Freitagabend empfing die SG Rohrbach/St. Veit den SV Langenrohr. Für die Gäste tat sich eine weitere Gelegenheit auf, endlich für die ersten Zähler in der Frühjahrssaison zu sorgen. Dreimal waren sie bislang als Verlierer vom Platz gegangen. Acht Tore hatte man sich dabei eingefangen. Nun wartete das Team mit der roten Laterne. Dieses präsentiert sich im neuen Jahr nun doch um einiges gefestigter und torgefährlicher. Von dem her musste die Auswärtsmannschaft absolut auf der Hut sein. Es entwickelte sich eine lebhafte Partie, in der am Ende das Schlusslicht doch auf der Strecke blieb.
Ungefähr 250 Zuschauer beschlossen, die Liese Prokop Sportanlage aufzusuchen. Auch die lokalen Fans hatten in den letzten Wochen natürlich zur Kenntnis genommen, dass in der Truppe ihrer Jungs nun wieder ein anderer Wind weht und sie wieder mit mehr Selbstvertrauen an die Herausforderungen herangeht. Nach dem Remis im vergangenen Heimspiel gegen Zwettl sollte das Punktekonto nun weiter aufgefüllt werden. Zunächst legten aber mal die Langenrohrer vor. Alexander Murauer netzte in der 19. Minute und ließ sich im Anschluss von seinen Teamkollegen bejubeln. Die Hochstimmung verflog aber äußerst schnell, denn nur Momente später egalisierte Alvi Bazaliev aus einem Konter den Rückstand. Die Tribüne bebte. Es folgte rund eine Viertelstunde ohne weitere Treffer. Dann aber schlugen die Gäste erneut zu. Dieses Mal verwertete Stefan Nestler einen Stanglpass. Mit dem Stand von 1:2 ging es in die Pause.
Die Mannschaft von Coach Goran Cekic kehrte bis in die Zehenspitzen motiviert zurück. Sie lag zurück, aber es schien ja noch alles drin. Der Auftritt im ersten Durchgang gab Mut. Das strahlten die Hausherren auch nach dem Seitenwechsel aus. Sie schlossen an die bisher gebotene Leistung an und lieferten einen beherzten Auftritt ab. Die Belohnung dafür gab es nach 60 Minuten. Lukas Kellner gelang der Ausgleich. Und nun lebte tatsächlich die Hoffnung, sogar den ersten Dreier in der bisherigen Saison holen zu können. Eine halbe Stunde war ja noch zu absolvieren. Und an diesem Abend hatte man das Visier richtig eingestellt. Aber auch die Langenrohrer sind immer für einen Treffer gut. Das bewiesen sie schließlich in der unmittelbaren Schlussphase. Stefan Nestler wollte sich nicht mit einem Punkt zufriedengeben, zog aus der Distanz ab und schnürte seinen persönlichen Doppelpack. Nun brachen bei ihm und seinen Mannschaftskameraden alle Dämme. Ein äußerst wichtiger Treffer! Der Triumph stand endgültig fest. Damit hat die Truppe den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle wieder hergestellt.
August Baumühlner (Trainer SV Langenrohr):
„Auch in den letzten Partien sind die Leistungen nicht so schlecht gewesen. Nur haben wir uns einfach nicht belohnt. Umso wichtiger, dass wir dieses Mal das bessere Ende für uns hatten. Die direkten Gegner im Klassement punkten. Also müssen wir das auch tun. Deswegen bin ich sehr froh, dass nun endlich wieder ein Dreier rausschaute.“
Der Beste: Stefan Nestler (Sturm SV Langenrohr)