Spielberichte

Kräftiges Lebenszeichen der Schremser!

Freitagabend empfing der SV Langenrohr den ASV EATON Schrems. Von der Tabellensituation her schaute das Duell nach einer klaren Sache aus. Bei genauerer Betrachtung versprach es aber Spannung. Der Erstgenannte hatte bisher in der Rückrunde noch nicht wirklich überzeugt und am vergangenen Wochenende sogar ein 0:5 bei Ebreichsdorf kassiert. Wiedergutmachung musste also für den Tabellendritten dringendst her! Der Kontrahent war in den letzten Partien im Gegensatz zum Herbst wieder konkurrenzfähig. Nach dem Remis in Korneuburg bei der jüngsten Auswärtspartie rechnete sich das Schlusslicht also auch nun etwas aus. Völlig zurecht, wie sich herausstellte. Der Nachzügler setzte sich eindeutig durch.

Gäste legen vor

Ungefähr 180 Zuschauer fanden sich am Sportplatz ein. Irgendwie wussten die örtlichen Fans nicht so wirklich, was sie erwarten dürfen. In der Ferne läuft ja zurzeit gar nichts zusammen. Auf der anderen Seite gab ihnen der Heimsieg über Ortmann vor zwei Wochen doch so etwas wie Hoffnung. Jedenfalls erwarteten sie, dass ihre Burschen das Spiel machen müssen. So kam es dann auch. Das Team mit der roten Laterne zog sich zurück und agierte aus einer sicheren Verteidigung heraus. Es wollte ja nicht zu hoch attackieren, um keinesfalls in einen Konter zu laufen. Die Hausherren gaben den Ton an, wobei die riesigen Chancen schauten nicht wirklich raus. Der Umstand gab der angereisten Truppe die Zeit, in das Spiel hineinzufinden. Zu Hilfe kam ihnen dabei der Führungstreffer. 19 Minuten standen in etwa auf der Uhr, als Marinko Rastoka eine Eckballvorlage per Kopf verwertete. Das Tor gab ihm sowie seinen Nebenleuten zusätzliches Selbstvertrauen. Jetzt stellten sie den Favoriten vor gehörige Probleme. Weitere Treffer bekamen die Anwesenden zunächst nicht zu sehen. Mit dem knappen Resultat ging es in die Pause.

Abstiegskandidat zieht davon

Die Auswärtsmannschaft kehrte motiviert auf den Rasen zurück. Sie mochte das Ergebnis natürlich zumindest halten. Das würde schon ein enormer Fingerzeig sein. Dafür mussten die Mannen von Coach Michal Sobota unbedingt an die Leistung soweit anschließen. Das taten sie. Nach rund einer Viertelstunde in dem Durchgang sprach ihnen der Referee einen Freistoß zu. Und der Schütze des 1:0 aus ihrer Sicht bewies, dass er auch in dem Punkt über außerordentliche Fähigkeiten verfügt. Wunderschön zirkelte er den Ball ins lange Eck. Sensationell, Ronaldo hätte es nicht besser machen können. Langenrohr fühlte sich wie im falschen Film. Doppelt aus einer Standardsituation eingeschenkt zu bekommen, so etwas sollte nicht passieren. Der Nachzügler bog also endgültig auf die Gewinnerstraße ab. In der Schlussphase erhöhte Andreas Fuger sogar noch ein weiteres Mal. Eiskalt finalisierte er eine Umschaltsituation. Und nur Momente vor dem Abpfiff sorgte Gwen Malonga für das letzte Highlight. Wunderschön schlug er aus der Distanz zu. Gleich darauf stand der Kantersieg der Schremser echt fest. Der Triumph bringt den Glauben auf den Ligaverbleib eindrucksvoll zurück.

Stimme zum Spiel

Michael Scherzer (Sportlicher Leiter ASV EATON Schrems):

„Der Sieg mag auf den ersten Blick überraschend ausschauen. Andererseits ließen uns die jüngsten Leistungen echt mit einem guten Gefühl in das Match gehen. Den Aufschwung bestätigten die Burschen. Schön, dass wir wieder zu einer solchen Performance in der Lage sind. Ich freue mich.“

Die Besten: Gwen Malonga (Mittelfeld ASV EATON Schrems), Marinko Rastoka (Sturm ASV EATON Schrems)