Beim Fünften der 2. Klasse Marchfeld, SC Matzen, fällt die Bilanz nach der Saison klar positiv aus. Mit 51 Punkten und Rang fünf wurde das ausgegebene Ziel erreicht, und genau das stellt Sektionsleiter Franz Dorn in den Mittelpunkt. Er spricht von einer rundum zufriedenstellenden Spielzeit, lobt die Arbeit des Trainers, verweist auf die stabile Defensive und sieht nur in einem Bereich noch klaren Handlungsbedarf.

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Franz Dorn muss bei seiner Einordnung gar nicht lange überlegen. Für ihn ist die Saison des SC Matzen unterm Strich so verlaufen, wie man es sich im Verein vorgenommen hatte. "Mit der abgelaufenen Saison sind wir zufrieden. Der fünfte Platz war unser Saisonziel", sagt der Sektionsleiter, und genau diese Aussage zieht sich durch seine gesamte Bilanz. Es geht nicht um große Schlagzeilen oder darum, etwas schöner zu reden, als es war. Matzen hat geliefert, was man sich intern vorgenommen hatte. Auch der Blick auf die nackten Zahlen passt dazu: 51 Punkte und Platz fünf bedeuten einen gesicherten Rang im vorderen Mittelfeld. Dorn betont außerdem, dass im Großen und Ganzen vieles zusammengepasst habe. "Im Großen und Ganzen hat alles bestens funktioniert", sagt er.
Interessant ist dabei, dass Dorn nicht einfach nur zufrieden zurückschaut, sondern seine Bilanz auch klar begründet. Vor allem die Arbeit gegen den Ball hebt er hervor. "In der Verteidigung hat im Großen und Ganzen alles bestens funktioniert", sagt er, und damit spricht er einen Bereich an, auf den man in Matzen ganz offensichtlich bauen kann. Gleichzeitig spart er aber auch den Punkt nicht aus, an dem der Verein noch ansetzen will. "Im Mittelfeld sehen wir eher Handlungsbedarf", erklärt Dorn offen. Das wirkt nicht wie Kritik um der Kritik willen, sondern eher wie eine nüchterne Standortbestimmung nach einer Saison, in der vieles gepasst hat. In dieses Bild passt auch der Blick auf die letzten Wochen der Meisterschaft. Vor dem abschließenden 4:6 gegen SC Breitensee holte Matzen Siege gegen Fortuna Untersiebenbrunn, Markgrafneusiedl und SC Ollersdorf sowie ein 0:0 gegen SCU Obersdorf/P. Dazu kommt für Dorn auch der Faktor Betreuung. "Der Trainer hat gute Arbeit geleistet, die Mannschaft immer perfekt eingestellt, und wir gehen mit Zuversicht in die neue Saison", sagt er.
Mindestens so wichtig wie die Tabelle ist für Dorn die Lage im Verein selbst, und auch da fällt sein Urteil eindeutig aus. "Bestens. So eine gute Stimmung hat es schon lange nicht gegeben", sagt er über die Situation in Mannschaft und Umfeld. Gerade im Unterhaus ist das oft ein Punkt, der viel über die nächsten Monate entscheidet, und in Matzen scheint diese Basis derzeit zu stimmen. Dorn verweist außerdem darauf, dass man den eingeschlagenen Weg fortsetzen will. "Wir werden den Erfolg auch weiterhin mit den Jungen fortsetzen", erklärt er. Einzelne Spieler wollte er dabei bewusst nicht herausheben. "Einen hervorzuheben wäre unfair. Der ganze Kader hat im Großen und Ganzen seine Leistungen gebracht", sagt Dorn. Ganz ohne Wermutstropfen geht es trotzdem nicht, denn Marko Stojadinovic muss eine Sperre von fünf Spielen absitzen. Verletzte gibt es laut Dorn aktuell hingegen keine. Das macht die Ausgangslage für die neue Saison deutlich angenehmer.
Auch mit Blick auf die Liga schaut Dorn genau hin. Überrascht hat ihn vor allem der Ausgang an der Spitze. "Überrascht hat mich, dass SC Großengersdorf Meister geworden ist", sagt er. Gleichzeitig nennt er auch Großschweinbarth sowie SG Ulrichskirchen, das für ihn "eigentlich ein Titelanwärter" war. Diese Aussagen zeigen, wie eng und spannend die Spitze in dieser Meisterschaft besetzt war. Matzen selbst landete hinter diesen Teams und hinter SC Breitensee auf Rang fünf, also genau dort, wo der Verein hinwollte. Zufriedenheit heißt bei Dorn aber nicht Stillstand. Die Richtung für die kommenden Monate ist klar vorgegeben. "Unser nächstes Saisonziel ist, wieder vorne mitzuspielen", sagt er.