Freitagabend traf der SV Langenrohr auf die SG Ardagger/Neustadtl. Der Erstgenannte hatte gleich zum Auftakt für ein ordentliches Ausrufezeichen gesorgt und Meisterschaftsmitfavorit Wr. Neustadt gebogen, danach aber nicht mehr gewonnen. Es wurde also höchste Zeit, einen Triumph nachzulegen. Zu so einem vollen Erfolg waren die Gäste vor einer Woche gekommen gewesen. Der Kantersieg über Wieselburg ließ sie mit einer extremst aufgepumpten Brust in das Duell gehen. Das zeigte sich dann auch am Rasen. Trotz eines frühen Rückstands behielt die Auswärtsmannschaft final klar die Oberhand.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Rund 180 Zuschauer fanden sich am Sportplatz ein. Es stand der zweite Teil des Heimmatchdoppels an. Für die vorige Partie wiesen die Statistiken nur ein doch etwas enttäuschendes Remis gegen die Amstetten Amateure aus. Dieses Mal sollte echt mal wieder ein Sieg rausschauen. Entsprechend groß gestaltete sich die Motivation bei den Fans, die Burschen nach vorne zu treiben. Diese Energie übertrug sich scheinbar direkt auf die Jungs. Bereits in der elften Minute brachte Jonas Fürst seine Farben per Abpraller in Front. Die Fans auf der Tribüne sprangen euphorisiert auf. Top, dachten sie sich. Ziemlich schnell jedoch erstarrten die breit grinsenden Gesichter gleich wieder. Das angereiste Team antwortete direkt mit dem Ausgleich. Den besorgte Martin Grubhufer. Eine Viertelstunde später drehte Fabian Palzer das Ergebnis mit einem Versuch von der Strafraumgrenze sogar komplett. Jetzt bekam die Truppe von Trainer Michael Unterberger scheinbar gar nicht mehr genug. Florian Rusch legte aus spitzem Winkel ein weiteres Goal nach. Mit dem eindeutigen Vorsprung verabschiedeten er und seine Nebenleute sich in die Pause.
Der SV leckte seine Wunden in der Kabine. Einen positiven Spielverlauf so leichtfertig komplett aus der Hand zu geben, das darf nicht passieren. Aber gut, Jammerei half jetzt auch nichts. Die Hausherren analysierten in der Halbzeit die Fehler, legten sich einen Fahrplan zurecht und kehrten dann mit einer festgelegten Strategie auf den Rasen zurück. Die taktischen Vorgaben sollten dabei helfen, der Partie nochmals eine Wende zu geben. Gleichzeitig war klar, dass wohl nur ein schnelles Tor dazu führen könnte. Das wusste auch der Kontrahent. Dementsprechend agierte er zu Beginn der neuen Hälfte sehr bedacht. Er trug seine Angriffe sehr wohlüberlegt vor. Kontersituationen für die Heimischen wollte man unbedingt vermeiden. Das Vorhaben klappte unterm Strich wie gewünscht. Die frühe Vorentscheidung besorgte der Mann, der bereits den dritten Treffer des Auswärtsteams erzielt hatte. Er machte eine Viertelstunde vor dem Schluss den Deckel drauf. Hintenraus fing sich Florian Binder zwar noch Gelb-Rot ein, den Triumph von der SG Ardagger/Neustadtl gefährdete der Umstand jedoch klarerweise nicht mehr. Sie brachte den Sieg sicher über die Ziellinie und trat sehr zufrieden die Rückreise an. Bei neun Toren in den beiden jüngsten Partien fällt das natürlich äußerst leicht.
Dieter Dirnberger (Sportliche Leitung SG Ardagger/Neustadtl):
„Ich bin zufrieden. Die Burschen sind jetzt seit der vierten Runde ungeschlagen. Selbst nach einem Punkt in den ersten drei Partien blieben wir ruhig. Wir vertrauten auf unsere Stärken. Das machte sich bezahlt. Die Richtung stimmt absolut. Nächste Woche empfangen wir die Amstetten Amateure zum Derby. Ich erwarte viele Zuschauer.“
Die Besten: Ferdinand Unterbuchschachner (Mittelfeld SG Ardagger/Neustadtl), Florian Rusch (Sturm SG Ardagger/Neustadtl)