In der 1. Klasse West musste sich ÖTSU Steinakirchen bei SV Union Raika Blindenmarkt mit 0:1 geschlagen geben. Aus Sicht von Trainer Daniel Lehner war das Ergebnis vor allem deshalb bitter, weil seine Mannschaft nach seiner Einschätzung über weite Strecken das Spiel im Griff hatte, die vielen guten Möglichkeiten aber nicht nutzen konnte. So reichte Blindenmarkt am Ende ein Treffer, während Steinakirchen leer ausging.

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Lehner machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, wie er die Partie gesehen hatte. „Es war eigentlich von Anfang an ein Spiel, das wir dominiert haben“, sagte der Trainer von Steinakirchen. Genau deshalb wog die Niederlage umso schwerer. Seine Mannschaft hatte nach seiner Darstellung nicht das Problem, ins Spiel zu kommen oder sich Chancen zu erarbeiten, sondern sie brachte den Ball an diesem Tag einfach nicht über die Linie. Der Coach brachte es sehr klar auf den Punkt: „Unsere Chancenauswertung an diesem Tag war der entscheidende Punkt, weil wir aus der großen Anzahl an sehr guten Tormöglichkeiten kein Tor erzielen konnten.“ Damit war auch die Grundgeschichte dieses Spiels erzählt: Steinakirchen investierte viel, ließ die entscheidenden Abschlüsse aber liegen.
Entscheidend wurde am Ende die 31. Minute, als Klaus Jehle den einzigen Treffer der Partie für Blindenmarkt erzielte und die Gastgeber mit 1:0 in Führung brachte. Für Lehner war dabei vor allem die Entstehung des Gegentors ärgerlich. „Beim Gegentor hatten wir einen Ballverlust im Mittelfeld und waren dann in der Rückwärtsbewegung zu wenig konsequent und im Defensivverhalten zu passiv“, erklärte er. Blindenmarkt kam dadurch in den Strafraum, spielte laut Lehner einen Ball an die Stange, ehe der zweite Ball beim gegnerischen Stürmer landete und verwertet wurde. Besonders bitter aus Sicht der Gäste: „Bis dahin hatten wir eigentlich schon zwei bis drei hundertprozentige Tormöglichkeiten, die wir nicht nutzen konnten.“ So ging Steinakirchen trotz einer aus seiner Sicht guten Anfangsphase mit einem Rückstand in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild aus Lehners Sicht ähnlich, nur dass Blindenmarkt seinen knappen Vorsprung nun mit aller Konsequenz absicherte. Der Trainer schilderte, dass seine Mannschaft auch danach noch zu guten Gelegenheiten kam, sich dafür aber nicht belohnte. „Auch in weiterer Folge hatten wir sehr viele gute Tormöglichkeiten, wo uns an diesem Tag einfach kein Tor gelingen wollte und der gegnerische Torhüter ein paarmal auch überragend abgewehrt hat“, sagte Lehner. Gleichzeitig erkannte er an, was der Gegner nach der Führung gut machte: „Der Gegner hat eine der wenigen Chancen genutzt und danach vor allem in der zweiten Halbzeit alles wegverteidigen können.“ Genau darin lag am Ende der Unterschied. Lehner formulierte es nüchtern: „Der Unterschied ist der gewesen, dass die Gegner ein Tor mehr gemacht haben.“ Diskussionen um den Unparteiischen wollte er gar nicht erst aufkommen lassen. „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Es waren eigentlich keine kritischen Szenen“, sagte der Steinakirchen-Trainer. Für die Gäste bleibt damit nach drei Runden weiterhin der erste Punktgewinn aus, auch wenn Lehners Aussagen klar zeigen, dass er die Niederlage eher an der fehlenden Verwertung als an einem grundsätzlich schwachen Auftritt festmacht.