Zum Auftakt der 1. Klasse West hat SU Weise Raika Aschbach gegen ÖTSU Steinakirchen einen klaren 5:0-Heimsieg gefeiert. Daniel Lehner sah die Partie aus Sicht der Gäste aber lange offener, als es das Endergebnis vermuten lässt. Vor allem eine große Chance in der ersten Hälfte und das schnelle 2:0 direkt nach Wiederbeginn nannte der Trainer als jene Punkte, an denen das Spiel endgültig in Richtung der Gastgeber gekippt ist.

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Daniel Lehner sprach nach dem Spiel zunächst von einer Partie, die in den ersten 45 Minuten deutlich enger war, als es das 0:5 am Ende vermuten lässt. „Die erste Hälfte war relativ ausgeglichen“, sagte der Trainer von ÖTSU Steinakirchen und verwies auf eine Anfangsphase, in der sich beide Mannschaften erst einmal abtasteten. Die große Möglichkeit auf die Führung hatte dann aus seiner Sicht Clemens Heindl, der im Eins-gegen-eins mit dem Tormann scheiterte. Lehner ordnete diese Szene klar ein: „Wenn da das 1:0 für uns fällt, dann wäre das Spiel vielleicht in eine andere Richtung gegangen.“ Stattdessen ging SU Weise Raika Aschbach in der 17. Minute durch Leandro Morina mit 1:0 in Führung. Bis zur Pause blieb das Spiel laut Lehner dennoch offen, auch weil es mehrere knappe Abseitssituationen gab, die vom Schiedsrichter abgepfiffen wurden. „Insgesamt war es eine nicht unverdiente Halbzeitführung der Heimmannschaft, es hätte aber auch unentschieden oder zugunsten von uns stehen können“, fasste er diese Phase zusammen.
Was vor der Pause noch im Rahmen blieb, entwickelte sich nach dem Seitenwechsel rasch in eine klare Angelegenheit für die Gastgeber. Schon in der 47. Minute erhöhte Roland Caprnka auf 2:0, und genau dieses Tor stellte Lehner in seiner Analyse in den Mittelpunkt. „Das 2:0 gleich nach der Pause war richtungsweisend und spielentscheidend“, sagte er. Von diesem Moment an bekam SU Weise Raika Aschbach das Spiel immer mehr in den Griff. Lehner hatte den Eindruck, dass sich der Gegner „in einen Rausch gespielt“ habe, weil er die Räume nach dem zweiten Treffer sehr gut nutzte. Konstantin Platzer legte in der 57. Minute das 3:0 nach und traf später in der 73. Minute auch zum 4:0. Den Schlusspunkt setzte Mark Mayr mit dem 5:0 in der 80. Minute. Für Lehner war der Verlauf der zweiten Hälfte damit klar erklärt: „Der Gegner war in der zweiten Hälfte klar stärker, sehr effizient und stark in der Offensive und hat hinten nicht wirklich viel zugelassen.“
Entscheidend war für den Steinakirchen-Trainer nicht nur die Stärke des Gegners, sondern auch das, was seiner eigenen Mannschaft in den wichtigen Momenten fehlte. „Wenn man gegen einen sehr guten Gegner die Möglichkeiten der ersten Halbzeit nicht nutzt und dann gleich nach der Pause das zweite Tor bekommt, dann wird es schwierig“, sagte Lehner. Genau darin lag für ihn der Kern dieser Niederlage. Er hätte sich gewünscht, dass seine Mannschaft auch nach dem Rückstand kompakt bleibt und das Spiel länger offen hält. „Wir müssen nicht nur eine gute erste Hälfte spielen, sondern auch wenn wir in Rückstand sind, in der zweiten Halbzeit kompakt bleiben“, so Lehner. Dazu kam für ihn ein Mangel an Konsequenz nach vorne: „In der Offensive haben die Effizienz und die Konsequenz beim letzten Pass oder beim Abschluss gefehlt.“ Positives wollte er nach dem klaren 0:5 nicht künstlich suchen, trotzdem hob er einen Punkt hervor. „Wenn man 5:0 verliert, tut man sich schwer, positive Dinge zu finden. Aber die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben.“ Mehr war an diesem Abend aus Sicht von ÖTSU Steinakirchen nicht mitzunehmen, gegen einen Gegner, den Lehner kurz und klar als „auf jeden Fall sehr stark“ bezeichnete.