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„Die letzte Standardsituation bringt den Punkt“ – Ferschnitz holt gegen Winklarn in 90+4 noch das 1:1

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USV Ferschnitz
FCU Winklarn

In der 1. Klasse West hat sich USV Intersport Winninger Ferschnitz am Sonntag gegen FCU SOP Winklarn noch ein 1:1 gesichert. Nach dem 0:1 durch Zoran Milutinovic lief die Elf von Trainer Marco Talir lange hinterher, blieb über viele Standards aber bis zuletzt dran und kam in der Nachspielzeit durch Matus Jorik doch noch zum Ausgleich. Talir sprach danach von einem „glücklichen, aber trotzdem nicht unverdienten Unentschieden“.

Spieler steht mit einem Fuß auf einem Ball

Foto von Jonathan Ward auf Unsplash

Ausgeglichene erste Hälfte mit spätem Druck der Gastgeber

Talir sah von Beginn an eine enge Partie, in der Winklarn zwar etwas mehr vom Ball hatte, Ferschnitz aber nie den Zugriff völlig verlor. „Die erste Halbzeit war ein sehr ausgeglichenes Spiel mit Ballbesitzvorteilen für Winklarn“, sagte der Ferschnitz-Coach. Der Rückstand fiel dann in Minute 22, als Zoran Milutinovic mit einer „super Einzelaktion“ das 0:1 erzielte. Auch danach blieb die Begegnung aus Sicht des Trainers offen und umkämpft. Gerade gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Gastgeber stärker. Talir erinnerte an eine Szene unmittelbar vor der Pause: „Da waren wir am Drücker und hatten bei einem Eckball sogar eine Dreifachchance, bei der wir die Stange getroffen haben.“ So ging Ferschnitz zwar mit einem Rückstand in die Kabine, hatte aber schon da das Gefühl, in dieser Partie weiter voll dabei zu sein.

Winklarn lässt das zweite Tor liegen, Ferschnitz bleibt bei Standards dran

Nach dem Seitenwechsel schien die Partie zunächst eher in Richtung der Gäste zu kippen. Talir schilderte, dass Winklarn in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte „ordentlich gedrückt“ habe und auch Möglichkeiten auf das 0:2 vorfand. Genau diese Phase war aus seiner Sicht wichtig, weil Ferschnitz da zwar unter Druck stand, aber im Spiel blieb. „Winklarn hat es verabsäumt, das 2:0 zu machen. Die Möglichkeiten haben sie gehabt“, sagte der Trainer sehr offen. Mit Fortdauer der zweiten Hälfte wurden die Gastgeber dann wieder aktiver, ohne dass daraus lange Zeit der sofortige Ertrag entstand. Dafür häuften sich am Ende die ruhenden Bälle. Talir sprach von „fünf, sechs Standardmöglichkeiten in den letzten fünf bis zehn Minuten“, und genau darüber fiel in der 94. Minute noch der Ausgleich durch Matus Jorik. Für den Coach war damit auch die Einordnung klar: „Für mich war es trotzdem eine X-Partie“, weil Winklarn die Vorentscheidung verpasste und Ferschnitz bis zum Schluss an den Punkt glaubte.

Talir sieht noch Arbeit mit Ball, nimmt den Punkt aber mit

Der Ferschnitz-Trainer machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass ihn weniger das Ergebnis als die eigene Leistung mit Ball beschäftigt. Er nannte die Begegnung „sehr taktisch geprägt“ und verwies auf die Qualität des Gegners, der „sehr gute Spieler in seinen Reihen“ habe und entsprechend schwer zu bespielen sei. Mit dem Verhalten gegen den Ball war Talir phasenweise einverstanden, auch das Umschaltspiel brachte laut seiner Einschätzung Möglichkeiten. Gleichzeitig sprach er aber klar an, wo seine Mannschaft noch zulegen muss: „Die Abstände zwischen den Linien waren nicht gut“, außerdem habe „die Ruhe am Ball, vor allem im letzten Drittel“ gefehlt. Auch bei der Kreativität im Angriffsspiel sah er Luft nach oben. Umso wichtiger war für ihn, dass sein Team zumindest über den Willen im Spiel blieb. „Ich bin froh, dass es mit der letzten Standardsituation noch geklappt hat“, sagte Talir, der auch dem Schiedsrichter ein ordentliches Spiel attestierte. Unter dem Strich nimmt Ferschnitz den späten Punkt gerne mit, weiß nach diesem 1:1 gegen einen starken Gegner aber auch, „dass es einiges zu besprechen gibt“.

1. Klasse West: USV Ferschnitz : Winklarn - 1:1 (0:1)

  • 94
    Matus Jorik 1:1
  • 22
    Zoran Milutinovic 0:1