Zum Auftakt in der 1. Klasse West hat TSV Meisl Grein sein Heimspiel gegen SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland mit 4:2 gewonnen. Nach einer starken ersten Hälfte und einer 3:0-Führung wurde es nach der Pause plötzlich eng, ehe die Heimischen rechtzeitig antworteten. Trainer Eimantas Valaitis sah viel von dem, was er sehen wollte, sprach nach dem Schlusspfiff aber auch klar an, woran seine Mannschaft noch arbeiten muss.

Für Eimantas Valaitis war schon in den ersten Minuten wichtig, dass seine Mannschaft nicht abwartet, sondern die neue Meisterschaft aktiv angeht. "Es war das erste Spiel, der Meisterschaftsstart und gleich das erste Spiel zu Hause. Wir wollten sofort aggressiv sein und gleich ins Hochpressing gehen", sagte der Trainer. Genau das sah er über weite Strecken der ersten Hälfte. Oleksandr Yaroshenko brachte die Gastgeber in der 24. Minute in Führung, danach legte Dmytro Kyrychenko noch vor der Pause einen Doppelpack nach und stellte mit Treffern in der 38. und 45. Minute auf 3:0. "Ich glaube, die erste Halbzeit hat nicht schlecht funktioniert. Wir hatten gute Momente und haben schöne Tore geschossen", sagte Valaitis, der den ersten Durchgang deshalb insgesamt als sehr gelungen einordnete.
Ganz durchziehen konnte TSV Meisl Grein diesen Auftritt aber nicht, und genau das sprach der Trainer nach dem Schlusspfiff offen an. "Die ersten fünfzehn Minuten in der zweiten Halbzeit waren schlecht. Wir haben schon gedacht, wir hätten unseren Job gemacht", sagte Eimantas Valaitis. Diese Passivität bestrafte der Gegner rasch. Raphael Russmair verkürzte in der 50. Minute auf 3:1, nur vier Minuten später brachte Mate Kantor den SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland sogar auf 3:2 heran. Aus einer scheinbar klaren Partie war plötzlich wieder ein offenes Spiel geworden. "Im Fußball passiert das immer: Wenn du passiv bist und den Plan nicht hältst, dann nutzt der Gegner deine Fehler", sagte der Trainer und beschrieb damit genau die Phase, in der seine Mannschaft den Zugriff verlor.
Dass das Spiel danach nicht völlig kippte, lag aus Sicht des Trainers daran, dass seine Mannschaft wieder in ihren Rhythmus fand. "Wir haben uns das Leben selbst stressig gemacht. Wir waren 3:0 vorne, dann macht der Gegner das 3:2, da wurde es stressig und die Mannschaft nervös", sagte Valaitis. Umso wichtiger war die Antwort, die nur wenig später kam. Dmytro Kyrychenko traf in der 60. Minute zum 4:2 und machte damit seinen Dreierpack perfekt. Der Trainer hob dabei nicht nur das Ergebnis hervor, sondern auch die Art des Treffers: "Dann haben wir einen sehr guten Konter gemacht zum 4:2, und ich glaube, das war die Schlussentscheidung." Danach brachte TSV Meisl Grein den Auftaktsieg über die Zeit und fing sich nach der hektischen Phase wieder.
Bei aller Freude über die ersten drei Punkte wollte Eimantas Valaitis den Sieg nicht nur an den Toren festmachen. Für ihn lag die größte Stärke seiner Mannschaft in einem einfachen, aber entscheidenden Punkt. "Die Teamarbeit hat gut funktioniert. Alle haben miteinander gekämpft, alle hatten gute Kommunikation am Feld", sagte der Trainer. Gleichzeitig verteilte er auch ein Lob an den Gegner, den er als "offensiv sehr gefährlich über die Seiten" und als gute Mannschaft beschrieb. Gerade deshalb bekam der kurze Hänger nach der Pause für ihn zusätzliches Gewicht.
Die Lehre aus diesem 4:2 formulierte er entsprechend klar: "Wir müssen 90 Minuten stabil bleiben." Unterm Strich überwog aber die Zufriedenheit. "Großes Kompliment an die Mannschaft und an den Verein. Die 1. Klasse West ist für uns neu, wir sind alle zufrieden und gehen weiter", sagte Valaitis nach einem gelungenen Einstand, der aber auch sofort gezeigt hat, woran noch gearbeitet werden muss.