In der 2. Klasse Marchfeld feierte der SC Breitensee beim ATSV Weikendorf einen deutlichen 5:1-Auswärtssieg (Halbzeit 1:1). Der Unterschied fiel nach der Pause, als ein Doppelschlag von Manfred Steiner die Richtung vorgab. Sektionsleiter Mathias Pinsolitsch brachte es nach Schlusspfiff auf den Punkt: "Das 2:1 und das 3:1 waren die Game Changer und brachten uns zurück auf die Siegesspur." Mit dem neu gewonnenen Selbstvertrauen spielte Breitensee die Partie konzentriert zu Ende und legte noch zwei Treffer nach. Zugleich lobte er die Ruhe im Aufbau und das Festhalten am Plan.

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Breitensee erwischte den besseren Start, was auch Mathias Pinsolitsch kurz zusammenfasste: "Wir hatten einen guten Start." In der 29. Minute schlug sich das erstmals im Resultat nieder, als Adam Bombicz zum 0:1 traf. Weikendorf fand aber sofort eine Antwort und stellte nur vier Minuten später durch Niklas Fischer auf 1:1 (33.). Mit diesem offenen Zwischenstand ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel legte Breitensee zu und blieb am Drücker. Innerhalb von zwei Minuten stellte Manfred Steiner die Weichen endgültig auf Auswärtssieg: Zuerst traf er in Minute 55 zum 1:2, gleich darauf in Minute 57 zum 1:3. "Das gab uns das nötige Selbstvertrauen, um die Partie sauber zu Ende spielen zu können", erklärte Pinsolitsch. Weikendorf musste aufmachen, und Breitensee nutzte die Räume: Dusan Krcho erhöhte in der 64. Minute auf 1:4, ehe Felix Jirkowsky in Minute 86 mit dem 1:5 den Schlusspunkt setzte.
Nach dem klaren Auswärtssieg wollte Pinsolitsch die Leistung nicht nur an den Toren festmachen, sondern am Verhalten der Mannschaft in den entscheidenden Phasen. "Unsere größte Stärke war heute, nicht den Faden zu verlieren", sagte der Sektionsleiter und verwies auf die klare Marschroute des Trainerteams: "Wir haben weiter am Konzept gearbeitet, den Ball von hinten ruhig nach vorne gespielt und keine überhasteten Fehlpässe gemacht." Genau diese Ruhe war über weite Strecken sichtbar, besonders nach dem Doppelschlag, als die Gäste das Spiel kontrollierten und nichts überstürzten. "Man konnte phasenweise sehen, dass das gut funktioniert hat", so Pinsolitsch. Breitensee nutzte die Chancen nach der Pause eiskalt, blieb aktiv und ließ hinten wenig zu – eine Mischung, die an diesem Nachmittag den Unterschied ausmachte.
Auch für den Gegner fand Pinsolitsch klare Worte des Respekts: "Weikendorf war kämpferisch stark, hat individuell gute Spieler. Die Nummer zehn möchte ich hervorheben." Mit zunehmender Spieldauer sei jedoch spürbar gewesen, "wie ihnen die Puste ausging", während Breitensee – "wie schon in den Wochen zuvor" – dranblieb und Tor um Tor nachlegte. Verbesserungspotenzial sieht der Sektionsleiter bei ruhenden Bällen: "Wie in den letzten Matches bekommen wir durch Standards vom Gegner zu leichte Tore, und unsere eigenen Standards sind aktuell zu ungefährlich. Ein Eckball für uns ist fast wie ein Abstoß für den Gegner." Zur Leitung des Unparteiischen meinte er: "Keine strittigen Szenen, die Schiedsrichterleistung war sehr solide, keine groben Fehlentscheidungen." Mit Blick auf die Tabelle bleibt der Kampf um die Spitzenplätze extrem eng – die ersten vier Teams bewegen sich zwischen 51 und 53 Punkten. Pinsolitsch gibt die Marschroute vor: "Wir haben weiterhin alles in unserer eigenen Hand, um den ersten oder den zweiten Platz für ein mögliches Relegationsspiel zu erreichen. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein."