Freitagabend empfingen die SKU Amstetten Amateure die Admira Wacker Amateure. Der Erstgenannte ging als Vorletzter in das Kräftemessen. In der vergangenen Runde hatte er von Langenrohr immerhin ein Remis entführt und so den Aufschwung halbwegs am Leben gehalten. Die Gäste andererseits waren vorige Woche in Korneuburg siegreich geblieben. Daran wollten sie unbedingt anknüpfen, um das Punktekonto auf zehn Körner zu erhöhen. Trotz eines frühen Rückstands ließ sich das Vorhaben schließlich realisieren. Das angereiste Team drehte das Zwischenergebnis und setzte sich verdient durch.

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Rund 130 Zuschauer suchten das Ertl Glas-Stadion auf. Mit vier Zählern aus den beiden jüngsten Partien nahmen die Hausherren das Kräftemessen selbstbewusst in Angriff. Sie starteten gut hinein und tatsächlich belohnten sie sich wahnsinnig schnell für ihre Bemühungen. Bereits in der neunten Minute brachte Jonas Karl Ablinger per Kopf seine Farben in Front. So einen Auftakt wünscht man sich! Alles schien angerichtet für ein Match ganz im Sinne der ortsansässigen Fans. Die Auswärtsmannschaft wusste, dass jetzt ordentlich Widerstand hermusste, um ja nicht überrumpelt zu werden. Sie hielt kräftig dagegen und schrieb in der 21. Minute sogar ihrerseits an. Sebastian Orgler egalisierte im Fallen den Rückstand. Alles begann wieder bei Null. Knapp vor der Pause schlug das Pendel komplett in Richtung der Südstädter aus. Aufgrund einer Roten für Bernhard Scherz verfügten sie für die Restzeit über einen numerischen Vorteil. Gleich darauf pfiff der Referee die Hälfte ab.
Die SKU Amateure ärgerten sich in der Kabine, so leicht eine Führung hergeschenkt zu haben. Gleichzeitig steckten sie den Kopf natürlich noch nicht in den Sand. Es stand ja noch Unentschieden. Und ein Ausschluss muss nicht unbedingt bedeuten, dass man den Rasen als Verlierer verlässt. Den Umstand hat der Fußball schon immer wieder bewiesen. Gleichzeitig war für die Amstettener klar, dass sie jetzt defensiver agieren und auf Kontersituationen lauern. Im Vordergrund stand, jedenfalls einen weiteren Gegentreffer zu verhindern. Soweit zumindest in der Theorie, in der Praxis erhöhte das Auswärtsteam sofort in der Auftaktphase des neuen Durchgangs. Daniel Glitia schrieb an. Etwas mehr als eine Viertelstunde vor dem Schluss netzte der Schütze des Ausgleichs noch einmal. Damit machte er den Deckel drauf. Das ist jedem Anwesenden in dem Moment klar gewesen. In der 80. Minute nahmen die Heimischen zwar einen Dreifachtausch vor, um vielleicht doch noch irgendwie das notwendige Wunder herbeizuführen, aber natürlich blieb die erneute Wende aus. Die Jungadmiraner spielten den vollen Erfolg trocken runter, schufen Abstand zum Tabellenkeller und freuen sich bereits kräftig auf das nächstwöchige Duell mit Wr. Neustadt.
Josef Erich (Co-Trainer Admira Wacker Amateure):
„Man weiß, dass es nicht immer so einfach ist, eine Überzahl zu nutzen. In der Pause vermittelten wir den Burschen, jedenfalls aktiv zu sein und die Treffer quasi zu erzwingen. Wir wollten den unbedingten Willen sehen. Genau das zeigten sie uns. Der Sieg geht daher absolut in Ordnung.“
Der Beste: Sebastian Orgler (Sturm Admira Wacker Amateure)