Freitagabend empfing der UFC St. Peter/Au den ASK Ebreichsdorf. Der Erstgenannte hatte in der vergangenen Runde eindrucksvoll den typischen Effekt eines Trainerwechsels unter Beweis gestellt und im Nachzüglerduell die St. Pölten Amateure gebogen. Im Optimalfall wollte man daran natürlich unbedingt anknüpfen. Die Punktesituation machte das erforderlich. Blöd nur, dass jetzt der wohl stärkste Kontrahent wartete. Dieser war vor einer Woche zu einem glasklaren Erfolg über Retz gekommen. Er strebte den nächsten Triumph an, um ja ganz oben dranzubleiben. Das Vorhaben ließ sich nicht realisieren. Die Teams trennten sich mit einem Remis.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Rund 150 Zuschauer verfolgten den Hit live vor Ort. Die ortsansässigen Fans wussten ganz genau über die Schwere der Aufgabe Bescheid. Entsprechend nahmen sie sich vor, ihre Burschen lautstark zu unterstützen und so vielleicht doch irgendwie gemeinsam für die große Überraschung zu sorgen. Der sensationelle Rückhalt verlieh den Heimischen Flügel. Speziell ein Mann spielte sich in den Vordergrund. Striker David Zefi stellte die frühe Führung her. Rund eine Viertelstunde stand auf der Matchuhr, als er seine Farben aus relativ kurzer Distanz in Front schoss. Der Support auf der Tribüne hüpfte jubelnd auf. Der Lärmpegel stieg ordentlich an. Und er sollte nicht so schnell abflauen, den nur Momente später finalisierte der Angreifer seinen Doppelpack. Was ging da ab? Die Anwesenden rieben sich ungläubig die Augen. Die Gäste konnten das so nicht auf sich sitzen lassen. In der 37. Minute verkürzten sie immerhin mal. Maximilian Balzer brachte seine Truppe nach einem Eckball in die Partie zurück. Mit dem Resultat von 2:1 pfiff der Referee zur Pause.
Der UFC durfte soweit echt zufrieden sein. Er machte es dem Gegner als Underdog so richtig schwer. Man träumte tatsächlich von dem Sieg. Völlig zurecht, es fehlten ja nur mehr 45 offizielle Minuten. Gleichzeitig war den Verantwortlichen komplett bewusst, dass dafür nochmals so ein herausragender Durchgang hermusste. Motiviert kehrten die Hausherren auf den Rasen zurück. Das taten natürlich auch die Ebreichsdorfer. Diese brannten bis in die Zehenspitzen und nahmen sich vor, das Resultat komplett zu drehen. Das zeigten sich dann unmittelbar am Feld. In der Auftaktphase der neuen Hälfte egalisierte Jan Mülner den Rückstand. Somit begann jetzt wieder alles bei Null. Wie würde der Kontrahent reagieren? Diese spannende Frage stellte sich nun vordergründig. Er hatte einen komfortablen Vorsprung hergeschenkt. Andererseits konnte der Außenseiter ja noch immer mit zumindest einem Zähler spekulieren. Er warf alles rein und schaffte es, halbwegs Ordnung zu halten. Die Gäste gaben den Ton an. Sie erarbeiteten sich Chancen. Der finale Pass zum großen Glück gelang nun jedoch nicht. Immer wieder brachten die Heimischen entscheidend ein Bein dazwischen. Mit der gemeinsamen Kraftanstrengung verhinderten sie die drohende Niederlage und brachten den Punkt echt über die Ziellinie. Der spürbare Aufschwung bei St. Peter hält an.
Andreas Döcker (Sektionsleiter UFC St. Peter/Au):
„Ich sehe das Ergebnis unterm Strich jedenfalls positiv. Man darf nicht vergessen, dass wir die wohl stärkste Mannschaft herausforderten. Schon beeindruckend, über welche Qualitäten sie verfügt. Wir hielten mit unseren Mitteln dagegen. Zum Glück wird schön langsam auch die personelle Situation besser. Der Interimstrainer erledigte mit vier Zählern aus den beiden jüngsten Partien einen tollen Job. Ab Montag übernimmt der neue Coach, den wir in den nächsten Stunden verlautbaren.“
Der Beste: David Zefi (Sturm UFC St. Peter/Au)