In der 1. Klasse West hat SCU Günther St.Georgen/Y gegen SG Waldhausen/Gloxwald nach einer 2:0-Führung nur 2:2 gespielt. Zur Pause lagen die Gastgeber dank Stanislav Lacko vorne, nach dem Elfmeter zum 2:0 schien vieles angerichtet. Co-Trainer Markus Vondrak sprach danach davon, dass es „ein bisschen schade“ sei, verwies aber auch auf fünf Ausfälle und zwei frühe verletzungsbedingte Rückschläge. So blieb am Ende ein Punkt, der sich nach dem Spielverlauf anders anfühlte als vor dem Anpfiff.

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Für St. Georgen begann die Partie mit Problemen, noch ehe sie richtig Fahrt aufgenommen hatte. Vondrak berichtete, dass seine Mannschaft schon vor dem Führungstor zwei Verletzungen hinnehmen musste, die längere Ausfälle bedeuten. „Wir haben leider schon davor zwei Verletzungen gehabt“, sagte der Co-Trainer. Umso wichtiger war dann das 1:0 in der 29. Minute durch Stanislav Lacko. Kurios dabei: Vondrak bekam den Treffer selbst nicht mit. „Das 1:0 habe ich leider nicht gesehen, weil ich wegen der Verletzung eines Spielers nicht am Spielfeldrand war“, erklärte er. Mit diesem Vorsprung ging es für die Gastgeber auch in die Halbzeit, und aus Sicht der Heimischen war das trotz der frühen Rückschläge zunächst eine gute Ausgangslage.
Nach dem Seitenwechsel schien St. Georgen das Spiel zunächst in die richtige Richtung zu ziehen. In der 54. Minute erhöhte erneut Stanislav Lacko, diesmal per Elfmeter, auf 2:0. „Das 2:0 war ganz klar ein Elfmeter“, sagte Vondrak, der in dieser Phase gute Gründe hatte, auf den Heimsieg zu hoffen. Doch Waldhausen blieb dran und zeigte genau das, was der Co-Trainer nach dem Abpfiff am Gegner hervorhob. „Waldhausen ist ein wirklich guter, starker Gegner. Die jungen Burschen geben auch nach einem Rückstand 90 Minuten Gas“, meinte Vondrak. Zunächst verkürzte Jonas Berta Hofer in der 69. Minute auf 2:1, wobei Vondrak von einem etwas glücklichen Treffer sprach, weil der Ball von der Stange zurück zum Torschützen sprang. Nur drei Minuten später stellte Samuel Sandhofer nach einem Standard auf 2:2.
Gerade deshalb blieb auf Seiten der Gastgeber ein zwiespältiges Gefühl zurück. „Nach einer 2:0-Führung ist es schon ein bisschen schade, dass wir das nicht nach Hause gebracht haben“, sagte Vondrak. Ganz ohne Möglichkeiten auf den späten Sieg blieb St. Georgen in der Schlussphase aber nicht. „Wenn wir ein bisschen Glück gehabt hätten, machen wir das 3:2 noch“, meinte der Co-Trainer und verwies dabei auf einen Kopfball an die Latte. Dass das Remis am Ende trotzdem nicht nur negativ bewertet wurde, hängt direkt mit der Personalsituation zusammen. „Wir haben schon sieben Ausfälle. Wir kratzen gerade an jeder Position“, erklärte Vondrak. Deshalb seien auch Spieler auf Positionen aufgelaufen, auf denen sie normalerweise nicht eingesetzt werden. Dass die Mannschaft trotz dieser Umstände einen 2:0-Vorsprung nicht ganz über die Linie brachte, ärgerte ihn, aber es änderte nichts an seiner Einschätzung des Einsatzes.
Unter diesen Voraussetzungen fiel das Fazit von Vondrak trotz der verpassten drei Punkte nicht nur kritisch aus. „Die Burschen haben an jeder Position alles gegeben“, betonte er und stellte damit den Aufwand seiner Mannschaft in den Vordergrund. Diskussionen über den Unparteiischen gab es für ihn ebenfalls keine. „Die Schiedsrichterleistung war okay, es gab keine wirklich strittigen oder unfairen Szenen“, sagte Vondrak. So bleibt für St. Georgen ein Punkt, der nach dem Spielverlauf zwar zu wenig wirkt, in der aktuellen Lage aber doch Gewicht hat. „Mit dieser Personalmisere sind wir eigentlich zufrieden“, lautete seine abschließende Einordnung. Genau zwischen dem Ärger über eine verspielte 2:0-Führung und der Anerkennung für eine ersatzgeschwächte Mannschaft lässt sich dieses 2:2 am treffendsten einordnen.