Freitagabend traf der SC Raika TTI Group Wieselburg auf den SV Langenrohr. Der Erstgenannte war vergangene Woche vor den eigenen Fans zu einem Triumph über die SKU Amstetten Amateure gekommen. Nun freute er sich also gleich auf das nächste Match zu Hause. Die Mannschaft wollte unbedingt nachlegen, um ordentlich nach oben zu klettern. Der Kontrahent andererseits hatte in der letzten Runde die Zwettler empfangen, dabei aber nur 0:0 gespielt. Dieses Mal reichte es selbst für einen Punkt nicht. Die Gastgeber lieferten eine fokussierte Leistung ab und setzten sich ohne Gegentreffer durch.

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Rund 250 Besucher wohnten der Partie bei. Die ortsansässigen Fans fanden sich voller Optimismus ein. Sieben von neun möglichen Punkten wies die Bilanz bei ihren Burschen zu Hause aus. Diese Ausbeute ließ die Erwartungen natürlich entsprechend ansteigen. Von Beginn weg präsentierten sich die Braustädter äußerst ambitioniert. Bereits in der unmittelbaren Auftaktphase tauchte Marcel Doppler in einer aussichtsreichen Position auf. Die Genauigkeit fehlte noch, die Wuchtel strich über die Latte. Besser machte er es, als die Matchuhr knapp eine halbe Stunde anzeigte. Ein Corner landete beim gierigen Stürmer. Ohne viel Zögern köpfte er mit seinem Haupt ein. Die Anhänger auf der Tribüne sprangen jubelnd auf. Sie freuten sich ausgiebig über das neue Zwischenergebnis. Die Jungs von Rainer Hudler verabsäumten es in weiterer Folge, sofort zu erhöhen. Sie mochten natürlich auch nicht zu viel Risiko nehmen. Mit dem knappen Vorsprung verabschiedete sich das Team in die Pause.
Die beiden Clubs kehrten unverändert auf den Rasen zurück. Sie vertrauten weiterhin jeweils ihrer Startelf. Die Langenrohrer sahen sich noch lange nicht geschlagen. Die Abwehr präsentierte sich soweit relativ sicher. Das einzige Gegentor war ja aus einem Standard resultiert. Ärgerlich! Gleichzeitig sicher kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Das knappe Resultat ließ noch alles möglich erscheinen. Der SV erhöhte das Risiko. So brachte er im Laufe der Hälfte etwa Niklas Hollerer. Er sollte für Durchschlagskraft sorgen. Die Hausherren warfen ebenfalls frische Kräfte rein. Sie warteten genüsslich darauf, dass die angereiste Mannschaft zu stark aufrückt und so Räume preisgibt. In solchen Momenten zahlen sich vor Energie strotzende Akteure dann ja ganz besonders aus. In Wahrheit ergaben sich jedoch hüben wie drüben nicht so wirklich viele Hochkaräter. Unterm Strich jedenfalls wollte die Wuchtel nicht noch einmal ins Gehäuse. Wieselburg gewann aufgrund des einen Goals und ist zumindest vorläufig in direkter Schlagdistanz zur Tabellenspitze.
Rainer Hudler (Trainer SC Wieselburg):
„Diesel Mal gefiel mir die Leistung vor der Pause besser. Vor einer Woche war es andersrum gewesen. Langfristig lautet natürlich das Ziel, dass wir unsere Leistung 90 Minuten auf den Rasen bringen. Aber der Fußball ist kein Wunschkonzert. Mit dem Doppelsieg in den beiden vergangenen Runden machten wir jetzt schön Boden gut. Speziell zu Hause dürfen wir sehr zufrieden sein. Nun gilt es, auch auswärts noch eine Schippe draufzulegen.“
Der Beste: Marcel Doppler (Angriff SC Wieselburg)