In der 2. Klasse Marchfeld hat ASKÖ Strasshof SV die Saison mit 50 Punkten auf Rang sechs beendet. Die Schlussphase mit einem 0:0 gegen Gänserndorf-Süd, Siegen gegen Obersiebenbrunn und beim SV Gänserndorf, dem 0:6 bei SG Ulrichskirchen und dem 7:0 gegen Fortuna Untersiebenbrunn zeigte noch einmal die ganze Bandbreite. Für Rudolf Mayer ist aber etwas anderes entscheidend: Der Verein sieht seinen Weg mit den eigenen jungen Spielern klar bestätigt.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Wer mit Rudolf Mayer über die zurückliegende Saisonhälfte spricht, landet schnell nicht zuerst bei Tabellenplätzen oder einzelnen Resultaten, sondern bei der Entwicklung im Verein. Genau dort setzt der langjährige Funktionär den Schwerpunkt. „Es hat gut funktioniert, dass einige vereinseigene junge Spieler den Sprung in die Kampfmannschaft geschafft haben“, sagt Mayer. Für ihn ist das keine Randnotiz, sondern ein zentraler Punkt der Arbeit in Strasshof. Der Verein betreut 13 Nachwuchsmannschaften, und aus dieser Basis sollen Spieler nach oben kommen. Mayer formuliert das sehr klar: „Das zeigt für unsere 13 Nachwuchsmannschaften, dass das ein guter Weg ist, wenn eigene Spieler den Sprung in die Kampfmannschaft schaffen.“
Abseits des Rasens hat sich beim Verein ebenfalls einiges verschoben, und Mayer sprach dabei auch offen über seine persönliche Situation. Nach einem Unfall war er gesundheitlich angeschlagen, weshalb er seine Funktion verändert hat. „Ich bin nach 16 Jahren in der Obmannschaft jetzt Obmannstellvertreter geworden. Ich war gesundheitlich nicht so gut, bin aber auf dem Weg der Besserung“, erklärt er. Gleichzeitig wurde auch im Vorstand umgebaut. „Im Vorstand haben sich etliche junge Leute gefunden, und einige ältere haben nach einer langen Periode aufgehört“, schildert Mayer. Für ihn ist das kein Problem, sondern eher ein Schritt, der dem Verein gut tun kann. Dass jüngere Leute mehr Verantwortung übernehmen, bewertet er ausdrücklich positiv. „Das ist nicht schlecht“, sagt er, und genau so nüchtern beschreibt er auch die aktuelle Lage im Umfeld.
Sportlich hebt Mayer keinen einzelnen Spieler heraus, sondern spricht bewusst über das Kollektiv. „Eigentlich war die ganze Mannschaft menschlich sehr gut und hat mit dem Trainer ein gutes Team gebildet, was auch sehr wichtig ist“, sagt er. Auch die Personalsituation gibt derzeit keinen Anlass zur Sorge. „Gott sei Dank haben wir keine Verletzungen und keine angeschlagenen Spieler“, so Mayer. Das passt zu einem Klub, der die Saison zwar mit Schwankungen, aber insgesamt ordentlich abgeschlossen hat. In den letzten fünf Partien standen ein 0:0 gegen Gänserndorf-Süd, ein 3:1 gegen Obersiebenbrunn, ein 2:1 beim SV Gänserndorf, die deutliche 0:6-Niederlage bei SG Ulrichskirchen und zum Abschluss ein 7:0 gegen Fortuna Untersiebenbrunn nebeneinander. Auch beim Blick auf die Konkurrenz bleibt Mayer sachlich: „Der Meister hat die Liga sehr gut beherrscht und sehr gute Spiele gemacht.“ In Strasshof geht es damit weniger um große Schlagzeilen als um einen klaren Weg: junge Spieler nach oben bringen, im Verein verjüngen und das stabile Miteinander in der Mannschaft bewahren.