Freitagabend empfing der ASK Ebreichsdorf die SG Ortmann/Oed-Waldegg. Der Erstgenannte hatte in der letzten Partie eine gehörige Klatsche kassiert und sich den Hauptstädtern aus St. Pölten eindeutig geschlagen geben müssen. Da sollte unbedingt eine passende Reaktion der Mannschaft her, am besten natürlich ein voller Erfolg. Der Kontrahent andererseits war unter der Woche immerhin zu einem Punkt im Duell mit Kilb gekommen. In dem Match ergab sich nun die große Möglichkeit, mit einem Triumph sogar wieder mit den Heimischen gleichzuziehen. Daran scheiterten sie final ganz klar. Ebreichsdorf zeigte sich erbarmungslos und ließ den Gästen keine Chance.
Ungefähr 240 Zuschauer gaben sich das Kräftemessen vor Ort. Mit einer gewissen Spannung nahmen die lokalen Fans Platz. Immerhin wissen sie zurzeit nicht so richtig, was ihnen ihre Burschen auftischen. Die jüngste Abfuhr tat noch immer gehörig weh. Der Anhang wünschte sich, dass die Burschen an das jüngste Feuerwerk im eigenen Wohnzimmer anschließen. Das Gesicht beim 5:0 über Langenrohr wollten sie auch jetzt sehen. Das Auswärtsteam wusste Bescheid über die individuellen Qualitäten bei der Elf von Zeljko Ristic. Es startete zunächst gut hinein. Die Akteure legten die notwendigen Meter zurück und stellten die Räume geschickt zu. Rund eine halbe Stunde verhinderten sie den Rückstand, dann aber riss Fabian Klug der Geduldsfaden. Eiskalt verwertete er. Auf der Tribüne brach emotionaler Jubel aus. Der Lärmpegel stieg gehörig an. Die Führung stachelte das Team so richtig an. Es setzte nach. Ganz zur Freude von Benjamin Mustafic. Der Stürmer sorgte für das perfekte Ende des Durchgangs. Sein Versuch ins Kreuzeck passte ganz genau.
Bei den Heimischen herrschte in der Kabine hervorragende Laune. Sie verfügten über eine tolle Ausgangsposition für die kommende Hälfte. Motiviert kehrten sie sie auf den Rasen zurück. Die mit ordentlich Routine ausgestattete Truppe machte das jetzt sehr geschickt. Sie baute die Angriffe wohlüberlegt auf. Das Credo lautete, der SG Ortmann/Oed-Waldegg ja keine Umschaltsituationen zu ermöglichen. Diese präsentierte sich an dem Abend offensiv aber auch mehr wie ein laues Lüfterl. So wirklich Gefahr strahlte sie nicht aus. Die Zeit verstrich, ehe die Gastgeber dann doch doch einmal einen Gang raufschalteten. Zunächst netzte Dominik Eichinger in der 84. Minute. Nur Momente später scorte der Schütze des zweiten Treffers erneut. Der Striker bekommt aktuell nicht genug. Sieben Tore in fünf Frühjahrspartien untermauern die These auf eindrucksvolle Weise. Das sind ja schon Werte eines Harry Kane. Hintenraus durfte auch das Auswärtsteam einmal anschreiben. Der kleine Wermutstropfen war in Wirklichkeit irrelevant und spielte nicht wirklich eine Rolle. Als der Schlusspfiff ertönte, jubelten die Ebreichsdorfer ausgelassen mit den Besuchern.
Zeljko Ristic (Trainer ASK Ebreichsdorf):
„Zunächst möchte ich dem Gegner ein absolutes Kompliment aussprechen. Beeindruckend, was er aus seinen Möglichkeiten macht. Im Herbst verloren wir bei ihm 0:3. Wir hatten also gehörig was gutzumachen. Nach dem Seitenwechsel gefiel mir das Gezeigte besser. Da passten die Aggressivität sowie die Arbeit gegen den Ball noch besser. Mit dem Ergebnis im Rücken freuen wir uns auf die Cuppartie am Ostermontag.“
Der Beste: Oskar Neumann (Mittelfeld ASK Ebreichsdorf)