In der 2. Klasse Marchfeld hat sich Fortuna Untersiebenbrunn mit ASKÖ Strasshof SV 4:4 getrennt. Aus Sicht der Gäste war es ein Spiel mit zwei Gesichtern: frühe Gegentore, ein 2:4 nach einer Stunde und dann doch noch eine starke Schlussphase. Obmann Rudolf Mayer sprach nach dem Remis von einem ausgeglichenen Match und war überzeugt, dass für seine Mannschaft in den letzten Minuten sogar noch mehr drin gewesen wäre.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Für Strasshof begann die Partie denkbar schlecht, denn schon in der 1. Minute brachte Valentin-Ilie Achimescu die Gastgeber in Führung. Mayer schilderte genau diesen Start als Belastung und sagte: "Wir sind gleich am Anfang in Rückstand geraten." Danach blieb das Spiel aber nicht auf einer Seite. Mirza Dugalic stellte in der 16. Minute auf 1:1, Milos Glisic drehte die Partie in der 32. Minute mit dem 2:1 für die Gäste. Lange hielt dieser Vorsprung allerdings nicht, weil Untersiebenbrunn noch vor dem Pausenpfiff zurückkam und durch Recep Dulda in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 2:2 stellte. Schon bis dahin hatte sich eine offene Begegnung entwickelt, die Mayer auch hinterher genau so einordnete: "Das Match war ausgeglichen, das Remis geht völlig in Ordnung."
Direkt nach Seitenwechsel geriet Strasshof erneut ins Hintertreffen. Lukas Gherasim traf in der 46. Minute zum 3:2 für Untersiebenbrunn, in der 60. Minute kam auch noch das Eigentor von Axel Mathias Geier dazu. Beim Stand von 2:4 war die Aufgabe für die Gäste damit deutlich schwerer geworden. Mayer sprach nach dem Spiel trotzdem nicht nur über die Gegentore, sondern auch über die Dinge, die aus seiner Sicht funktioniert hatten. "Das Untereinander hat funktioniert, die Mannschaft hat sich gut verständigt und die Pässe zugespielt", sagte er. Gleichzeitig benannte er aber auch den Schwachpunkt sehr klar: "In der Abwehr war es ein bisschen schlechter. Dadurch haben wir vier Gegentore bekommen." Genau dieses Bild zog sich aus seiner Sicht durch die Partie: nach vorne ordentlich beteiligt, hinten aber zu offen.
Entschieden war die Partie damit aber noch lange nicht. Strasshof kam in der Schlussphase noch einmal zurück, verkürzte in der 79. Minute durch Kevin Maritsch auf 3:4 und glich in der 88. Minute durch den zweiten Treffer von Milos Glisic zum 4:4 aus. Mayer führte diese Wende vor allem darauf zurück, dass seine Mannschaft in den letzten Minuten noch einmal neuen Schwung bekam. Nach dem Ausgleich war für ihn sogar der Sieg möglich. "Unsere zwei letzten Tore waren der Unterschied. Danach haben wir noch ein paar Chancen auf den Siegtreffer gehabt. Der war noch drinnen bis zum Ende", sagte der Obmann. Gerade deshalb blieb nach dem starken Finish nicht nur Zufriedenheit über den Punkt, sondern auch das Gefühl, dass in dieser offenen Partie tatsächlich noch mehr möglich gewesen wäre.
Unterm Strich nahm Strasshof aus Untersiebenbrunn also einen Zähler mit, der nach dem 2:4-Rückstand zunächst sehr wertvoll aussah, nach dem späten Ausgleich und den weiteren Möglichkeiten aber auch ein wenig mehr hätte werden können. Mayer blieb in seiner Einordnung nüchtern und legte den Finger noch einmal auf den entscheidenden Punkt. "Die Verwertung der herausgespielten Chancen hat gefehlt", sagte er. Dazu passte auch sein Blick auf den Gegner: "Ausgeglichen gegenüber uns." Genau so las sich dieses 4:4 am Ende auch. Strasshof zeigte genug Qualität, um vier Tore zu machen und nach Rückstand zurückzukommen, ließ gleichzeitig aber hinten zu viel zu, um aus dieser Partie drei Punkte mitzunehmen.