Spielberichte

Richard Petrik (Trainer SC Markgrafneusiedl): "Wichtiger Arbeitssieg gegen direkten Tabellennachbarn – drei Punkte, die der Moral richtig guttun!"

Markgrafneusiedl
ATSV Weikendorf

In der 23. Runde der 2. Klasse Marchfeld setzte sich der SC Markgrafneusiedl zu Hause mit 2:1 gegen den ATSV Weikendorf durch. Recep Dulda brachte die Hausherren früh in Front, Felix Götz glich aus, ehe ein Eigentor von Christoph Roswald kurz vor der Pause die Führung zurückbrachte. Nach der Halbzeit vergaben die Gastgeber einen Elfmeter und mussten bis zum Schluss alles geben.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Führung, schneller Ausgleich und ein Geschenk vor der Pause

Markgrafneusiedl erwischte den besseren Start und belohnte sich früh: In Minute 12 drückte Recep Dulda den Ball zur 1:0-Führung über die Linie. Weikendorf antwortete jedoch prompt, nach 18 Minuten stellte Felix Götz auf 1:1. Aus Sicht der Gastgeber war das vermeidbar. "Durch einen Tormannfehler haben wir das 1:1 bekommen", erklärte Richard Petrik, der in der ersten Hälfte insgesamt nur wenig zugelassen sah. Kurz vor dem Pausenpfiff kippte die Partie wieder in Richtung der Heimischen: Ein Eigentor von Christoph Roswald in der 44. Minute bedeutete das 2:1. "Wir haben stark begonnen, in der ersten Halbzeit gut gespielt", sagte Petrik, "und haben das Spiel über weite Strecken gut kontrolliert."

Vergebener Elfer und lange Zitterpartie nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel bot sich Markgrafneusiedl die große Chance, den Deckel früh draufzumachen. Die Heimelf bekam einen Elfmeter, doch der Strafstoß ging nicht rein. "Wir hätten das Spiel früher zumachen können, wir hatten in der zweiten Halbzeit einen Elfmeter und haben ihn verschossen", ärgerte sich Petrik. Statt eines beruhigenden Zwei-Tore-Polsters blieb es eng. Weikendorf steckte nicht auf, schob die Linien nach und holte sich in der Schlussphase mehr Spielanteile. "Die letzten 20, 25 Minuten war es eine definitive Schlacht, wo Weikendorf mehr vom Spiel hatte", so der Coach. Seine Mannschaft verteidigte mit viel Laufarbeit, ließ in dieser heiklen Phase dennoch nicht entscheidend viel zu – und rettete den knappen Vorsprung über die Zeit.

Petrik lobt Einsatz, fordert mehr Kaltschnäuzigkeit

In seiner Analyse hob Richard Petrik vor allem den Charakter seiner Truppe hervor. "Nach den letzten zwei Wochen haben wir wieder gezeigt, was wir können. Wir haben mehr Einsatz gebracht und ein knappes Spiel über die Runden gebracht. Der 2:1-Sieg und die drei Punkte waren das Wichtigste." Gleichzeitig benannte er klar die Baustelle: die Chancenverwertung. "In der Offensive müssen wir nachlegen. Es zieht sich über Wochen, dass wir vorne zu wenige Tore machen. Wir müssen Spiele früher zumachen – heute mit dem Elfmeter das 3:1, dann ist es entspannter." Auch zum Gegner fand er faire Worte: "Weikendorf ist absolut keine schlechte Mannschaft." Ein Sonderlob verteilte er an das Schiriteam: "Der Schiedsrichter hatte das Spiel gut im Griff – der beste, seit ich Trainer bin. Klare Linie, keine strittigen Szenen." Im Duell zweier Tabellennachbarn (Markgrafneusiedl aktuell Zwölfter, Weikendorf Dreizehnter) war dieser Sieg ein wichtiger Schritt – und ein Auftrag, in den kommenden Wochen vorne konsequenter zu werden.

2. Klasse Marchfeld: Markgrafneusiedl : Weikendorf - 2:1 (2:1)

  • 44
    Eigentor durch Christoph Roswald 2:1
  • 18
    Felix Götz 1:1
  • 12
    Recep Dulda 1:0