In der 2. Klasse Marchfeld zieht Christoph Machal, Trainer des SV Großschweinbarth, eine ehrliche Zwischenbilanz zur ersten Saisonhälfte. Nach einer durchwachsenen Hinrunde mit Höhen und Tiefen liegt sein Team auf Rang drei, acht Punkte hinter Spitzenreiter SC Großengersdorf. Zuletzt zeigte die Formkurve jedoch klar nach oben: Auf eine Niederlage gegen SC Ollersdorf folgten ein Sieg gegen SCU Obersdorf/P., ein 0:0 gegen SC Breitensee sowie zwei weitere Erfolge gegen ATSV Weikendorf und SV Ebenthal. Machal betont den Einsatzwillen seiner Mannschaft, eine gelungene Vorbereitung und eine klare Ausrichtung für die Rückrunde.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Machal sprach offen über den bisherigen Verlauf: „Wir haben uns mehr erwartet. Der Rückstand, acht Punkte auf Großengersdorf, ist sehr groß.“ In einigen Partien habe die Routine gefehlt, um enge Spiele über die Zeit zu bringen.
Gleichzeitig richtet der Coach den Blick nach vorne: „Es überwiegt auf jeden Fall der Wille, noch einmal alles zu versuchen.“ Damit sendet er ein klares Signal an Mannschaft und Umfeld, die sich in der Rückrunde erneut in den Titelkampf einschalten wollen.
In der Winterpause hat Großschweinbarth personell gezielt nachgebessert. „Wir haben zwei Neuzugänge. Abgänge haben wir keine“, berichtet Machal. Ergänzt wurde mit Bedacht: Ein junger, defensiv orientierter Spieler soll für zusätzliche Stabilität sorgen, ein routinierter Offensivmann für Belebung im letzten Drittel.
Besonders zufrieden zeigt sich der Coach mit der aktuellen Verfassung des Kaders: „Wir haben aktuell keine Verletzten, keine angeschlagenen Spieler. Wir haben zwei Rückkehrer, die uns sicher weiterhelfen werden.“ Eine gesunde und motivierte Truppe sieht Machal als Schlüssel für eine starke Rückrunde.
Abseits des Platzes gab es laut Machal keine strukturellen Veränderungen – der Fokus liegt voll auf der sportlichen Weiterentwicklung. Einzelne Spieler will er nicht hervorheben, stattdessen unterstreicht er die Bedeutung des Miteinanders: „In vielen Matches haben wir ein gutes Kollektiv gezeigt.“
Anerkennung zollt Machal Tabellenführer Großengersdorf, das er als konstant und souverän beschreibt: „Die haben, glaube ich, zehn Siege hintereinander geholt. Sehr souverän.“ Für die Rückrunde lautet das Ziel, den Abstand zu verkleinern und den positiven Trend zu bestätigen. Mit einer starken Vorbereitung, stabiler Mannschaftsstruktur und der nötigen Geschlossenheit will Großschweinbarth erneut angreifen. „Ich hoffe, dass das so weitergeht und dass wir positiv in die Saison starten können“, sagt Machal – der Optimismus einer Mannschaft, die noch etwas vorhat.