Sonntagmittag empfing der SV Langenrohr den SV Stockerau. Dank einer unglaublichen Effizienz war der Erstgenannte in der vergangenen Runde zu einem etwas glücklichen Erfolg in Wr. Neustadt gekommen. Nun wollte er wieder in die Top Three vordringen. Der Gegner stand auf dem vorletzten Rang, ex aequo mit den Kilbern. Jüngst hatte man sich zu Hause lediglich hauchdünn dem Tabellenführer geschlagen geben müssen. Dieses Mal sollte nicht nur eine gute Leistung rausschauen, sondern auch etwas Zählbares. Der Plan ging auf. Die Gäste setzten sich zu Null durch.
Rund 400 Zuschauer fanden sich auf dem Sportplatz ein. Beim Blick auf das Klassement erwarteten sich die lokalen Fans wohl absolut einen Triumph. Immerhin reiste ein Nachzügler an. Auf der anderen Seite wussten sie natürlich, wie ausgeglichen das Teilnehmerfeld ist. Entsprechend schien so gut wie jedem Besucher klar, dass es wohl kein Selbstläufer wird. Das bestätigte sich am Rasen. Beide Clubs bauten auf eine stabile Abwehr. Die Verteidigungsreihen hüben sowie drüben erledigten ihren Job konsequent. Spielerisch bekamen die Anwesenden nicht unbedingt ein Feuerwerk zu Gesicht. Die Offensiven taten sich schwer. Zum Ende der Hälfte mündete ein Angriff der angereisten Mannschaft dann aber doch in der Führung. Eine punktegenaue Flanke landete auf dem Haupt von Julian Velisek. In hohem Bogen senkte sich sein Versuch unter die Latte. Damit durften er und seine Lebenleute sich mit einem knappen Vorsprung in die Pause verabschieden.
Aus Sicht der Hausherren konnte man mit der Leistung soweit wohl nicht zufrieden sein. Da gab es in der Kabine sicher einiges zu analysieren. Nichtsdestotrotz lag die Mannschaft nur mit einem Goal zurück. Als kehrte sie topmotiviert auf den Rasen zurück. Den Stockerauern war klar, dass sie an die konzentrierte Performance anschließen müssen. Auch nach dem Seitenwechsel agierten sie von Beginn weg hellwach. Bereits in der Auftaktphase des Durchgangs verbesserte sich ihre Situation weiter. Der Referee entschied in der 55. Minuten auf Strafstoß. Florian Frithum richtete sich die Wuchtel her und verwertete staubtrocken. Aus Sicht vom SV Langenrohr natürlich eine Katastrophe, der Spielverlauf meinte es nicht gut mit ihm. Coach August Baumühlner nahm bald darauf einen Doppeltausch vor. Unter anderem kam mit Cedric Dalmeida ein Stürmer, der weiß, wie man netzt. In dieser Partie jedoch wollte auf Seiten der Heimischen gar nichts gelingen. Die Gäste spielten den Dreier trocken heim und fixierten äußerst wichtige Punkte im Kampf um den Ligaverbleib. Stockerau schaffte Distanz zu den beiden letztplatzierten Konkurrenten in der Tabelle.
Patrick Jenisch (Sportlicher Leiter SV Stockerau):
„Seit dem Derbysieg in Korneuburg schaut das richtig gut aus. Für mich war das der Wendepunkt. Schon vergangene Woche hätte es gegen Scheiblingkirchen ein Punkt sein sollen. Dieses Mal überzeugte die Mannschaft vor allem mit ihrer Konsequenz in der Defensive. Die Null stand. Wir freuen uns.“
Der Beste: Daniel Griessler (Mittelfeld SV Stockerau)