Im Topspiel der 18. Runde der 1. Klasse West setzte sich die Sportunion Leitner Allhartsberg auswärts mit 2:1 beim SCU Ybbsitz durch. Co-Trainer Klaus Münster sprach von einem Duell Erster gegen Zweiten, das „von der ersten bis zur 95. Minute hin und her“ ging – entschieden wurde es aus seiner Sicht durch einen Blitzstart und zwei frühe Treffer. Maximilian Zanitti-Brunello (10.) und Jakob Schneckenreither (22.) stellten auf 0:2, Ybbsitz verkürzte nach der Pause durch Julian Lenz (66.). Keeper Michael Bauer sicherte die Führung vor der Halbzeit mit einer Glanzparade.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
„Das Spiel hat das versprochen, was die Konstellation vorgegeben hat: Erster gegen Zweiten. Es ging von der ersten bis zur 95. Minute hin und her, die Zuschauer haben ein richtig starkes Spiel gesehen“, fasste Klaus Münster den Abend zusammen. Allhartsberg erwischte den besseren Start: In der zehnten Minute traf Maximilian Zanitti-Brunello nach einem Eckball per Kopf am langen Eck zum 0:1. Zwölf Minuten später legten die Gäste nach: Ein schneller Umschaltmoment über einen Diagonalball auf Jakob Schneckenreither, der den herauslaufenden Schlussmann per Kopf überlistete, brachte das 0:2 (22.). „Durch den guten Start haben wir die erste Halbzeit dominiert“, so Münster. Ganz schadlos kam Allhartsberg aber nicht davon: Ybbsitz hatte Chancen, ehe Michael Bauer mit einer Glanzparade das 0:2 in die Pause rettete. Nach Wiederbeginn war der Tabellenführer am Drücker und belohnte sich in Minute 66 durch Julian Lenz mit dem Anschluss zum 1:2. Die Schlussphase wurde zum Nervenkrimi – laut Münster strich in der Nachspielzeit noch ein Ball an die Latte: „Ybbsitz hätte sich durch den Lattentreffer in der 95. Minute genauso einen Punkt verdient.“
Auch in der Analyse blieb der Co-Trainer bei seiner Linie: „Für mich war entscheidend, dass wir besser ins Spiel gekommen sind und uns eine 2:0-Führung erarbeitet haben.“ Die Beschreibung der Tore passte dazu: „Das 1:0 fiel nach Ecke, per Kopf am langen Eck. Beim 2:0 war es ein schöner Konter über einen Diagonalpass auf unseren schnellen Jakob Schneckenreither, der den Ball per Kopf über den herauslaufenden Tormann gehoben hat.“ Münster hob weniger Einzelmomente hervor als das Gesamtpaket: „Das taktische Konzept wurde voll umgesetzt, ab der ersten Minute sind wir sehr konzentriert zur Sache gegangen.“ Gleichzeitig sieht er keine großen Baustellen, aber Detailarbeit: „Es sind nur kleine Stellschrauben. Jedes Spiel ist eng in dieser Klasse. Wir müssen im Kopf frei bleiben, unsere Aufgaben kennen und jedes Spiel von null weg beginnen – egal, ob es um einen Aufstieg geht oder nicht.“ Den Unterschied an diesem Abend fasste er knapp: „Der Unterschied war unser Start. Mit 2:0 haben wir Ybbsitz ins Hinterherlaufen gezwungen, das Momentum war dadurch auf unserer Seite.“
Bei allem Jubel über drei Auswärtspunkte wollte Münster den Gegner nicht kleinreden. „Ybbsitz war, wie erwartet, ein starker Gegner und immer gefährlich“, sagte er – und verwies auf die Offensivgefahr der Gastgeber: „Selbst wenn man ihre Offensivspieler doppelt, kommen sie oft trotzdem durch. Sie sind brandgefährlich.“ Dass es am Ende reichte, schrieb er nicht nur dem Start, sondern auch der Stabilität in heiklen Momenten zu – sinnbildlich dafür stand Torhüter Michael Bauer mit seiner Parade vor der Pause. Ein Extralob reservierte Münster für das Gespann: „Der Schiri war perfekt, ein richtig guter Schiedsrichter, der dem Spitzenspiel gewachsen war. Es gab keine Rudelbildung, er hat alle Situationen richtig bewertet.“ Für den weiteren Weg gibt der Co-Trainer die Marschrichtung vor: „Wir müssen jedes Spiel von null weg angehen und unser Spiel machen. Dann bleiben wir oben dran – egal, wie eng es ist.“