In der 1. Klasse West setzte sich der FCU SOP Winklarn beim SCU Euratsfeld klar mit 3:0 durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte drehte Winklarn spät auf, Simon Ebner entschied die Partie mit einem späten Dreierpack. Trainer Berthold Teufel sprach von einer „geschlossenen, starken Mannschaftsleistung“ und einem „in der Höhe klar verdienten“ Erfolg. Geduld und die eigene Linie gaben den Ton an – am Ende stand ein souveräner Auswärtssieg.

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Die 18. Runde begann zäh, auf der Anzeigetafel tat sich lange nichts. Zur Halbzeit stand es 0:0, beide Seiten suchten nach Lösungen, ohne den letzten Punch zu setzen. Winklarn blieb ruhig, wartete geduldig auf den Moment – genauso hatte es Coach Berthold Teufel angekündigt. Als die Partie in Minute 75 erstmals aufging, war der Bann gebrochen: Simon Ebner stellte auf 1:0 und gab seinem Team Rückenwind. Teufel ordnete es klar ein: „Das 1:0 war der Dosenöffner, danach war klar, wer gewinnt.“ Euratsfeld suchte danach den Anschluss, Winklarn blieb sauber in der Ordnung und nutzte die Räume. Ebner legte in der 88. Minute zum 2:0 nach und setzte in der 91. den Schlusspunkt zum 3:0. Der Dreierpack innerhalb von gut einer Viertelstunde brachte den verdienten Auswärtsdreier auf den Punkt.
Im Gespräch nach dem Spiel blieb Teufel beim großen Ganzen. „Es war eine geschlossene, starke Mannschaftsleistung, der Sieg war auch in der Höhe klar verdient“, sagte der Trainer von Winklarn und hob damit bewusst das Kollektiv hervor. Einzelne Namen wollte er nicht herauspicken: „Ich will keinen Spieler hervorheben, bei mir steht die Mannschaft im Vordergrund.“ Dass ausgerechnet Simon Ebner mit drei Treffern den Unterschied in Zahlen machte, passte in dieses Bild: Winklarn arbeitete konsequent füreinander und blieb der eigenen Idee treu. „Wenn wir unserer Linie treu bleiben und geduldig sind und das umsetzen, was wir ansprechen, belohnen wir uns“, erklärte Teufel. Als Kern seiner Mannschaft nannte er schließlich ohne Umschweife: „Disziplin und Wille, die Arbeit gegen den Ball.“
Auch jenseits der Tore blieb Teufel bei klaren Linien. Auf Euratsfeld wollte er sich nicht groß einlassen: „Wir konzentrieren uns nicht auf den Gegner, sondern nur auf uns.“ Und zur Leitung auf dem Platz sagte er knapp, aber fair: „Der Schiedsrichter hat einen guten Job gemacht.“ In der Tabelle der Liga rangiert Winklarn aktuell auf Platz drei, Euratsfeld im Mittelfeld dahinter. Verbesserungsfelder bleiben, doch Teufel hielt die Tür geschlossen: „Ja, natürlich, aber das bleibt intern.“ Der Blick geht nach vorn, Schritt für Schritt.