In der 2. Klasse Marchfeld hat FC Gänserndorf-Süd am Samstag ein klares 4:1 gegen FC Angern eingefahren. Zur Pause stand es nach dem Führungstor von Manuel-Raphael Daniliuc noch 1:0, nach dem Seitenwechsel zog die Mannschaft von Dino Hodzic davon. Der Trainer sprach danach von einer Partie, die seine Elf von Beginn an kontrollierte, auch wenn ihn die Chancenverwertung trotz vier Treffern nicht ganz zufriedenstellte.

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Schon in der Anfangsphase lag das Spiel nach Aussage von Hodzic klar in den Händen seiner Mannschaft. Gänserndorf-Süd hatte mehr vom Ball, ließ Angern kaum zur Entfaltung kommen und belohnte sich in der 20. Minute mit dem 1:0 durch Manuel-Raphael Daniliuc. Mehr Zählbares sprang bis zur Pause allerdings nicht heraus, obwohl der Trainer seine Mannschaft schon da deutlich im Vorteil sah. Nach dem Wechsel wurde der Vorsprung dann auch am Ergebnis sichtbar. Vasilije Cimic erhöhte in der 63. Minute auf 2:0, Benjamin Pranjic legte in der 70. Minute das 3:0 nach. Zwar kam Angern durch Alexander Götz in der 87. Minute noch auf 3:1 heran, doch nur eine Minute später stellte Sina Bahrami mit dem 4:1 den alten Abstand wieder her.
Hodzic sparte nach dem Schlusspfiff nicht mit Lob für den Auftritt seiner Elf. "Wir haben das Spiel klar dominiert", sagte der Trainer und verwies auf "80 Prozent Ballbesitz". Besonders wichtig war ihm, dass seine Mannschaft gegen einen tief stehenden Gegner die Ordnung hielt. "Meine Mannschaft ist gut kompakt gestanden und wir haben nichts zugelassen", so Hodzic. Angern habe aus seiner Sicht fast nur verteidigt und versucht, auf Konter zu spielen, "aber das ist ihnen eigentlich nicht gelungen". Dass die Partie trotz des deutlichen Resultats zur Pause noch offen wirkte, änderte für ihn nichts am Gesamteindruck. "Man hat von Anfang an gesehen, dass wir das Spiel gewinnen werden", meinte der Coach, der vor allem Ballbesitz, Geduld und die stabile Grundordnung als größte Stärken hervorhob.
Ganz ohne Kritik ließ Hodzic den Nachmittag trotzdem nicht stehen. "Die Chancenverwertung muss noch besser werden", sagte er deutlich und erklärte damit auch, warum ihm ein 4:1 nicht automatisch als perfekter Auftritt gilt. Seine Mannschaft habe im letzten Drittel manches "ein bisschen zu langsam" ausgespielt, auch wenn der Gegner tapfer verteidigt habe. Gleichzeitig ordnete er ein, dass solche Spiele immer auch vom Stil des Gegners abhängen: Wenn der Gegner mehr attackiere, werde das eigene Spiel oft automatisch schneller. Unter dem Strich überwog bei ihm aber klar die Zufriedenheit. "Ich bin glücklich über die drei Punkte", sagte Hodzic, der seine Mannschaft weiter ungeschlagen sieht. In der Tabelle bleibt Gänserndorf-Süd damit vorne dran, und der Trainer blickte gleich nach dem Schlusspfiff auf das nächste Duell: Gegen Strasshof wartet laut Hodzic ein direkter Konkurrent, bei dem "wahrscheinlich um den ersten Platz" gespielt wird.