Intensität, viele direkte Duelle und ein spätes Nervenflattern prägten dieses Kräftemessen in der 2. Klasse Marchfeld zwischen dem SC Obersiebenbrunn und dem Gastgeber SC Marchfelder Bank Ollersdorf. Im Fokus stand Trainer Daniel Glowacki, der die Vorstellung seines SC Marchfelder Bank Ollersdorf klar einordnete: viel Arbeit gegen den Ball, wenige klare Chancen aus dem Spiel heraus und enorme Bedeutung der Standards. Die Begegnung endete 2:2 – ein Resultat, das den Kräftevergleich treffend widerspiegelt und zeigt, wie eng die Schlussphase war, in der Kleinigkeiten den Ausschlag hätten geben können.

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Der Spielverlauf folgte einer sauberen Dramaturgie: In der 31. Minute brachte Georg Pratsch Ollersdorf durch einen Elfmeter mit 1:0 in Führung, kurz vor der Pause glich Patrick Klement in der 42. Minute zum 1:1 aus. Nach dem Seitenwechsel drehte Denis Dizdarevic in Minute 60 die Partie zum 1:2, ehe Juraj Tomasek in der 69. Minute das 2:2 besorgte. Sämtliche Treffer fielen nach ruhenden Bällen: das 1:0 per Elfmeter für Ollersdorf, das 1:1 nach einem Eckball für Obersiebenbrunn, das 1:2 erneut per Elfmeter für die Gäste und das 2:2 nach einem Freistoß aus dem Halbfeld für Ollersdorf. Aus dem laufenden Spiel blieben große Möglichkeiten Mangelware.
Zur Verteilung der Möglichkeiten sagte Daniel Glowacki: „In der ersten Halbzeit hatten wir eine große Chance durch Juraj Tomasek, der Tormann hat sehr gut gehalten. Insgesamt war es ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit hatte Obersiebenbrunn mehr vom Spiel – ein Freistoß an die Latte, ein Kopfball an die Latte. Aus dem Spiel heraus gab es auf beiden Seiten nicht viele klare Chancen.“ Die dramatischste Szene aus Ollersdorfer Sicht fiel ganz zum Schluss: „In der Schlussminute sind wir zu dritt gegen einen Verteidiger angelaufen, aber der entscheidende Ball kam nicht an – das hätte das 3:2 sein können.“
Bei aller Intensität lobte Glowacki die Spielleitung: „Der Schiedsrichter hat im Großen und Ganzen eine sehr souveräne, gute Partie geleitet.“ Inhaltlich nahm er sein Team in die Pflicht, die kompakten Phasen aus Halbzeit eins zu verstetigen: „Wir haben mannschaftlich geschlossen gearbeitet, einer kämpft für den anderen. Aber in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit haben wir uns zu weit hinten reindrängen lassen. Das dürfen wir so nicht mehr zulassen.“ Die Stellschrauben für die nächsten Wochen sind klar: diszipliniert stehen, Standards konsequent verteidigen und im Umschalten die großen Momente entschlossener ausspielen – dann dürfen solche engen Duelle auch wieder auf Ollersdorfer Seite kippen.