Spielberichte

„Wenn wir das 1:1 machen, wird es eine ganz andere Partie“ – Markgrafneusiedl bricht nach der Pause ein

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Markgrafneusiedl
Großschweinbarth

In der 2. Klasse Marchfeld musste sich der SC Markgrafneusiedl dem SV Großschweinbarth mit 1:7 geschlagen geben. Das Ergebnis fiel klar aus, doch Trainer Richard Petrik sah vor allem zwei Phasen, die das Spiel kippen ließen: ausgelassene Chancen nach dem 0:1 und die schnellen Gegentreffer direkt nach der Pause. Seine Mannschaft sei zunächst gut drin gewesen, habe sich danach aber zu früh aufgegeben.

Zwei Spieler in weißen und roten Dressen im Zweikampf um den Ball

Foto von Emma Benedict auf Unsplash

Erste Halbzeit lässt noch Hoffnung zu

Der Spielbeginn passte aus Sicht der Gastgeber noch. Petrik sagte nach der Partie: „Wir sind gut ins Spiel gekommen.“ Trotzdem lag Markgrafneusiedl schon in der 6. Minute zurück, als Rene Stejskal das 0:1 für die Gäste erzielte. Der Trainer sprach dabei von einem „dummen ersten Tor“, betonte aber gleichzeitig, dass seine Mannschaft bis dahin und auch danach ordentlich im Spiel gewesen sei. Gerade diese Phase blieb ihm hängen, weil seine Elf laut eigener Einschätzung sofort die Antwort hätte geben können. „Nach dem Tor haben wir noch zwei hundertprozentige Chancen vorgefunden, die haben wir nicht gemacht“, sagte Petrik. Statt des möglichen Ausgleichs schlug Großschweinbarth kurz vor der Pause noch einmal zu, erneut durch Stejskal, der in der 34. Minute auf 0:2 stellte.

Doppelschlag direkt nach der Pause

Mit dem Seitenwechsel kam für Markgrafneusiedl dann jene Phase, die Petrik als eigentlichen Bruch im Spiel bezeichnete. In der 49. und 52. Minute traf wieder Rene Stejskal zum 0:3 und 0:4 und schnürte damit seinen Viererpack. Für den Trainer waren genau diese beiden Tore der Knackpunkt. „Das 3:0 und 4:0 waren für mich ganz klare Abseitstore. Das war der Knackpunkt und die Entscheidung der Partie“, sagte Petrik. Er schilderte beide Situationen sehr ähnlich: „Da ist jeweils ein langer Ball gekommen, und beide Male sind die Stürmer aus unserer Sicht im Abseits gestanden.“ Aus seiner Sicht war damit nicht nur der Rückstand deutlich größer geworden, sondern auch die Partie praktisch entschieden.

Großschweinbarth bleibt eiskalt, Markgrafneusiedl verliert den Faden

Nach dem 0:4 bekam Großschweinbarth das Spiel immer mehr in den Griff und nutzte die Räume konsequent. Petrik formulierte es deutlich: „Dann hat sich die Mannschaft aufgegeben, was natürlich so nicht zu akzeptieren ist, und dann hat der Gegner locker spielen können, weil wir nicht mehr wollten.“ In Zahlen zeigte sich das rasch. Stefan Krickl erhöhte in der 62. Minute auf 0:5, Jonas Ofenböck legte in der 81. Minute das 0:6 nach. Dazwischen und danach ging es aus Sicht des Trainers nicht nur um den Rückstand, sondern auch um das Verhalten seiner Elf. „Auch wenn man 0:4 zurückliegt, darf man nicht kampflos aufgeben“, sagte Petrik. Den Ehrentreffer für Markgrafneusiedl erzielte Rade Trivunovic in der 83. Minute zum 1:6, ehe Andreas Rath in der 88. Minute den 1:7-Endstand herstellte. Für Petrik stand fest: „Großschweinbarth war heute einfach kaltschnäuzig vorm Tor.“

Viel Kritik, aber der Blick geht schon nach vorne

Neben dem Spielverlauf sprach Petrik auch die Rahmenbedingungen rund um die Leitung der Partie an, blieb in seiner Kernaussage aber bei den beiden Szenen nach der Pause. „Der angesetzte Schiedsrichter ist nicht aufgetaucht. Der Unparteiische, der dann gekommen ist, hat die beiden Abseitssituationen aus unserer Sicht nicht gesehen“, sagte er. Gleichzeitig ordnete er ein, dass die Probleme seiner Mannschaft nicht nur dort gelegen hätten. Auch die Chancenverwertung und das Verhalten nach dem 0:4 seien Thema. „Wenn wir das 1:1 machen, wird das wahrscheinlich eine ganz andere Partie“, meinte Petrik noch einmal mit Blick auf die ungenutzten Möglichkeiten vor der Pause. Für die nächsten Tage kündigte er eine klare Aufarbeitung an: „Man muss das Positive aus der ersten Halbzeit ansprechen, aber natürlich auch das Negative. Das wird ein Trainingsschwerpunkt sein. Wir richten uns wieder auf und machen weiter.“

2. Klasse Marchfeld: Markgrafneusiedl : Großschweinbarth - 1:7 (0:2)

  • 88
    Andreas Rath 1:7
  • 83
    Rade Trivunovic 1:6
  • 81
    Jonas Ofenböck 0:6
  • 62
    Stefan Krickl 0:5
  • 52
    Rene Stejskal 0:4
  • 49
    Rene Stejskal 0:3
  • 34
    Rene Stejskal 0:2
  • 6
    Rene Stejskal 0:1