Der ASV EATON Schrems befindet sich aktuell auf dem letzten Platz in der Tabelle. Das Team mit der roten Laterne tütete soweit lediglich einen einzigen Triumph und ein Remis ein. Minus 40 lautet sogar das Torverhältnis. Wenig überraschend liegt es mit der Ausbeute nur am Ende des Klassements. Auf den Club wartet also ein äußerst schwieriges Frühjahr, in welchem ein extremst intensiver Abstiegskampf zu erwarten ist. Ligaportal unterhielt sich mit Michael Scherzer, dem sportlichen Leiter. Er schilderte, welche Maßnahmen doch den Klassenerhalt sicherstellen sollen.
Wie fällt das Fazit nach dem Herbst aus?
Michael Scherzer: „Leider verlief die Transferzeit im Sommer nicht optimal. Und so gingen wir sicher nicht optimal aufgestellt in die Saison. Wir wussten um die Schwere der Aufgabe. Mit der ernüchternden Bilanz haben wir aber natürlich nicht gerechnet. Zusätzlich zu der Kaderproblematik mussten wir beinahe die komplette Hinrunde auf unseren Kapitän Kevin Haider verzichten. Das tut natürlich extrem weh, wenn so eine Stütze ausfällt. In Summe war dann einfach nicht mehr drinnen. Als der positive Ausreißer bleibt der Heimtriumph über die Admira Amateure in Erinnerung. In vielen anderen Matches sind wir oft nicht so weit von etwas Zählbarem weggewesen. Es ist dann aber nicht gelungen, in entscheidenden Momenten die Nase vorne zu haben. So etwa auch bei der Pleite gegen St. Peter/Au, die der Kontrahent knapp für sich entschied. Damit dürfte echt etwas die Luft draußen gewesen sein, denn die beiden anschließenden Partien zum Ausklang des Jahres verloren wir klar.“
Welche Transfers tätigt der Verein nun?
Michael Scherzer: „Jakob Seidl zieht weiter. Er wechselt innerhalb der Liga und schließt sich Zwettl an. Jakub Pavlovic geht, ebenso Eugene Michael und Ziad Rashwan. Wo sie zukünftig auflaufen, ist mir noch nicht bekannt. Außerdem trennen wir uns von den Sommerverpflichtungen aus Tschechien. Denis Budinsky sowie Jan Marcina laufen zukünftig also nicht mehr im Schremser Dress auf. Neu an Bord holten wir Christian Attah Junior. Ich wollte einen robusten Mann für den Sturm. Seine Körpergröße macht 195 Zentimeter aus. Mit der Statur erfüllt er genau das Anforderungsprofil. Enzo und Gwen Malonga verstärken uns. Die Zwillinge genossen eine gute Fußballausbildung in Frankreich. Sie agieren in der Defensive. Auch Clinton Osaro kommt. Er trug zuletzt das Trikot von Mauerwerk. Daneben erzielte ich bereits eine Einigung mit zwei weiteren Spielern. Es fehlt jeweils nur mehr die Unterschrift. Namen möchte ich vor der Finalisierung jedoch nicht nennen. Abschließend halten wir noch die Augen nach einem Zehner offen.“
Mit welcher Erwartungshaltung geht man ins Frühjahr?
Michael Scherzer: „Die Burschen starteten schon mit der Vorbereitung. Ende Jänner treffen sie im ersten Test auf Großweikersdorf. Weitere Freundschaftsmatches gegen Gmünd, Waidhofen/Thaya, Eggenburg oder Groß Gerungs folgen. Zum Rückrundenauftakt empfangen wir Ybbs. Da gibt es also gleich eine richtige Standortbestimmung. Einfach Konkurrenten existieren für uns aber sowieso nicht. Man weiß von Erfahrungswerten, wie viele Punkte man durchschnittlich für den Ligaverbleib benötigt. Dementsprechend können wir uns ausrechnen, dass wir noch kräftig punkten müssen. Ich möchte im Frühling jedenfalls eine Mannschaft sehen, die wieder auf Augenhöhe mitspielt. Dann schauen wir, was sich noch ausgeht.“