In der 2. Klasse Marchfeld hat SC Breitensee am Samstag gegen SV Großschweinbarth ein 1:2 zur Pause noch in ein 6:2 gedreht und damit den dritten Sieg in Folge gefeiert. Mathias Pinsolitsch sprach danach von einer Partie mit hohem Tempo, in der seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel komplett das Ruder übernahm. Vor allem nach dem 3:2, so der Sektionsleiter-Stellvertreter, habe „nur noch Breitensee“ gespielt.

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Die Partie begann mit viel Tempo und sofort spürbarer Intensität. Pinsolitsch sprach von einem „sehr guten Start von beiden Teams mit hoher Intensität“ und sah in dieser Anfangsphase sogar ein Chancenplus bei den Gastgebern. Trotzdem waren es die Gäste, die früh vorlegten. Raphael Marko brachte Großschweinbarth in der 5. Minute nach einem schönen Spielzug mit 1:0 in Führung. Breitensee ließ sich davon aber nicht aus dem Tritt bringen und kam in der 12. Minute zurück, als Dusan Krcho mit einer starken Einzelaktion zum 1:1 ausglich. Lange hielt dieses Zwischenhoch jedoch nicht an, denn nur zwei Minuten später stellte Peter Hruska wieder auf 1:2. Pinsolitsch sprach bei diesem Treffer von einem „Tausend-Gulden-Schuss aus 30 Metern“, der genau im Kreuzeck landete. So ging es aus Sicht des SC mit einem Rückstand in die Pause, obwohl die eigene Leistung bis dahin schon ordentlich war.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann deutlich. Pinsolitsch hatte den Eindruck, dass die Halbzeitansprache des Trainers voll gegriffen habe. „Nach der Halbzeit spielte nur noch eine Mannschaft und das war Breitensee“, sagte er, und genau so entwickelte sich die Partie auch. Der Ausgleich fiel in der 49. Minute, als Manfred Steiner im Strafraum nur noch mit einem Foul zu stoppen war und Dusan Krcho den fälligen Strafstoß souverän zum 2:2 verwandelte. Nur drei Minuten später legte Krcho das 3:2 nach, und genau dort sah Pinsolitsch den entscheidenden Moment des Nachmittags. „Spätestens nach dem 3:2 kippte das Spiel endgültig in unsere Richtung“, hielt er fest. Großschweinbarth wirkte danach „wie benommen“, während Breitensee am Drücker blieb. Richard Kohl erhöhte in der 56. Minute auf 4:2, Krcho traf in der 74. Minute noch zum 5:2, ehe Lukas Hellmuth-Schirnhofer in der 80. Minute den Schlusspunkt setzte. Dieses 6:2 war noch einmal ein besonderer Treffer, denn laut Pinsolitsch fiel er nach einem Freistoß aus der eigenen Hälfte, bei dem sich der Tormann verschätzte.
Natürlich rückte bei sechs erzielten Treffern vor allem Dusan Krcho in den Mittelpunkt. Vier Tore in einem Spiel sprechen für sich, und auch Pinsolitsch kam an dieser Einzelleistung nicht vorbei. „Natürlich ist man mit vier Scorer-Punkten Man of the Match“, sagte er, wollte den Sieg aber ganz bewusst nicht nur an einem Namen festmachen. Viel wichtiger war ihm die Art und Weise, wie seine Mannschaft auf beide Rückstände reagierte. „Breitensee kam immer kämpferisch zurück und spielte wirklich schönen Fußball“, erklärte er. Besonders hob er hervor, dass seine Mannschaft durch Kombinationen aus der eigenen Hälfte immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor kam. Neben Krcho erwähnte er auch Lubomir Gogolak, stellte aber insgesamt die geschlossene Leistung in den Vordergrund. „Es war eine kollektive, extrem gute Leistung der Mannschaft“, sagte Pinsolitsch. Diese Einordnung bekam noch zusätzliches Gewicht, weil er die Qualität des Gegners klar ansprach: „Wir hatten natürlich Respekt vor dem Gegner. Großschweinbarth hatte vor unserem Spiel erst ein Gegentor bekommen und 26 Tore geschossen.“
So deutlich das Ergebnis am Ende auch ausfiel, Pinsolitsch blieb in seiner Analyse bodenständig. Den Gegner hatte er in der ersten Halbzeit noch als „spielerisch sehr aktiv“ und vor allem über Einzelaktionen als gefährlich erlebt. Mit zunehmender Spieldauer, besonders nach der Pause, sei Großschweinbarth aber nicht mehr auf Augenhöhe gewesen, weil Breitensee komplett das Ruder übernommen habe. Strittige Szenen sah er kaum, die Leistung des Schiedsrichters bezeichnete er als „solide“, auch wenn aus seiner Sicht vielleicht ein paar Gelbe Karten zu viel gezeigt wurden. Viel lieber sprach er über das eigene Auftreten und über das, was dieser Sieg für die nächsten Wochen bedeuten kann. „Nach so einer Leistung bin ich glücklich mit dem Ergebnis und schaue in die Zukunft“, sagte Pinsolitsch. Die Serie von drei Siegen in Folge soll nun weitergehen. Und für die Stimmung im Verein fand er nach dem Schlusspfiff noch einen einfachen, aber treffenden Satz: „Das war ein Feiertag für den SC Breitensee. Mit dieser Leistung sind wir sehr schwer zu schlagen.“