Spielberichte

Die ersten 30 Minuten waren der Schlüssel: Petzenkirchen feiert mit 4:1 den ersten Saisonsieg

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SV Petzenkirchen
SV Blindenmarkt

In der 1. Klasse West hat sich SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland mit 4:1 gegen SV Union Raika Blindenmarkt durchgesetzt und damit endlich den ersten Saisonsieg eingefahren. Co-Trainer Markus Rottenschlager sah den Ausschlag klar in der Anfangsphase: „Die ersten dreißig Minuten waren der entscheidende Unterschied, weil wir da klar besser im Spiel waren.“ Genau dort legten die Gastgeber mit einem frühen Doppelschlag die Basis.

Petzenkirchen legt früh den Grundstein

Rottenschlager hatte den Spielbeginn ganz klar auf Seiten seiner Mannschaft gesehen. „Petzenkirchen war vor allem die ersten fünfunddreißig Minuten besser im Spiel, hat mehr fürs Spiel gemacht, mehr Ballbesitz gehabt, mehr Aktionen und mehr Chancen“, sagte der Co-Trainer. Diese Überlegenheit war auch am Spielstand schnell abzulesen. Bereits in der 11. Minute brachte Andrei-Florin Dronca die Gastgeber mit 1:0 in Führung, laut Rottenschlager nach einem „wunderbaren Weitschuss“. Nur sechs Minuten später legte Petzenkirchen nach. Das 2:0 durch Daniel Rabi war aus Sicht des Co-Trainers „gut herausgespielt, schnell über die Seite“, ehe Andrei-Florin Dronca die Flanke auflegte und Rabi per Kopf vollendete. Dazu kamen aus Petzenkirchner Sicht noch strittige Szenen in der Anfangsviertelstunde. „Da waren zwei bis drei Abseitsentscheidungen dabei, bei denen wir sicher noch ein, zwei gute Aktionen alleine vor dem Tormann gehabt hätten“, meinte Rottenschlager, schob aber fair nach: „Ohne Linienrichter ist das natürlich schwierig, grundsätzlich war es eine solide Schiedsrichterleistung.“

Blindenmarkt bleibt dran, doch Petzenkirchen antwortet

Ganz so einseitig blieb die Partie über die gesamte Spielzeit nicht. Rottenschlager schilderte, dass Blindenmarkt nach etwa 35 Minuten besser in die Begegnung fand und für eine Phase eigene Möglichkeiten hatte. Mit dem 2:0 zur Pause war aber weiter alles in Petzenkirchner Hand. Nach dem Seitenwechsel fiel dann jener Treffer, den der Co-Trainer als klare Vorentscheidung wertete. In der 58. Minute erhöhte László Géringer auf 3:0. Rottenschlager beschrieb die Szene so: „Das dritte Tor war nach einem kurz ausgeführten Eckball. László Géringer hat am Sechzehner zwei Gegenspieler stehen gelassen, ist dann alleine vor dem gegnerischen Torwart gestanden und hat flach eingeschoben.“ Ganz erledigt war die Sache damit allerdings noch nicht, weil Marco Affengruber nur drei Minuten später auf 3:1 stellte. Dass Blindenmarkt auch nach dem Rückstand nicht aufsteckte, sprach Rottenschlager den Gästen ausdrücklich zu. „Sie haben sich nicht aufgegeben. Auch nicht nach dem 2:0 und auch nicht nach dem 3:0. Sie wollten unbedingt noch in die Partie zurückkommen.“ Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 81. Minute. David Schroll traf per Elfmeter zum 4:1, nachdem der Strafstoß laut Rottenschlager „gut herausgeholt“ worden war.

Mehr Ruhe hinten, mehr Präsenz vorne

Dass der Sieg am Ende deutlich ausfiel, führte Rottenschlager nicht nur auf die Tore zurück, sondern vor allem auf das Gesamtbild seiner Mannschaft. „Besonders gut hat das gemeinsame Auftreten funktioniert, der gemeinsame Wille auf den ersten Saisonsieg“, sagte er. Gerade in den Bereichen, die in den ersten Runden noch nicht immer gepasst hatten, sah er diesmal Fortschritte. „Defensiv sind wir besser gestanden, offensiv waren wir durch die Rückkehr von David Schroll wieder präsenter. Wir haben uns gute Chancen erspielt, schnell über die Seiten gespielt und hinten ruhig herausgespielt.“ Den Unterschied zu Blindenmarkt machte für ihn vor allem die spielerische Qualität seiner Mannschaft aus. „Wir waren spielerisch besser und hatten mehr Tempo über die Flügel.“ Ganz zufrieden klang er trotz des 4:1 aber nicht. Luft nach oben sieht er weiterhin, vor allem „in der Phase von der 35. bis zur 60. Minute“. Trotzdem soll der erste Erfolg jetzt Wirkung zeigen. „Generell können wir auf diese Partie aufbauen und kommen jetzt hoffentlich in einen Flow und werden die nächsten Siege einfahren.“ Genau darum ging es an diesem Abend: nicht nur um drei Punkte, sondern auch um einen Befreiungsschlag, auf den Petzenkirchen in dieser Saison gewartet hat.

1. Klasse West: P.kirchen : Blindenmarkt - 4:1 (2:0)

  • 81
    David Schroll 4:1
  • 61
    Marco Affengruber 3:1
  • 58
    László Géringer 3:0
  • 17
    Daniel Rabi 2:0
  • 11
    Andrei-Florin Dronca 1:0