Spielberichte

Herbert Nürnberger (Trainer SC Großengersdorf): "Unsere Abschlussstärke hat heute den Unterschied gemacht"

SC Großengersdorf
Markgrafneusiedl

In der 2. Klasse Marchfeld setzte sich der SC Großengersdorf gegen den SC Markgrafneusiedl mit 5:2 durch. Nach frühem Rückstand und einer nervösen Anfangsphase mit vergebenem Elfmeter kämpften sich die Hausherren zurück, glichen vor der Pause aus und zogen nach dem Wechsel davon. Trainer Herbert Nürnberger sprach von klarer Überlegenheit nach Seitenwechsel und betonte: "Unsere Abschlussstärke hat heute den Unterschied gemacht." In Runde 26 war das am Ende deutlich zu sehen – Tichy traf doppelt, Brem legte ebenso zwei Tore nach.

Mehrere Spieler bilden eine Mauer

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Früher Rückschlag, dann der Ausgleich – Großengersdorf arbeitet sich ins Spiel

Die Partie begann denkbar ungünstig für Großengersdorf. Bereits in Minute 8 stellte Mathias Rohsmann auf 0:1 für Markgrafneusiedl, der frühe Gegentreffer saß. Herbert Nürnberger ordnete diese Phase nüchtern ein: "Markgrafneusiedl ist relativ schnell in Führung gegangen." Seine Elf hätte die Antwort zeitig geben können, ließ sie aber liegen. "Dann haben wir in der Anfangsphase einen Elfer verschossen und zwei Hundertprozentige vergeben", haderte der Coach, der zugleich offen zugab: "Das 1:1 war dann eher glücklich." Dieses 1:1 fiel in der 23. Minute – Robert Tichy besorgte den Ausgleich. Nürnberger beschrieb die Szene knapp, aber eindeutig: "Beim Ausgleich ist Tichy auf der rechten Seite an den Ball gekommen." Mit dem 1:1 zur Pause war wieder alles offen, die Gastgeber hatten sich ins Spiel gebissen und wirkten stabiler, ohne bereits zu glänzen.

Nach der Pause eiskalt: Tichy und Brem drehen auf

Aus der Kabine kam Großengersdorf zielstrebig. In Minute 56 war es erneut Robert Tichy, der das 2:1 markierte und das Spiel endgültig drehte. Nur vier Minuten später erhöhte Brian Brem auf 3:1 (60.), drei Minuten danach legte er sogar das 4:1 nach (63.) – wenige Minuten reichten, um den Arbeitssieg in einen klaren Heimerfolg zu verwandeln. Nürnberger brachte den Unterschied auf den Punkt: "Der Unterschied lag in unserer Abschlussstärke. Endlich hat Tichy wieder zweimal getroffen, und Brem hat auch zweimal getroffen." Auch zum Gegner fand der Trainer faire Worte: "Sie haben im Prinzip dagegengehalten, solange das Spiel eng war." Als Großengersdorf das Tempo und die Präzision erhöhte, nutzten die Hausherren ihre Chancen eiskalt und kontrollierten die Partie über weite Strecken.

Späte Treffer, klare Worte – und ein Blick nach vorne

In der Schlussphase kam noch einmal Bewegung ins Ergebnis. Recep Dulda verkürzte für Markgrafneusiedl in Minute 86 auf 4:2, doch in der Nachspielzeit setzte Raphael Pöschl mit dem 5:2 (90.+3) den Schlusspunkt. Mehr Diskussionen gab es nicht, der Coach hob die unaufgeregte Leitung des Unparteiischen hervor: "Die Schiedsrichterleistung war unauffällig." In seiner Analyse blieb Nürnberger trotz des deutlichen Sieges selbstkritisch: "Luft nach oben auf jeden Fall im spielerischen Bereich." Bei 53 Punkten liegt Großengersdorf im engen Spitzenfeld der Liga, während Markgrafneusiedl im unteren Drittel kämpft. Der Auftrag für die letzten Runden ist aus Sicht der Hausherren klar formuliert: die Effizienz mitnehmen, spielerisch zulegen und die gute Ausgangslage behaupten.

2. Klasse Marchfeld: Großengersdorf : Markgrafneusiedl - 5:2 (1:1)

  • 93
    Raphael Pöschl 5:2
  • 86
    Recep Dulda 4:2
  • 63
    Brian Brem 4:1
  • 60
    Brian Brem 3:1
  • 56
    Robert Tichy 2:1
  • 23
    Robert Tichy 1:1
  • 8
    Mathias Rohsmann 0:1