Spielberichte

SC Zwettl: Die Heimmacht wird ihrem Ruf sofort wieder gerecht!

Freitagabend empfing der SC Zwettl den UFC St. Peter/Au. Der Erstgenannte ist bekannt dafür, im eigenen Wohnzimmer eine Klasse stärker aufzutreten. In gewohnter Umgebung läuft die Angriffsmaschinerie typischerweise auf Hochtouren. Den Umstand belegt die Abschlusstabelle der vorigen Saison äußerst beeindruckend. Die Braustädter hatten sich zu Hause zehn Siege sowie zwei Unentschieden gekrallt. Sensationelle 37 Treffer waren in den 15 Partien gelungen. An diese Zahlen wollte die Mannschaft anknüpfen. Das glückte. Sie setzte sich ganz klar durch. Der Kontrahent musste die Stärke anerkennen.

Traumhälfte der Gastgeber

Etwas mehr als 490 Zuschauer bevölkerten die Waldviertler Sparkasse Arena. Die ortsansässigen Anhänger fanden sich auf der Tribüne ein und hofften, das mittlerweile gewohnte Auftreten ihres Teams zu Gesicht zu bekommen. Der Wunsch ging in Erfüllung. Die Burschen von Trainer Philipp Riederer wurden mit dem Anpfiff, könnte man fast schon sagen, von der Leine gelassen und überrollten den überforderten Gegner. Den Startschuss machte Leonhard Weiß mit einem Abstaubertor. Zunächst verarbeitete die Auswärtstruppe den Rückstand recht gut. Allerdings nur sehr kurzzeitig. Striker Marek Szotkowski stellte seinen Hunger unter Beweis. In seiner typischen Manier zündete er den Turbo und erhöhte. Schließlich legte Gregor Schmidt vor der Pause noch ein weiteres Goal nach. Er verwertete einen Elfmeter. Damit stand mit dem Pausenpfiff der Gewinner im Prinzip bereits fest.

St. Peter betreibt Ergebniskorrektur

Der UFC schlich in die Kabine. Mit so einer Hälfte in die Meisterschaft zu starten, dass lässt sich als Katastrophe bezeichnen. Es kam gelegen, dass nun die Halbzeit wartete. Man kann davon ausgehen, dass Coach Anton Saric die Probleme beinhart ansprach. Seine Jungs kehrten mit dem Vorhaben auf den Rasen zurück, nun zumindest eine bessere Rolle abzugeben. Tatsächlich hielten sie jetzt konsequenter dagegen. Ein Teil der Wahrheit liegt aber wohl auch darin, dass der Hausherr vielleicht einen Gang zurückschaltete oder zumindest nicht weiter mit der letzten Konsequenz agierte. Nicht optimal, beim klaren Vorsprung jedoch durchaus erklärbar. Die Gäste probierten. Final wurden ihre Bemühungen sogar belohnt. In der 78. Minute kamen sie ebenfalls in den Genuss eines Strafstoßes. Routinier Josip Martinovic richtete sich die Wuchtel her. Wie es sich für so einen erfahrenen Mann gehört, verwertete er humorlos. Die Heimischen ließen sich davon nicht irritieren. Im Anschluss spielten sie den Triumph trotzdem relativ trocken heim. Ein weiteres Goal zu ihren Gunsten verhinderte die Latte. Man sieht schon, auch in der Saison wird es in Zwettl sehr schwer werden, Punkte zu entführen.

Stimme zum Spiel

Martin Grünstäudl (Obmann SC Zwettl):

„Super! Man weiß in der Auftaktrunde nie, wo man steht. Im zweiten Durchgang verwalteten wir etwas. Wobei, auch da fanden die Burschen durchaus aussichtsreiche Möglichkeiten vor. In Summe spielten sie den Erfolg recht trocken heim. Ganz besonders freut mich, dass Leonhard Weiß bei seinem Comeback so überzeugte.“

Der Beste: Leonhard Weiß (Mittelfeld SC Zwettl)