Spielberichte

Martin Flatzelsteiner (USV Intersport Winninger Ferschnitz): „Strittiger Freistoß kippt das Derby“ – 1:2 Niederlage gegen ÖTSU Steinakirchen

USV Ferschnitz
ÖTSU Steinakirchen

Ein Derby mit Kanten und Krachern prägte das Aufeinandertreffen des USV Ferschnitz und der ÖTSU Steinakirchen in der 1. Klasse West. Trainer Martin Flatzelsteiner sprach von einer  offenen Partie, die „Spaß gemacht“ habe – trotz einer umstrittenen Standardszene nach der Pause. Zugleich ordnete er die Lage seines Teams klar ein: „Wir sind im Abstiegskampf – das muss jetzt allen klar sein, aber wir sind gut aufgestellt, wissen, was auf uns zukommt, und nehmen das an.“

Ball am Spielfeld bei Sonnenuntergang

Foto von Markus Spiske bei Pexels

Intensität, Derby-Charakter und ein 0:0 zur Pause

„Es war ein richtiges, rassiges Derby mit vielen Zweikämpfen und hohem Tempo.“ Ferschnitz erwischte nach Einschätzung des Trainers keinen idealen Start: In der Anfangsphase war Steinakirchen besser im Spiel und hatte einen Lattenstreifer. Mit zunehmender Dauer fanden die Hausherren den Zugriff und trafen selbst die Stange. Beide Teams drängten früh auf das erste Tor – zur Pause stand es jedoch 0:0, ein Zwischenstand, der die Ausgeglichenheit und Wucht der Zweikämpfe widerspiegelte.

Kontrollierte Phase, vergebene Großchance – und der Knackpunkt per Freistoß

Nach Wiederbeginn sah Flatzelsteiner seine Mannschaft am Drücker: „Wir sind sehr gut in die zweite Halbzeit gekommen, haben das Spiel kontrolliert, dem Gegner schon einige Probleme bereitet und eine hundertprozentige Chance zum 1:0 vergeben.“ Der Umschwung kam aus seiner Sicht mit einer strittigen Standardszene: „Dann wurde am Sechzehnerrand ein Freistoß gegeben, der für mich nie im Leben einer war – da war kein Kontakt, eine aus unserer Sicht leider folgendschwere Entscheidung.“ Aus genau diesem Freistoß fiel in Minute 71 die Gästeführung durch Nico Prankl zum 0:1. Sechs Minuten später erhöhte Klaus Jehle auf 0:2 (77.). Ferschnitz bäumte sich in der Schlussphase noch einmal auf: Kilian Bachler verkürzte in der 88. Minute auf 1:2 – der Ausgleich sollte aber nicht mehr gelingen. „Diese Entscheidung hat das Spiel in eine Richtung beeinflusst – schade. Wir müssen halt in Zukunft vorher unsere Chancen besser nützen, um nicht immer in solche Situationen zu kommen", bilanzierte der Coach mit Blick auf die Freistoßszene.

Fair, hitzig, offen – und ein klarer Blick nach vorn

Trotz aller Emotionen zog Flatzelsteiner ein positives Fazit zur Derby-Atmosphäre: „Im Großen und Ganzen war es ein faires, kampfbetontes Derby, offen geführt – es hat Spaß gemacht, hier zu coachen.“ Einen „Man of the Match“ wollte er nicht herausheben: „Es war sehr ausgeglichen.“ Inhaltlich nahm der Trainer klare Aufgaben mit: „Wir müssen in gewissen Situationen abgeklärter werden, defensiv den Zugriff verbessern, offensiv mehr Durchschlagskraft entwickeln und konsequenter auf die zweiten Bälle gehen. Wir haben genug Arbeit.“ Und der Blick bleibt fokussiert: „Wir sind im Abstiegskampf – das muss jetzt allen klar sein und wir nehmen diese Herausforderung an.“

1. Klasse West: USV Ferschnitz : Steinakir. - 1:2 (0:0)

  • 88
    Kilian Bachler 1:2
  • 77
    Klaus Jehle 0:2
  • 71
    Nico Prankl 0:1