Spielberichte

Roman Fankhauser (SG Ulrichskirchen): „Gestärkt aus der Vorbereitung – wir greifen die Spitze an“

SG Ulrichskirchen

In der 2. Klasse Marchfeld hat sich Roman Fankhauser mit seiner SG Ulrichskirchen zur Saisonhalbzeit eine starke Ausgangsposition erarbeitet: Rang zwei mit 34 Punkten aus 14 Spielen, dazu vier Siege in Serie vor der Winterpause – gegen Gänserndorf-Süd, Obersiebenbrunn, ASKÖ Strasshof SV und SV Gänserndorf. Zuvor setzte es lediglich auswärts beim SC Matzen einen Dämpfer. Im Gespräch blickt der Coach auf eine intensive Hinrunde zurück, spricht über neue Gesichter im Team, Rückkehrer und den Aufschwung der Mannschaft. Sein Fokus liegt klar auf dem Weg zurück in Richtung Tabellenspitze – und auf der Weiterentwicklung des eigenen Spielablaufs.

Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

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Starke Moral und klare Fortschritte

„Kämpferische Leistungen in den vier Spielen, die ich gecoacht habe, waren super“, betont Fankhauser. Die Dynamik und Geschlossenheit der Mannschaft hätten besonders in der letzten Saisonphase überzeugt. Noch nicht perfekt sei der Spielfluss: „Im Spielablauf haben wir Verbesserungspotenzial, aber dort sind wir auf gutem Weg.“

Nach der Niederlage gegen den SC Matzen folgten vier Siege in Serie – Ausdruck eines stabilen Aufwärtstrends, der die SG Ulrichskirchen auf den zweiten Tabellenplatz brachte. Die Stimmung beschreibt Fankhauser als Mischung aus Zuversicht und kritischem Realismus: Auf die Balance zwischen Aufbruch und Eigenkritik angesprochen, sagt er knapp: „Beides.“

Kaderbewegungen und Neuzugänge

In der Winterpause hat sich im Kader einiges getan. Zu den Abgängen zählen Lorenz Knoll (Fortuna Untersiebenbrunn), Felix Schmölz (Kreuzstetten) und Enes Atak (FCB Donaustadt). „Sind schade, aber verkraftbare Abgänge“, ordnet Fankhauser ein. Zudem gab es einen weiteren Wechsel in Richtung Markgrafneusiedl.

Auf der Habenseite stehen Rückkehrer und frische Kräfte: unter anderem Raphael Thimler nach einer Karrierepause, ein Neuzugang aus Deutschland, eine Offensivkraft aus Hohenweiler (Vorarlberg) sowie weitere Spieler nach Pausen. Diese Mischung soll das Team breiter und variabler machen. Unterstützung erhält der Trainerstab zudem durch Co-Trainer Daniel Stöckl. Vereinsintern wurde die Obmann-Funktion neu besetzt, was laut Fankhauser auch organisatorisch neue Impulse gebracht hat.

Führungsspieler, Rückkehrer und Ausblick

Als zentrale Stützen nennt der Trainer Kapitän James Miller, der sich „extrem für die Mannschaft eingesetzt“ habe, Emanuel Libiseller, Marco Buichl und Jeton Tairi, die ebenfalls positiv hervorstachen. Bei den angeschlagenen Spielern zeichnet sich Entspannung ab: Oliver Farkas ist „zurück aus der Verletzungspause und hat die ersten Trainings absolviert“. Schwerer erwischt hat es Gzim Spahija, der laut Coach erst zum Rückrundenstart wieder einsteigen kann.

Für Fankhauser ist das Ziel klar: Die Vorbereitung soll den Feinschliff bringen, um ab dem Frühjahrsauftakt die Tabellenführung erneut ernsthaft anzugreifen. „Wir haben in den ersten Vorbereitungsspielen vieles ausprobiert“, erklärt er. „Die Resultate spiegeln noch nicht wider, was wir können. Ich bin zuversichtlich, dass wir gestärkt aus der Vorbereitung rauskommen und Richtung Meisterschaft zulegen.“ Respekt vor der Konkurrenz ist dabei selbstverständlich – Mannschaften wie der ASKÖ Strasshof SV hätten ihn „extrem beeindruckt“. Doch die SG Ulrichskirchen ist zurück auf Kurs: geschlossen, ehrgeizig und fokussiert auf den nächsten Schritt in Richtung Aufstieg.