nur eine kurze Verschnaufpause und startet am morgigen Dienstag mit sieben Spielen in eine englische Woche, die mit brisanten Duellen gespickt ist. So kommt es zum absoluten Gipfeltreffen zwischen ASK Kottingbrunn und dem 1. SC Sollenau, weiters bittet etwa SKU Amstetten die SKNV St. Pölten Amateure zum richtungsweisenden Direktvergleich. Abgeschlossen wird die zweite Runde am Mittwoch mit dem Spiel Herzogenburg gegen Leobendorf, wo zwei Siegerteams vom ersten Spieltag die Klingen kreuzen. noeliga.at gibt einen ausführlichen Überblick der 2. Runde:
SKU Amstetten - SKNV St. Pölten Amateure (Dienstag, 19:30 Uhr):
Im Spitzenspiel der 2. Runde der 1 NÖ Landesliga kommt es
zum Aufeinandertreffen der beiden von vielen Experten hoch eingeschätzten Teams
aus Amstetten und St. Pölten. Während die Panholzer-Elf im ersten Spiel phasenweise
zu überzeugen wusste, blieben die jungen Wölfe aus St. Pölten noch einiges
schuldig. Um einen Fehlstart in die Meisterschaft zu vermeiden, sollte der SKNV
einen, wenn nicht drei Punkte aus dem Mostviertel entführen. Dass dies keine
leichte Aufgabe wird, ist den Verantwortlichen der St. Pöltnern wahrscheinlich
klar, jedoch dürfte die Rückkehr von Stephan Zwierschitz, Michael Schütz, Klaus
Wegschaider und Andreas Sulz die Wölfe positiv stimmen und vor allem der
Offensive des SKNV zu mehr Durchschlagskraft verhelfen. Alles in allem erwartet
die Zuseher im Ertl Glas Stadion eine spannende Partie, deren Sieger seine
Titelambitionen unterstreichen kann.
ASC Götzendorf - SV Haitzendorf (Dienstag, 19:30 Uhr):
Letzte Saison setzte es für den ASC Götzendorf in den direkten Duellen mit Haitzendorf jeweils empfindliche Niederlagen, nach einem 0:4 in der Hinrunde gelang den Götzendorfern auch zuhause bei der 0:1-Niederlage kein Tor. In Acht nehmen wird sich die Kummer-Elf vor Alexander Labner, der in beiden Spielen traf. Der SV Haitzendorf seinerseits hat nur drei Nächte Zeit, um über den bitteren Ausgleich in allerletzter Sekunde aus der ersten Runde zu schlafen. Ein möglicher Erfolg beim "Lieblingsgegner" hängt somit eng damit zusammen, wie schnell dieses Negativergebnis aus den Köpfen der Haitzendorfer Spieler gestrichen werden kann.
FC Mistelbach - SC Retz (Dienstag, 19:30 Uhr):
Nach der knappen Auswärtsniederlage steht der FC Mistelbach vor der schwierigen Aufgabe, gegen den SC Retz einen Fehlstart in die neue Spielzeit zu vermeiden. Letzte Saison setzte es eine herbe 0:3-Klatsche vor heimischer Kulisse und diese Scharte gilt es für das Team von Peter Lackner auszuwetzen. Der Auftakt des SC Retz gestaltete sich mit einem Heimremis gegen Stockerau ebenfalls suboptimal, in diesem Spiel wird wohl schon leichter Druck des anvisierten Dreiers auf den Schultern von Robert Pacinda und Co. lasten. Hoffnungen werden die Retzer auch in Milan Krempasky setzen, der bei seinem letzten Besuch in Mistelbach zweimal traf.
SV Stockerau - ASK Bad Vöslau (Dienstag, 19:30 Uhr):
Einen nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt holten die Stockerauer zum Saisonauftakt in Retz. Bernhard Kremser markierte nach einem Gestocher den umjubelten Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit. Mit diesem gelungenen Auftakt im Rücken kann der SV Stockerau bei der Heimpremiere in der Alten AU erhobenen Hauptes gegen den Aufsteiger auf das Feld laufen. ASK Bad Vöslau war aufgrund der Cup-Verpflichtungen von Kottingbrunn am ersten Spieltag zum Zusehen verdammt und feiert morgen in Stockerau sein Debüt in der höchsten niederösterreichischen Amateurliga. Nach diesem Spiel wird den Kurstädtern eine erste Orientierungshilfe zur Verfügung stehen.
