Freitagabend empfing der SV Stockerau den SC Fortuna Wr. Neustadt. Der Erstgenannte braucht bei der aktuell vorherrschenden Tabellensituation einen jeden Zähler wie einen Bissen Brot. Vor der Partie ließ man im Klassement nur zwei andere Mannschaften hinter sich. Die Heimischen wussten über die Schwere der anstehenden Aufgabe Bescheid, trotzdem wollten sie unbedingt anschreiben. Der Kontrahent war in der vergangenen Woche nicht über ein Remis im Duell mit Kilb hinausgekommen. Dieses Mal sollte wieder mehr rausschauen. So lautete zumindest der Plan. Der ließ sich nicht realisieren. Die Partie endete mit einem Unentschieden.
Rund 190 Zuschauer verspürten Lust auf das Kräftemessen im Stadion Alte Au. Die lokalen Fans trauten ihren Jungs absolut ein Ausrufezeichen in der Form eines Triumphes zu. Immerhin hatten die Burschen in der vergangenen Partie den bedeutsamen Erfolg über Schlusslicht Schrems eingefahren. Der Sieg brachte die Zuversicht so wirklich zurück. Die Verantwortlichen und die Anhänger glauben wieder an ein Happy End im Fight um den Ligaverbleib. Jedenfalls traten die Hausherren von Beginn weg äußerst bissig auf. Sie wussten, dass die Gäste nur mit der entsprechenden Mentalität gebogen werden können. Es gelang ihnen, defensiv recht sicher zu stehen. Der Einsatz sowie die Laufbereitschaft passten. In der Vorwärtsbewegung setzte man auf Nadelstiche. Die hielten sich in Grenzen. Ein Feuerwerk bekamen die Anwesenden nicht wirklich zu Gesicht. Auch das Gästeteam sorgte nicht für extrem Spektakuläres. Ohne Tore beendete der Referee den Durchgang.
Der Abstiegskandidat nutzte die Zeit in der Kabine, um die bisherige Leistung zu analysieren und sich einen Fahrplan für die Restzeit zurechtzulegen. Soweit durfte er durchaus zufrieden sein. Offensiv musste noch etwas Mut her. Beide Mannschaften kehrten ohne personaltechnische Veränderungen auf den Rasen zurück. Hüben wie drüben vertraute man auf die Startelf. Auch diese Hälfte zeichnete sich schließlich dadurch aus, dass sich die Konkurrenten größtenteils neutralisierten. Vieles spielte sich im Mittelfeld ab, weniger in den Strafräumen. Wr. Neustadt entschied sich dann doch dafür, frische Kräfte zu bringen. Gleich darauf zogen die Heimischen nach. Diese Veränderungen brachten unterm Strich ebenfalls nicht den gewünschten Durchbruch im gegnerischen Sechzehner. So pfiff der Referee den Vergleich tatsächlich mit einer torlosen Punkteteilung ab. Etwas später kamen negative News vom schärfsten Gegner im Rennen um den Klassenverbleib. Die Kilber gewannen ihre Partie und reisen nächste Woche mit einem Zähler Vorsprung nach Stockerau. Da steigt dann der große Showdown, der wohl darüber entscheidet, wer kommende Saison eine Etage tiefer antritt.
Patrick Jenisch (Sportlicher Leiter SV Stockerau):
„Die Anwesenden bekamen wohl nicht wirklich einen Leckerbissen präsentiert. Aber um das geht es ja auch nicht. Defensiv ließen wir kaum etwas zu. Das stimmt mich positiv. Die Stabilität hinten wird jedenfalls auch im kommenden Match benötigt. Gemeinsam mit unseren Fans möchten wir einen ganz wesentlichen Schritt in Richtung Erhalt der Ligazugehörigkeit setzen.“
Der Beste: Bernhard Pulker (Tormann SV Stockerau)