Spielberichte

Zwettler Stimme zum Triumph im Braustadtduell!

Am Freitagabend traf der SC Zwettl auf den SC Raika TTI Group Wieselburg. Der Erstgenannte hatte in der vergangenen Runde bei den Admira Wacker Amateuren eine deftige Schlappe kassiert. Dafür wollte er sich unbedingt rehabilitieren. Was bietet sich da Besseres an, als so ein Hit gegen ein Team aus den obersten Tabellenregionen. Der Aufsteiger war jüngst nicht über ein Remis im Derby gegen Ardagger hinausgekommen. Dieses Mal wurde reichte es selbst für einen Punkt nicht. Die Hausherren entschieden das aufregende Kräftemessen für sich. Ligaportal unterhielt sich mit Obmann Martin Grünstäudl, der sich über den vollen Erfolg sichtlich freute.

Wie lautet das Fazit des Matches?

Martin Grünstäudl: „Wir sind schnell in Führung gegangen. Bereits in der siebenten Minute entschied der Referee auf Elfmeter für uns. Kapitän Gregor Schmidt übernahm Verantwortung und ließ sich die Chance nicht nehmen. Meiner Meinung nach gehörte uns generell die Auftaktphase. Noch vor Ablauf der ersten halben Stunde erhöhte Fabian Vyhnalek. Er scheiterte zunächst, setzte aber nach und drückte die Wuchtel aufgrund all seiner Vehemenz im zweiten Anlauf über die Linie. Leider schafften wir es danach nicht, die Spannung wie gewünscht hochzuhalten. Der Kontrahent kam etwas auf. Trotzdem hielten wir bis zur Pause den Kasten sauber. Nach dem Seitenwechsel verkürzten die Gäste recht rasch. Und dann kassierte auf unserer Seite sogar noch Dennis Schmutz Gelb-Rot. Glücklicherweise stellten wir uns in Unterzahl geschickt an und verteidigten konsequent sämtliche Bälle in den Strafraum weg. Für die finale Entscheidung sorgte erst der eingewechselte Nico Dornhackl hintenraus. Damit gab es keine Diskussionen mehr über den Gewinner.“

Wer avancierte zum „Akteur der Partie“?

Martin Grünstäudl: „Für mich wurde dieses Resultat tatsächlich möglich, weil das Kollektiv in Summe überzeugte. Ich möchte keinen einzigen Namen hervorhaben. In der Südstadt hatte es die Pleite gesetzt, weil die Mannschaft in den entscheidenden Situationen nicht mit der notwendigen Hartnäckigkeit an die Sache herangegangen und oft einen Schritt zu spät gekommen war. Dieses Mal gefiel das Gesicht wesentlich besser. Jeder warf alles rein. Ich denke, genau der Umstand gab den Ausschlag zu unseren Gunsten. In der Liga, wo jeder Club den jeweiligen Konkurrenten schlagen kann, funktioniert es lediglich so. Ohne 100 Prozent bleibst du auf der Strecke. Gleichzeitig sieht man, was mit der notwendigen Mentalität alles möglich ist.“

Wie geht es weiter?

Martin Grünstäudl: „Am Karfreitag reisen wir zu St. Peter/Au. Eine äußerst schwierige Aufgabe wartet da auf uns. Leider schaffen es wir ja auswärts noch nicht, so zu überzeugen wie daheim. Im eigenen Wohnzimmer spricht die Bilanz klar für uns und wir gehören vor den eigenen Fans zu den Clubs mit den meisten Punkten. In der Ferne tun wir uns wesentlich schwerer. Ich werde von den Fans oft nach den Gründen gefragt. Dann kann ich nicht wirklich eine Antwort geben. Der Sport ist eine mentale Geschichte. Und scheinbar fehlt in den Stadien der Konkurrenz noch das Selbstverständnis, die Höchstleistung abzurufen. Das möchten wir schnellstmöglich ändern. Die Partie nächste Woche bietet sich dafür gleich an. Wir werden am Gründonnerstag ordentlich Spinat essen, damit jede Menge Energie vorhanden ist. Ich denke, dass wir schon etwas mitnehmen können, wenn wir unsere Hausaufgaben erledigen.“