Aus Sicht des SV Leiben war der Auswärtsauftritt bei SV Erlauf intensiv, umkämpft und am Ende stimmig. Rene Hollnsteiner, Sportlicher Leiter, spricht von einer fairen Gesamtbilanz: „Aufs ganze Spiel gesehen war das Ergebnis gerecht und verdient.“ Die Partie kippte in einen heißeren Modus „nach der Ranglerei, nach der zweiten Roten Karte“. Taktisch blieb es eng: „Es blieb ausgeglichen, aber eher auf unserer Seite“, und: „Leiben war nach dem Ausschluss von Erlauf im Vorteil.“ In der 2. Klasse Mostviertel war es ein Abend, an dem Effizienz, Nervenstärke und das Timing in entscheidenden Momenten die Geschichte schrieben.

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Der Ton auf dem Platz veränderte sich spürbar nach der zweiten Hinausstellung. „Das Spiel wurde hitzig nach der Ranglerei, nach der zweiten Roten Karte“, schildert Hollnsteiner. Bereits zuvor hatte ein Ausschluss die Statik geprägt – „Leiben war nach dem Ausschluss von Erlauf im Vorteil.“ Fakt ist: Zwei Platzverweise trafen den SV Erlauf hart, zuerst in der 23. Minute für Michael Gangl und später in der 84. Minute für Ahmet Yesilöz. Trotz der langen Unterzahl-Phasen blieb das Duell insgesamt umkämpft: „Es blieb ausgeglichen, aber eher auf unserer Seite.“ Diese Mischung aus numerischem Vorteil, hoher Intensität und kompakter Ausrichtung prägte das Geschehen bis in die Schlussminuten.
Im Fokus stand der Matchwinner: „Auf jeden Fall Sascha Weiss mit seinen drei Toren.“ Leiben geriet zunächst mit 0:1 (16.) durch Ondrej Gabor in Rückstand, doch Selajmi Morina glich prompt zum 1:1 (23.) aus. Erlauf antwortete und stellte durch Igor Schroner auf 1:2 (30.). Dann übernahm Weiss: Er traf zum 2:2 (34.), drehte die Partie noch vor der Pause auf 3:2 (43.) und setzte in Minute 76 den Schlusspunkt zum 4:2. Zur Pause stand es 3:2, am Ende 4:2. In einer Partie, die von Druckphasen und konsequentem Umschalten lebte, gab letztlich die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss den Ausschlag – genau in jenen Momenten, in denen Räume aufgingen und Entscheidungen fielen.
Hollnsteiner hob Plan und Anpassungsfähigkeit hervor: „Ja, wir wussten, dass es schwer wird, auf dem kleinen Platz zu spielen, aber wir haben die Sache gut gemacht.“ Auch der Gegner kam wie erwartet: „Nein, wir haben sie genauso erwartet.“ Positives Update zur Personalsituation lieferte er ebenfalls: „Georg Reingruber hat krankheitsbedingt gefehlt, kommt aber nächste Woche wieder zurück.“ Zusammen mit der Einschätzung „Aufs ganze Spiel gesehen war das Ergebnis gerecht und verdient“ zeichnet sich eine Stimmung zwischen Zufriedenheit und Erdung ab: kompakte Arbeit gegen einen unbequemen Gegner, Kontrolle in Schlüsselmomenten und der Blick nach vorn – getragen von Effektivität und dem Vertrauen, die eigene Linie auch unter Druck durchzuziehen.