Selbstkritische Töne nach einem zähen Fußballnachmittag: Thomas Irsigler ordnete den Auswärtserfolg seines SV Gänserndorf bei SC Markgrafneusiedl in der 2. Klasse Marchfeld nüchtern ein. Er sprach von einem offenen Spiel mit wenigen klaren Möglichkeiten und schwierigen Platzverhältnissen nach dem Winter. "Es war mehr Kampf und Krampf." Strittige Momente sah er aus seiner Sicht kaum und hob die Ruhe des Schiedsrichters hervor. Trotz des 1:0 und der drei Punkte überwog beim Coach der Blick auf Defizite und der klare Auftrag, in den kommenden Wochen diszipliniert nachzuschärfen.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Irsigler zeichnete das Bild einer intensiven, aber chancenarmen Partie: "Nein, nicht wirklich. Also es waren nicht viele Torchancen. Es hat sich das meiste im Mittelfeld abgespielt und wenn Torchancen waren, ist von beiden Seiten eher kläglich vergeben worden, muss ich sagen." Die Bedingungen trugen ihren Teil dazu bei: "Ja, die Platzverhältnisse waren halt nicht die besten. Jetzt nach dem Winter auch verständlich. Natürlich war es da sehr schwer, gepflegte Spiele aufzubauen. Es war mehr Kampf und Krampf."
Bereits in der 11. Minute stellte Manuel Kogler auf 1:0 für Gänserndorf. Dennoch blieb der Weg mühsam, selbst nachdem Markgrafneusiedl ab der 36. Minute nach Gelb-Rot gegen Joseph Asiedu in Unterzahl agierte. Irsigler brachte es auf den Punkt: "Nein, ich muss ehrlich sagen, auch nach der gelb-roten Karte haben wir uns sehr schwergetan, auch gegen zehn Mann." Sein Fazit blieb trotz des Auswärtssieges deutlich: "Wir nehmen die drei Punkte gerne, aber die Leistung war nicht gut."
Viele ruhende Bälle prägten die Partie, ohne Wirkung: "Ja, es gab sehr viele auf beiden Seiten, Eckbälle wie Freistöße, zweistellig rein. Wie gesagt, aber es ist für beide Seiten jetzt nicht wirklich viel rausgesprungen. Nichts Gefährliches." Zum Umgang mit heiklen Momenten meinte er: "Ja, vom Gegner. Der Gegner hat das sicher anders gesehen. Für mich war da jetzt nichts strittig. Der Schiedsrichter hat in gewissen Situationen die Ruhe behalten, was sehr gut war für mich oder gut gepfiffen. Der Gegner wird es anders sehen, aber jetzt wirklich was Entscheidendes war für mich nicht dabei." Für die kommenden Wochen gab er die Marschroute vor: "Ja, wie gesagt, wir freuen uns natürlich über den Sieg, aber wir müssen weiter an uns arbeiten und uns auf jeden Fall in allen Bereichen steigern in den nächsten Wochen."