1. Klasse West

Steinakirchen trennt sich von Trainer Robert Erber!

Im steinakirchen oetsuSaisonfinish der 1. Klasse West zog der ÖTSU Steinakirchen die Reißleine. Der Verein vollzog am Samstag wenige Stunden vorm wichtigen Spiel gegen den SKU Amstetten II die Trennung von Trainer Robert Erber. Dieser coachte das Team dann noch zum 2:1-Sieg gegen Amstetten II, ehe für ihn endgültig Schluss war. Daran konnte auch der überraschende Sieg nichts mehr ändern.

 


Drei Runden vor Schluss nimmt der ÖTSU Steinakirchen in der 1. Klasse West mit 23 Punkten den 13. Rang ein, muss um den Klassenerhalt bangen. Die Trennung kam für Erber am Samstag überraschend - in mehrerer Hinsicht: "Ich hatte dem Vorstand vor circa zwei Wochen nach der 1:4-Niederlage in Allhartsberg den Rücktritt angeboten. Dies wurde aber abgelehnt."

 

Erst gefeuert - und dann das Team zum 2:1-Erfolg gecoacht!

Vergangenen Mittwoch trafen sich der Vorstand &  Erber zu einer Sitzung, um die kommende Saison zu besprechen: "Dabei wurde mir das Vertrauen ausgesprochen." Drei Tage später war plötzlich alles anders: "Am Samstag rief mich um die Mittagszeit Sektionsleiter-Stellvertreter Günther Mayrhofer an. Er wollte sich mit mir treffen. Bei diesem Treffen erfuhr ich von ihm, dass ich nicht mehr Trainer in Steinakirchen bin."

Erber wollte die Mannschaft nicht im Stich lassen, übernahm das Coaching für die wenige Stunden später stattfindende Heim-Partie gegen Amstetten II: "Ich habe mir bei der Mannschafts-Besprechung nichts anmerken lassen, denn die Spieler wussten nichts von meinem Abschied." Steinakirchen besiegte Amstetten II völlig überraschend mit 2:1, zu einem Meinungs-Umschwung konnte dies den Vorstand nicht bewegen: "Alle waren erstaunt übers Ergebnis, doch gesprochen hat niemand mehr mit mir."

 

Romaniuk entpuppte sich nicht als die erhoffte Verstärkung

Erber hatte erst im vergangenen Sommer das Traineramt in Steinakirchen übernommen: "Für mich war es eine wertvolle Erfahrung. Positiv war, dass einige junge Spieler den Sprung in die Kampf-Mannschaft schafften. Negativ sind natürlich die Punkteausbeute und der Tabellen-Rang." Im Frühjahr reichte es in zwölf Matches nur zu sieben Punkten. "Die Verpflichtung von Tomasz Romaniuk erwies sich nicht als Glücksgriff. Er hat weder die erhofften Tore gemacht noch die Mannschaft geführt. Vielmehr hat er die jungen Spieler zusammengeputzt. Das war für den sportlichen Verlauf sicherlich nicht förderlich."

Vorwürfe, er hätte die Mannschaft nicht mehr motivieren können, wischt Erber vom Tisch: "Ich hatte nie ein Problem mit einem Spieler." Von Seiten des Vereins war kein Verantwortlicher für eine Stellungnahme zu erreichen. Wie auch immer die Trainer-Nachfolge geregelt wird, eine einfache Aufgabe wartet auf den neuen Mann nicht: Das Restprogramm hat es mit den Spielen in Haag, gegen Gresten und in Petzenkirchen in sich.