Freitagabend traf der UFC St. Peter/Au auf den SV Langenrohr. Der Erstgenannte war in der Frühjahrssaison soweit generell nicht so stabil wie im bärenstarken Herbst aufgetreten und auch in der letzten Woche trotz ordentlich Gegenwehr mit einer 0:3 Niederlage im Gepäck von Leader Scheiblingkirchen zurückgereist. Der Kontrahent andererseits hatte in der Rückrunde soweit wie ein Überraschungsei agiert. Man weiß derzeit nicht, was man von ihm bekommt. Nach dem jüngsten Triumph über Wieselburg wollte er nun unbedingt die Leistung bestätigen und den nächsten Sieg nachlegen. Das gelang nicht. Dank eines finalen Kraftakts wurde es wenigstens noch ein Remis.
Etwa 250 Zuschauer fanden sich am Sportplatz ein. Die lokalen Fans ließen sich durch die schwierige Phase, die es im Moment zu überwinden gilt, nicht entmutigen. 13 Gegentore bislang im April schlugen sich ordentlich auf die Gemütslage nieder. Gleichzeitig glaubt man ja als Anhänger immer an den Turnaround seines Teams. Mit dem Anpfiff des Referees neutralisierten sich die Teams größtenteils. Die Gäste kontrollierten die Partie, der finale Pass gelang ihnen jedoch nicht. Rund eine halbe Stunde stand auf der Matchuhr, als die Heimischen jubeln durften. Zunächst zumindest, denn schließlich erkannte der Schiedsrichter das Tor nicht an. In der 44. Minute schaute tatsächlich die Führung für die Burschen von Anton Saric raus. Gabriel Spreitzer vollendete einen Konter. Mit dem knappen Vorsprung ging es in die Kabine.
Das angereiste Team reagierte in der Hälfte mit einem Tausch. Der Mann auf der Kommandobrücke wechselte Dominik Krausgruber ein. Der Mittelfeldakteur brachte tatsächlich ordentlich neuen Schwung. Trotzdem verging zunächst die Zeit, ohne den Ausgleich zu erzielen. Rund eine Viertelstunde vor dem Schluss kam es noch schlimmer. St. Peter erhöhte nämlich. Josip Martinovic stand goldrichtig, hielt seine Stirn hin und köpfte einen Eckball humorlos ein. Die Besucher auf der Tribüne sprangen erleichtert auf. Jetzt schien der Befreiungsschlag in Form eines Triumphes echt Realität zu werden. Umso schlimmer muss es für den Support gewesen sein, was sich dann abspielte. Die Gäste packten mit dem Mute der Verzweiflung den Hollywoodstil aus. Der brachte den gewünschten Effekt. Zunächst verkürzte Cedric Dalmeida mit einem Schuss genau ins Kreuzeck. Auf den letzten Metern egalisierte Tobias Liebhaber sogar den Rückstand. Wenn die Gäste die zwei Chancen zum Lucky Punch verwertet hätten, wäre sogar noch mehr drin gewesen. Aufgrund des Spielverlaufs dürfen die Langenrohrer das Remis aber durchaus positiv bewerten.
August Baumühlner (Trainer SV Langenrohr):
„Toll, wie die Burschen hintenraus zurückgefightet haben. Dem Gegner ging scheinbar die Luft aus. Leider wurde der Sieg nicht mehr Realität. Kompliment an Dominik Krausgruber! Seine Anwesenheit tat uns nach der Pause richtig gut.“
Der Beste: Dominik Krausgruber (Mittelfeld SV Langenrohr)