Samstagnachmittag empfing der UFC St. Peter/Au die SG Korneuburg/Stetten. In dem Duell bekamen es zwei wie Boxer angeschlagene Mannschaften miteinander zu tun. Der Erstgenannte wartete seit mittlerweile drei Partien auf einen Zähler und in den beiden jüngsten Matches hatten sie gar zehn Gegentore kassiert. Der Kontrahent nahm das Kräftemessen ebenfalls mit kaum Selbstvertrauen in Angriff. Nicht verwunderlich, sein letzter Punktgewinn war vor mehr als einem Monat gelungen. Final gelang keiner der Mannschaften ein wirklicher Befreiungsschlag. Das Spiel endete mit einem Unentschieden.
Rund 180 Zuschauer fanden sich am Sportplatz ein. Die lokalen Fans schraubten ihre Erwartungen etwas herunter. Aus ihrer Sicht rückte das Ergebnis vielleicht sogar etwas in den Hintergrund. Sie wollten einfach eine Reaktion sehen. Es ging ihnen darum, dass ihre Burschen kratzen und beißen. Aber natürlich probierten die Heimischen schon auch, kreative Lösungen zu finden. Das fiel ihnen schwer. Die Gäste nämlich warfen aufgrund ihrer Situation und der drohenden Abstiegsgefahr ebenfalls alles in die Waagschale. Sechs Gelbe auf ihrer Seite bis zum Schluss verdeutlichen den Umstand. Generell neutralisierten sich die Vereine größtenteils. Mit dem Stand von 0:0 pfiff der Referee zur Pause. Unter anderem, weil bei den Hausherren Jan Gerg in einer aussichtsreichen Situation nicht das Optimale herausholte.
Hüben wie drüben konnte die Stabilität vor dem Seitenwechsel Mut geben. Das war absolut ein Schritt in die gewünschte Richtung. Nun sollte offensiv auch noch ein Schäuferl draufgeleg werden. Die Tribüne trieb den Hausherr nach vorne. Auch von der Bank kamen Impulse. Coach Anton Saric nahm Auswechslungen vor. Bernhard Hörmann sowie Patrick Niederhuber betraten innerhalb weniger Minuten den Rasen. Das sind Spieler, welche in der Vorwärtsbewegung ihre Stärken haben. Würden diese Akteure jetzt vielleicht den Ausschlag geben? Der Mann auf der Kommandobrücke hoffte auf ein glückliches Händchen. Jedoch blieb der Effekt begrenzt. Links und rechts des Mittelkreises überzeugten noch immer vorwiegend die Abwehrblöcke. Tore wollten einfach nicht fallen. St. Peter scheiterte doppelt bei an sich gut angetragenen Kopfbällen, hatte aber auch Glück, als Korneuburg die Chance auf den Lucky Punch vorfand. So krallten sich die Gastgeber den einen Zähler und bewerteten speziell den Fakt, dass hinten schließlich mal die Null stand, positiv. Die Goals werden bald wieder folgen.
Anton Saric (Trainer UFC St. Peter/Au):
„Natürlich fehlte jüngst hinten die Stabilität. Aber ich weiß ja, warum. Wir sind einfach mit zu vielen Ausfällen konfrontiert. Gegen Zwettl etwa fehlten drei Verteidiger plus der Keeper. Das kannst du nicht kompensieren. Von dem her ging es nun speziell darum, sich keinen Treffer einzufangen. Das klappte.“
Die Besten: Johannes Eder (Torwart), Andreas Weißinger (Abwehr UFC St. Peter/Au)