Freitagabend traf der SK Sparkasse Korneuburg auf die SG Ardagger/Neustadtl. Der Erstgenannte lief mittlerweile sechs Runden einem Sieg hinterher. Ausgerechnet nach dem Ausrufezeichen mit dem Triumph in Ebreichsdorf wollte nicht mehr viel rausschauen. Man wurde in der Tabelle kräftig durchgereicht. So verspürte man nun doch ganz schön Druck, den Fall zu stoppen. Der Kontrahent andererseits durfte mit der Frühjahrssaison soweit recht zufrieden sein. Er hatte vor einer Woche Derbykonkurrenten Ybbs ein Remis abgerungen. Dieses Mal ging sich kein Punkt aus. Den Heimischen gelang die anvisierte Wende. Sie krallten sich den vollen Erfolg.
Rund 170 Zuschauer nahmen in der U/GROUND Arena Platz. Die lokalen Fans verspürten schon etwas Unbehagen, wenn sie auf das Klassement blickten. Die absoluten Kellerregionen waren jüngst gefährlich näher gerückt. Sie wünschten sich daher so sehnlichst einen Dreier. Da kam ihnen der Auftakt genau gelegen. Armin Mujakic brachte seine Farben nämlich schon in der unmittelbaren Startphase aus kurzer Distanz in Front. Die Anhänger auf der großen Haupttribüne sprangen erleichtert in die Höhe und ließen ihren Emotionen freien Lauf. Dem Auswärtsteam gefiel der Rückstand naturgemäß gar nicht. Es zeigte sich jedoch nicht geschockt. Vielmehr schien der Nackenschlag sogar wie ein Weckruf zu wirken. Die angereiste Truppe übernahm immer mehr das Kommando. Nicht unverdient glückte ihr in der 40. Minute der Ausgleich. Der Referee entschied auf Elfmeter und Franz Kaltenbrunner verwertete humorlos. Der Jubel hielt nur kurz an, denn die Hausherren beeindruckten mit einer umgehenden Reaktion. David Rajkovic nutzte ebenfalls einen Strafstoß. Gleich darauf stand die Pause an.
Die ortsansässigen Besucher lehnten sich in der Halbzeit positiv gestimmt zurück. Endlich lagen die Jungs wieder mal vorne. So sollte es unbedingt weitergehen. Ardagger dagegen legte sich in der Kabine einen Plan für ein Comeback zurecht. Man warf mit Kaltrim Berisha einen Stürmer ins Rennen, der weiß, wie man das Runde ins Eckige befördert. Für ihn ging Thomas Klaus vom Rasen. Die Gäste rannten an und probierten. Der in Führung liegende Club stemmte sich gegen die Angriffsbemühungen. Ihm kam dann der Mann auf der Kommandobrücke abhanden. Coach Senad Mujakic fing sich Gelb-Rot ein. Auf dem Rasen blieben die Hausherren glücklicherweise zumindest vorläufig vollzählig. Das war auch absolut notwendig, um das Resultat über die Runden zu bringen. Sie machten das recht geschickt, stellten die Räume zu und warfen alles rein. Von Zeit zu Zeit setzten sie gefährliche Nadelstiche. Final jedoch wollte hüben wie drüben kein weiteres Goal mehr fallen. In der allerletzten Minute kassierte Michael Endlicher im Trikot der Korneuburger auch noch die Ampelkarte. Feiern durfte er trotzdem. Nur Momente später folgte der Schlusspfiff, jetzt stand der Triumph fest. Man hatte die Rückkehr auf die Gewinnerstraße geschafft und den freien Fall in der Tabelle gestoppt.
Senad Mujakic (Trainer SK Sparkasse Korneuburg):
„Ich freue mich über einen ganz wichtigen Sieg. Wir sind am Zahnfleisch gekrochen. So ehrlich muss man schon sein. Drei weitere Verletzungen und noch dazu der Ausschluss. Das spürten wir schon. Umso beeindruckender, wie die Burschen fighteten. Ich hoffe, dass nächste Woche wenigstens wieder David Rajkovic auflaufen kann.“
Der Beste: Sebastian Bacher (Tormann SK Sparkasse Korneuburg)