Im Spitzenspiel der 1. Klasse West hat sich Sportunion Leitner Allhartsberg mit 2:1 gegen TSV Meisl Grein durchgesetzt. Nach dem 0:1-Rückstand und dem schnellen Ausgleich lebte die Partie bis in die Nachspielzeit von Intensität, vielen Zweikämpfen und knappen Entscheidungen. Trainer Reinhard Mayr sprach nach dem Abpfiff von einem möglichen gerechten Remis, sah aber einmal mehr jene Qualität seiner Mannschaft, mit der sie bis zum Schluss dranbleibt und späte Punkte holt.

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Reinhard Mayr hatte nach dem Abpfiff genug Gründe, um von einem echten Spitzenspiel zu sprechen. „Es war ein Spitzenspiel und ein sehr intensives Spiel“, sagte der Trainer, und schon der Spielverlauf zeigte, wie umkämpft dieser Abend war. Sportlich begann die Partie für die Gastgeber alles andere als ideal, denn Kevin Kerschbaummayer brachte die Gäste in der 17. Minute mit 1:0 in Führung. Allhartsberg brauchte aber nicht lange, um zu antworten. Jakob Schneckenreither stellte in der 25. Minute auf 1:1, damit war das Spiel auch zur Pause wieder völlig offen. Mayr sprach zudem von einer Szene, in der seine Mannschaft schon auf die Führung gehofft hatte. So blieb die Begegnung über die gesamte Distanz eng, ehe Anes Mahmic in der Nachspielzeit einen Corner direkt zum 2:1 verwandelte und damit für den späten Heimsieg sorgte.
Dass die Partie irgendwann klar in Richtung seiner Mannschaft gekippt wäre, wollte Mayr trotz des Sieges nicht behaupten. „Das Gefühl hatte ich eigentlich gar nicht, weil es ein sehr intensives Spiel war, in dem beide Mannschaften bis zum Schluss alles versucht haben“, sagte er. Gerade deshalb fiel auch seine Einordnung nach dem Schlusspfiff betont sachlich aus: „Im Grunde wäre es eine gerechte X-Partie gewesen, aber wir haben das glücklichere Ende für uns gehabt.“ Viel Respekt hatte der Allhartsberger Trainer außerdem für den Gegner übrig. Grein sei „bis dato der spielstärkste Gegner in der Offensive“ gewesen, erklärte Mayr. Die Gäste hätten ein „tolles 1:0“ gemacht und immer wieder gute Aktionen nach vorne gehabt. Auch wenn daraus nach seiner Sicht nicht laufend zwingende Torchancen entstanden, sei Grein „bis zum Schluss einfach immer richtig gefährlich“ geblieben. Das unterstrich für Mayr noch einmal die Intensität dieser Partie.
Entschieden wurde das Spiel am Ende durch genau jene Aktion, die Mayr auch als entscheidend nannte. „Ausschlaggebend war natürlich der direkt verwandelte Corner von Anes Mahmic. Das war das spielentscheidende Tor“, sagte der Trainer. Noch aufschlussreicher war danach aber seine Erklärung dafür, warum Allhartsberg solche Partien derzeit immer wieder auf seine Seite zieht. „Wir kämpfen und ziehen füreinander. Wir geben nicht auf“, betonte Mayr. Für ihn war es bereits das dritte Spiel, in dem seine Mannschaft in der Nachspielzeit noch den Sieg oder zumindest einen Punkt holte. Gleichzeitig wollte er den Erfolg nicht einfach nur feiern, sondern auch die offenen Baustellen ansprechen. „Wir können spielerisch noch besser Fußball spielen. Da haben wir noch Luft nach oben“, meinte er und kündigte an, dass weiter von Woche zu Woche gearbeitet werden müsse. Der 2:1-Sieg bringt Allhartsberg nach Runde sechs auf 14 Punkte und damit an die Spitze, weil die Mannschaft im Moment auch dann einen Weg findet, wenn ein Spiel bis zur letzten Aktion offen bleibt.