In der 1. Klasse West hat USV Intersport Winninger Ferschnitz am Samstag gegen TSV Meisl Grein einen knappen, laut Trainer Marco Talir aber verdienten 1:0-Heimsieg gefeiert. Ausschlaggebend war aus seiner Sicht die kompakte Defensivleistung. Weil USV Intersport Winninger Ferschnitz hinten kaum etwas zuließ und vorne früh traf, reichte ein Tor für den zweiten Sieg im zweiten Spiel.

Foto von Daniel Norin auf Unsplash
Die Grundlage dafür war früh gelegt. Bereits in der 12. Minute brachte Lukas Kromoser USV Intersport Winninger Ferschnitz mit 1:0 in Führung, und genau diese frühe Szene gab der Partie die Richtung. Dem Treffer war laut Marco Talir ein Ballgewinn mit schnellem Umschalten vorausgegangen, also genau jene Art von Aktion, die er nach dem Spiel besonders hervorhob. Der Trainer sah in den ersten 45 Minuten eine Partie, die in beide Richtungen offen war, allerdings mit Vorteilen für seine Mannschaft. „Die erste Halbzeit ist hin und her gegangen, mit den besseren Möglichkeiten für uns“, sagte Marco Talir. Dass es zur Pause trotzdem bei diesem knappen Vorsprung blieb, war für ihn eher Ausdruck einer noch nicht perfekten Chancenverwertung als ein Hinweis auf fehlende Kontrolle.
„In der zweiten Halbzeit hatten wir dann unsere Leidenszeit“, sagte der Trainer und verwies auf viel Arbeit gegen den Ball sowie viele Laufmeter bei heißen Temperaturen. Gerade dieser Abschnitt gefiel ihm am Ende besonders gut, weil seine Mannschaft trotzdem keine Möglichkeiten für den Gegner zuließ. USV Intersport Winninger Ferschnitz blieb konzentriert, verteidigte den knappen Vorsprung konsequent und brachte das 1:0 schließlich über die Zeit.
Die Erklärung für den Heimsieg lieferte Marco Talir sehr klar. „Wir waren defensiv richtig kompakt und haben dem Gegner kaum Möglichkeiten zugelassen“, sagte er. Gleichzeitig sprach er TSV Meisl Grein die Qualität ausdrücklich nicht ab. USV Intersport Winninger Ferschnitz habe den Gegner im Vorfeld analysiert und gewusst, dass vor allem im Ballbesitz einiges auf seine Mannschaft zukommen würde. Genau das bestätigte sich für ihn auch im Spiel. „Bis ins letzte Drittel hatten sie gute Lösungen, aber dort haben wir es gut verteidigt und ihnen wenig Räume gegeben“, erklärte Marco Talir.
Bemerkenswert war nach dem Schlusspfiff auch, dass Marco Talir den Sieg nicht schönredete, sondern sehr offen einordnete. Er räumte ein, dass es eine Szene gab, in der TSV Meisl Grein einen Elfmeter hätte bekommen können. Trotzdem blieb er bei seiner Bewertung, weil er die Gesamtzahl der Chancen klar bei seiner Mannschaft sah. „Wir hatten heute genug Möglichkeiten, um mehr Tore zu erzielen“, sagte er und sprach damit auch einen Punkt an, in dem USV Intersport Winninger Ferschnitz noch Luft nach oben hat. Den Ausschlag gab für ihn am Ende etwas anderes: „Der letzte Wille, das Spiel zu gewinnen, war bei unserer Mannschaft mehr zu sehen.“ Dieses Lob bekam zusätzlich Gewicht, weil gleich mehrere Spieler fehlten. Marco Talir nannte nach dem Spiel Bernhard Zehetner, Julian Haneder, Felix Malleier, Darius Forgacs und Matus Jorik und sprach insgesamt von fünf Ausfällen. „Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft“, sagte der Trainer. Mit sechs Punkten aus zwei Runden ist der Start von USV Intersport Winninger Ferschnitz damit rundum gelungen.