

Was dem Trainer nach dem Spiel besonders gefiel, war die Reaktion seiner Mannschaft auf diesen Zwischenstand. Stupphann machte deutlich, dass seine Elf nach dem Seitenwechsel das aktivere Team war und das Spiel an sich zog. „Nach der Pause waren wir dann die klar bessere Mannschaft“, sagte er, und dieser Eindruck zog sich auch durch seine ganze Einordnung des Spiels. Alpenvorland blieb dran, suchte konsequent den Weg nach vorne und belohnte sich in der 72. Minute mit dem 2:2. Elias Kerschner traf, und auch dieses Tor beschrieb Stupphann genauer: „Das 2:2 war ein Standard und mit einem schönen Kopfball.“ Der Ausgleich war damit nicht nur der Lohn für eine stärkere zweite Hälfte, sondern auch der Moment, in dem der Druck der Gastgeber auf der Anzeigetafel sichtbar wurde. Zusätzlich verwies der Alpenvorland-Coach nach dem Spiel auf einen späten Ausschluss bei den Gästen.

Borovsky macht die Wende perfekt

Mit dem Ausgleich gab sich Alpenvorland nicht zufrieden. Genau das stellte Stupphann nach dem Schlusspfiff in den Mittelpunkt, weil für ihn der Wille zum Heimsieg der entscheidende Unterschied war. In der 86. Minute folgte dann tatsächlich das 3:2, als Daniel Borovsky die Partie vollends drehte. Auch hier lieferte der Trainer eine klare Beschreibung: „Das 3:2 war eine gute Einzelaktion im Fünfer, da hat er es gut gemacht.“ Damit war die Wende geschafft, und Alpenvorland hatte das Spiel, das zwischenzeitlich schon in die andere Richtung gelaufen war, wieder auf seine Seite gezogen. Stupphann berichtete außerdem, dass seine Mannschaft in der Schlussphase sogar noch weitere Möglichkeiten hatte: „Über die letzten zehn Minuten haben wir dann sicher noch zwei, drei schöne Chancen gehabt.“ Dass Maria Anzbach „defensiv sehr gut gestanden“ sei, strich er dabei trotzdem ausdrücklich hervor. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war der Trainer zufrieden und sagte knapp: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut.“

Mehr als nur drei Punkte

Weil das Spiel so viele Richtungswechsel hatte, blieb bei Stupphann vor allem die Einstellung seiner Mannschaft hängen. „Es war ein Auf und Ab: 1:0 vorne, 2:1 hinten, 3:2 gewonnen“, sagte er nach dem Spiel. Genau darin sah er aber auch den Wert dieses Erfolgs. Für ihn war ausschlaggebend, „dass wir den Sieg daheim unbedingt gewollt haben“ und dass seine Mannschaft nach dem Rückstand nicht auseinandergefallen ist. Der Trainer machte damit klar, dass dieser Nachmittag aus seiner Sicht nicht nur wegen des Ergebnisses wichtig war. Alpenvorland hatte einen starken Beginn, musste einen Dämpfer wegstecken und legte dann eine zweite Hälfte nach, in der der Glaube an die Wende erhalten blieb. Am Ende stand deshalb kein bloßes 3:2, sondern ein Heimsieg, den sich die Gastgeber laut ihrem Trainer mit viel Nachdruck und einer klaren Reaktion nach der Pause geholt haben.

1. Klasse West-Mitte: USG Alpenvorland : Maria Anzbach - 3:2 (1:2)

  • 86
    Daniel Borovsky 3:2
  • 72
    Elias Kerschner 2:2
  • 26
    Thomas Helly 1:2
  • 22
    Stephan Weidinger 1:1
  • 8
    Alexander Schnetzinger 1:0