Samstagnachmittag traf der ASK Bau Pöchhacker Ybbs auf SCU-GLD Kilb. Die Fans durften sich auf ein aufregendes Kräftemessen mit einem regionalen Rivalen freuen. Der Hausherr hatte die beiden jüngsten Partien für sich entschieden, in der vergangenen Woche zum Beispiel ganz klar bei St. Peter/Au gewonnen. Das Auswärtsteam andererseits wartete bereits seit vier Runden auf einen Sieg. Trotzdem mussten die Heimischen auf der Hut sein, bekanntermaßen ist ja in derartigen Nachbarschaftsduellen alles möglich. Im Match selbst überzeugte der Gastgeber schließlich mit einer bärenstarken Defensive. Final lautete das Resultat 2:0. Ligaportal unterhielt sich mit einem gutgelaunten Sektionsleiter Bernhard Pils.

Foto von //unsplash.com/de/@chaossoccergear?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&;utm_content=creditCopyText">Chaos Soccer Gear auf Unsplash
Welches Fazit zieht man von dem Vergleich?
Bernhard Pils: „Meiner Meinung nach gaben wir von Beginn weg den Ton. Der Kontrahent ist mehr über die Physis bzw. Intensität gekommen. Sie wollten uns natürlich die Schneid abkaufen. Wir setzten auf spielerische Lösungen. Aber nahmen wir auch den Kampf an und stellten ebenfalls den Körper hinein. Sonst bleibst du ja bei solchen Vorzeichen auf der Strecke. Wichtig ist dann immer, dass rasch der Dosenöffner glückt. Nach rund 20 Minuten wurde Özkan Dinc in die Gasse geschickt. Er lief auf den Keeper zu, blieb cool und verwertete. Ganz wichtig! Runde eine halbe Stunde stand auf der Uhr, als er sogar nachlegte. Ein hohes Zuspiel übernahm der Stürmer direkt. Zur Freude der rund 560 Zuschauer schlug der Ball unter der Latte ein. Damit bogen wir endgültig auf die Gewinnerstraße ab. In weiterer Folge machten das die Burschen recht geschickt. Sie arbeiteten hinten äußerst fokussiert. Selbst vergaben wir weitere Chancen. Unterm Strich verteidigten wir die blütenweiße Weste in der Wüsterstrom Arena. Die Erfolgsquote in den bisherigen Partien vor dem eigenen Anhang beträgt 100 Prozent, das Torverhältnis 7:0. Mit solchen Zahlen muss ich sehr zufrieden sein.“
Wer avancierte zum „Akteur des Matches“?
Bernhard Pils: „Ich möchte natürlich den Doppelschützen nennen. Das verdient er sich absolut. Er trug logischerweise ganz wesentlich zu dem Ergebnis bei. Der Türke glänzte nicht nur bei den Goals, sondern beschäftigte laufend die Verteidigung. Damit schafft er auch Räume für die Nebenleute. Der Angreifer kam erst im Sommer von Purgstall. Bereits dort hatte er seinen Riecher bewiesen. Nun gelingt ihm erfreulicherweise der Beweis, dass er auf dem höheren Niveau ebenfalls funktioniert. Seit Anfang September netzte er in jeder Partie. Die Statistiken weisen bereits vier Treffer aus. Das Selbstvertrauen steigt. Generell funktioniert sein Zusammenwirken mit Tomas Malec ausgezeichnet. Wir können also echt froh sein, dass seine Verpflichtung so aufging. Ich bin überzeugt, dass wir mit ihm noch viel Freude haben.“
Wie lautet der weitere Fahrplan?
Bernhard Pils: „Heute kosten wir mal intensiv den Derbytriumph aus. Insgesamt dürfen wir richtig zufrieden mit dem Saisonauftakt sein. Wir rangieren gemeinsam mit Wr. Neustadt an der Tabellenspitze. 16 Punkte nach sieben Runden, das klingt schon gut. In den drei jüngsten Partien fuhren wir ebenso viele Siege ein. Den Schwung müssen wir mitnehmen. Nächste Woche reisen wir zu den Zwettlern. Diese zählen zu den Teams der Stunde. In der Waldviertler Sparkasse Arena sind sie ja sowieso als Macht bekannt. Aktuell überzeugen sie besonders mit ihrer Abwehr. Das wird also ein richtig harter Brocken. Da sind kreative Lösungen in der Vorwärtsbewegung gefragt. Ab Dienstag beginnen wir mit der intensiven Vorbereitung. Morgen bekamen die Jungs nämlich zur Belohnung frei. Ich denke, die Fußballfans können sich auf eine hochklassige Partie freuen. Klarerweise hoffe ich, dass wir uns durchsetzen.“