ASV Schrems - SCU Ardagger (Dienstag, 20:00 Uhr):
Blickt man auf die Tabelle der vorigen Saison und die beiden
Spiele, ist Schrems kein gutes Pflaster für den SCU. Insgesamt konnte dem ASV
Schrems nur ein Punkt abgerungen werden. Doch der Saisonstart der beiden Farben
könnte unterschiedlicher nicht sein. Der SCU Ardagger siegte durchaus verdient
gegen den FC Mistelbach durch Goldtorschütze Istvan Ladoczki und muss sich nun
erstmal in der Fremde beweisen. Der ASV Schrems hingegen konnte mit viel Glück
und gutem Willen des Schiedsrichters nur einen Punkt aus Haizendorf entführen
und will man auch heuer wieder in den oberen Tabellenregionen zu finden sein,
sollten die Schremser ihr wahres Gesicht nun vor heimischem Publikum
offenbaren. Der Druck liegt ganz klar auf Seiten der Schremser, die Elf aus
Ardagger kann wie so oft nur überraschen. Keine normales Spiel wird diese
Partie für Graf Christoph, stand er doch letzte Saison zwischen den Pfosten des
ASV Schrems und wird am Dienstag versuchen seine weiße Weste gegen seinen Ex-Klub zu behalten.
ASK Kottingbrunn - 1. SC Sollenau (Dienstag, 20:00 Uhr):
Für den ASK Kottingbrunn beginnt die Meisterschaft gleich
gegen die mit Erfolg in die neue Meisterschaft gestartet Elf aus Sollenau.
Alles deutet auf eine spannende Partie der beiden zum erweiterten Titelkreis
zählende Teams hin, schlossen doch beide Mannschaften die vergangene 1. Landesliga
Saison punktegleich als Tabellennachbarn ab. In der ersten Runde der noch
jungen Meisterschaft fertigte Sollenau Langenrohr mit 4:1 ab, während sich
Kottingbrunn im Cup mit einem 2:0 Sieg gegen den SV Hall warm schoss. Diese
Partie wird für beide Mannschaften eine gute Standortbestimmung und zeigen, ob
und welches der beiden Teams sich Hoffnungen auf den Platz an der Sonne machen
darf.
SV Langenrohr - ASV Vösendorf (Dienstag, 20:00 Uhr):
In dieser Begegnung treffen zwei Verliererteams aufeinander, die beide mit Großkalibern in der ersten Runde zu kämpfen hatten und nun den Weg in die Erfolgsspur finden wollen. Der SV Langenrohr ging in Sollenau zwar in Führung, am Ende musste man aber noch vier Gegentreffer hinnehmen und die Rote Laterne mit nach Hause nehmen. Um einen Fehlstart zu vermeiden, sind Tore und Punkte für das Team von Manfred Wachter Pflicht. Letzte Saison holte Vösendorf mit einem 2:1-Sieg in Langenrohr drei Punkte, zum Saisonauftakt boten die Vösendorfer zudem trotz Niederlage eine ansprechende Leistung. Die Basis für 90 spannende Minuten ist demnach gegeben.
SC Herzogenburg - SV Leobendorf (Mittwoch, 18:00 Uhr):
Auch hier konnte man auf Grund der Tabellensituation der
abgelaufenen Spielzeit auf einen klaren Favoriten schließen, doch sieht man
sich die Begegnungen in der Spielzeit 08/09 beider Teams genauer an, sieht man
das der SV Herzogenburg den favorisierten Leobendorfern immer Parole bieten
konnte. Zwei magere Pünktchen konnten die Mannen von Trainer Stanislav Schwarz
dem SC Herzogenburg insgesamt abringen. Dazu kommt, dass der SV Herzogenburg mit einer faustdicken
Überraschung in die Saison 09/10 startete, nämlich einem 2:0 Auswärtserfolg
gegen den SKNV St. Pölten. Diesen Achtungserfolg gilt es nun vor heimischem
Publikum zu bestätigen. Der SV Leobendorf startet ebenfalls erfolgreich in die neue
Spielzeit, der 2:0 Erfolg gegen den ASC Götzendorf behält doch einen schalen
Beigeschmack. Kapitän Tackner Andreas nahm sich mit einer Roten Karte in der
93. Minute selbst aus dem Spiel und wird nun das Spiel gegen Herzogenburg von
der Tribüne aus betrachten dürfen. Alles deutet auf eine spannende Partie hin,
in der sich der SC Herzogenburg anschickt, den nächsten Favoriten zu stürzen.