Samstagabend empfing die SG Hohenau/Hausbrunn den SC Zwettl. Der Erstgenannte hatte sich vorige Woche in Kilb durchgesetzt. Die Gäste andererseits waren in der letzten Partie vor den eigenen Fans nicht über ein Remis im Duell mit Ardagger hinausgekommen. Damit standen sie in der Waldviertler Sparkasse Arena bei zehn Zählern aus vier Partien da. Mit so einer Bilanz konnte die Mannschaft in fremden Stadien nicht mithalten. Auswärts wies die Statistik soweit nur ein mickriges Pünktchen auf. Das sollte sich nun unbedingt ändern. Das Vorhaben glückte. Aufgrund einer konzentrierten Performance behielten die Braustädter die Oberhand.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Rund 350 Zuschauer verspürten Bock auf das Kräftemessen. Mit den beiden jüngsten Siegen im Rücken nahmen die lokalen Fans optimistisch Platz. Dem Support gefällt natürlich, dass die Burschen des Aufsteigers selbstbewusst auftreten und sich nicht verstecken. Das erwarteten die Anhänger auch nun. Der Hausherr betrat mit der Mentalität, sofort das Kommando zu übernehmen, den Rasen. Einen Strich durch die Rechnung machte ihm das angereiste Team. Dieses blieb bereits seit sagenhaften 360 Minuten ohne Gegentor. Daran knüpfte es nun mit dem Anpfiff an. Die Abwehr agierte erneut wie ein Bollwerk. Immer wieder verhinderte sie gemeinsam den Rückstand. Offensiv vertraute die Truppe von Trainer Philipp Riederer auf Nadelstiche. Ein ganz essenzielles Instrument sind ja in engen Vergleichen heutzutage die Standards. Und tatsächlich durfte der Coach die Führung nach einer Ecke bejubeln. In einer unübersichtlichen Aktion landete das Runde im Eckigen. Der Keeper sah nur mehr hinterher. Gleich darauf pfiff der Referee die Halbzeit ab.
Die Gästemannschaft durfte soweit richtig zufrieden sein. Hinten stand die Null. Vorne passte die Effektivität. So nahm man den zweiten Durchgang mit einem Vorsprung in Angriff. Anders sah die Situation beim Kontrahenten aus. Bei den hohen Ansprüchen an sich selbst war das zu wenig. Trotzdem kehrten die Heimischen ohne personelle Veränderungen zurück. Die Startelf bekam die Möglichkeit, die schwache Performance vergessen zu machen. Im Prinzip jedoch gestaltete sich ein ähnliches Bild wie vor dem Seitenwechsel. Der finale Pass bei der SG Hohenau/Hausbrunn wollte einfach nicht gelingen. Mitte der Hälfte nahm sie einen Doppeltausch vor. Unter anderem zog sich Tobias Culen das Trikot über. Der Striker weiß generell, wo sich der Kasten befindet. Die Braustädter zeigten sich auch von dem Move nicht beeindruckt. Sie hatten ihre Hausaufgaben erledigt und wussten so haargenau, wie sie den Angreifer abmontieren können. Der in Front liegende Verein rührte weiter Beton an. Das Bollwerk war einfach nicht zu überwinden. Selbst fehlte bei den Umschaltmöglichkeiten zwar ebenfalls die letzte Konsequenz, es spielte jedoch keine Rolle. Das eine Tor reichte am Ende, um den Triumph einzutüten. Wenn die Zwettler jetzt echt auswärts auch kräftig zu punkten beginnen, dann wird es interessant. Mal sehen, wohin der Weg noch führt. Aktuell sind sie jedenfalls in absoluter Schlagdistanz zur Tabellenspitze.
Martin Grünstäudl (Obmann SC Zwettl):
„Es ist schon toll, welche Sicherheit da mittlerweile in unserer Abwehr Einzug fand. Die personelle Situation erlaubt, so gut wie immer auf die gleichen Leute zu setzen. Das bringt Stabilität. Ich bin soweit echt sehr zufrieden mit der Punkteausbeute. Nächsten Woche empfangen wir die Ybbser. Diese lachen gemeinsam mit Wr. Neustadt von der Topposition im Klassement. Die Fans dürfen sich auf einen Leckerbissen freuen. Ich hoffe auf rund 500 Zuschauer. Das hätten sich die Burschen verdient.“
Die Besten: SC Zwettl im Kollektiv