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„Der schnelle Ausgleich war für die Köpfe richtig gut“ – USV Intersport Winninger Ferschnitz dreht Auftaktspiel

ASK Kematen
USV Ferschnitz

Zum Auftakt in der 1. Klasse West hat ASK Metran Kematen gegen USV Intersport Winninger Ferschnitz eine 1:3-Heimniederlage hinnehmen müssen. Nach einer ersten Hälfte auf Augenhöhe lagen die Gastgeber noch vorne, doch die Gäste kamen direkt nach der Pause zurück und drehten die Partie. Trainer Marco Talir sprach danach vom Glauben seiner Mannschaft und bezeichnete das 1:1 unmittelbar nach Wiederbeginn als den Schlüsselmoment.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash

Offene erste Hälfte, Gastgeber mit der Führung

Marco Talir ordnete die ersten 45 Minuten als echten Schlagabtausch ein. Beide Mannschaften kamen nach seiner Einschätzung zu ihren Möglichkeiten, und lange deutete wenig darauf hin, dass sich die Partie später noch so klar in Richtung der Gäste entwickeln würde. In der 16. Minute ging ASK Metran Kematen dann durch Martin Janecka mit 1:0 in Führung. Talir sprach dabei von einem „sehr schönen Angriff“ der Heimelf und machte deutlich, dass dieser Rückstand seine Mannschaft noch nicht aus dem Spiel brachte. Im Gegenteil: Noch vor der Pause habe USV Intersport Winninger Ferschnitz bereits Chancen auf den Ausgleich vorgefunden, diese aber nicht genutzt. Deshalb war für den Trainer vor allem wichtig, dass seine Mannschaft trotz des 0:1 zur Halbzeit ruhig blieb und an den eigenen Auftritt glaubte.

Das 1:1 verändert die Partie sofort

Genau dieser Glaube zahlte sich unmittelbar nach Wiederbeginn aus. In der 46. Minute erzielte Lukas Kromoser das 1:1, und für Talir war dieses Tor der entscheidende Moment des ganzen Spiels. „Der wichtigste Moment war sicher der Glaube der Mannschaft, dass das Spiel nach dem Rückstand zur Pause noch nicht verloren ist“, sagte der Trainer. Noch deutlicher wurde er beim Blick auf den Start in die zweite Hälfte: „Der schnelle Ausgleich nach der Halbzeit war für die Köpfe richtig gut und wichtig. Das war der Schlüsselmoment.“ Auch die Entstehung schilderte Talir konkret. Der Angriff lief über die linke Seite, Lukas Kromoser zog mit Tempo nach innen und schloss hart ab. ASK Metran Kematen hatte damit den Vorteil aus der ersten Halbzeit rasch wieder eingebüßt, während USV Intersport Winninger Ferschnitz genau die Energie auf den Platz brachte, die es für eine Wende in einem Auftaktspiel braucht.

Freistoß und Eckball bringen die Entscheidung

Der Ausgleich blieb nicht die einzige starke Phase der Gäste nach der Pause. Nur wenige Minuten später legte USV Intersport Winninger Ferschnitz nach und ging in der 52. Minute durch Matus Jorik mit 2:1 in Führung. Talir erklärte, dass dieses Tor nach einem Freistoß per Kopf fiel. Spätestens damit war die Partie gedreht. In der 71. Minute sorgte dann Radoslav Arvensis für die Vorentscheidung, als auch das 3:1 nach einem Eckball per Kopf fiel. Gerade dieser dritte Treffer freute den Trainer besonders, weil er darin die direkte Bestätigung einer Trainingswoche sah. „Wir haben vorige Woche ausschließlich Standards trainiert. Dass das im ersten Spiel gleich funktioniert, freut mich als Trainer sehr“, sagte Talir. So bekam die starke zweite Halbzeit von USV Intersport Winninger Ferschnitz neben der Wende auch noch eine zusätzliche Note, weil zwei Treffer nach ruhenden Bällen fielen.

Talir lobt die Kompaktheit und bleibt trotzdem nüchtern

In seiner Analyse hob Marco Talir vor allem die Arbeit gegen den Ball hervor. „Besonders gut funktioniert hat die Kompaktheit in der Defensive“, sagte der Trainer und stellte diesen Punkt in den Mittelpunkt seiner Bewertung. Gerade gegen einen Gegner wie ASK Metran Kematen war das für ihn keine Selbstverständlichkeit. „ASK Metran Kematen ist ein sehr unangenehmer Gegner, mit richtig viel Qualität in der Mannschaft, vor allem im letzten Drittel“, meinte Talir. Umso mehr freute ihn, dass seine Mannschaft laut eigener Einschätzung in Summe nur wenige Möglichkeiten zuließ. Ganz ohne Kritik blieb seine Bilanz aber nicht. Im Umschaltspiel nach vorne und beim letzten Pass sieht er noch Luft nach oben, weil nach seiner Ansicht sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Diskussionen über den Unparteiischen wollte er nach dem Schlusspfiff nicht groß machen. „Es war keine spielentscheidende Situation dabei, die das Spiel anders beeinflusst hätte“, sagte Talir. Viel wichtiger war für ihn der Auftaktsieg in einem schwierigen Auswärtsspiel und die Entwicklung seiner Mannschaft. „Die Ansätze in der kurzen Zeit, in der wir zusammenarbeiten, sind sehr gut und das stimmt mich sehr positiv für die Zukunft.“

1. Klasse West: Kematen : USV Ferschnitz - 1:3 (1:0)

  • 71
    Radoslav Arvensis 1:3
  • 52
    Matus Jorik 1:2
  • 46
    Lukas Kromoser 1:1
  • 16
    Martin Janecka 1:0