Große Zufriedenheit bei Wolfgang Reissner nach dem Heimsieg von SV CEMIX Pöchlarn-Golling gegen Wieselburg II in der 2. Klasse Mostviertel. Der Coach sprach von einem insgesamt gerechten Spiel und hob die Reife seiner Mannschaft hervor. Vor allem Kompaktheit und Disziplin prägten den Auftritt – auch, als seine Elf nach einer Gelb-Roten Karte gegen Raphael Wollinger in Unterzahl agieren musste. Reissners Fazit fiel entsprechend positiv aus: "Ich bin sehr zufrieden. Wir sind super in die Frühjahrssaison gestartet – zwei Spiele, zwei Siege. Wir wollen so lange wie möglich vorne dranbleiben. Das hat die Mannschaft gut umgesetzt." Im Fokus stehen damit Stabilität und Teamgeist, weniger das 2:0 selbst.

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Reissner ordnete die Partie nüchtern ein: "Das Spiel war an und für sich gerecht." Aus seiner Sicht lag der Chancenüberhang klar bei seinem Team: "Die besseren Torchancen hatten wir; wir haben relativ wenig zugelassen." Er präzisierte die Marschroute: "Die Mannschaftsleistung war wirklich in Ordnung. Wir haben kompakt von hinten heraus gespielt und wenig zugelassen." Auch das Gefahrenmoment des Gegners sah er minimal: "Die paar Chancen, die sie hatten – ich glaube, sie hatten nur einen gefährlichen Torschuss –, ansonsten hatten wir alles im Griff. Es hat so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe."
Der Knackpunkt lag für den Trainer in Halbzeit zwei: "Dann haben wir einen Ausschluss mit Gelb-Rot gehabt." Gemeint ist Raphael Wollinger. Die Reaktion seiner Elf gefiel ihm besonders: "Die Defensivleistung der gesamten Mannschaft war nach diesem Ausschluss sehr, sehr gut." Offensiv boten sich in dieser Phase dennoch Nadelstiche: "Wir hatten im Konter vielleicht eine oder zwei Möglichkeiten, um das Spiel zu entscheiden. Ansonsten war das eine kämpferisch gute Leistung." Zuvor hatten Andre Zauchinger (16.) und Joey Hochenauer (51.) auf 1:0 und 2:0 gestellt – der Rest war diszipliniertes Verteidigen und gemeinsames Arbeiten gegen den Ball. Einzelne Spieler wollte Reissner nicht herausheben; im Mittelpunkt stand für ihn die Gesamtleistung.
Zum Gegner fand der Coach klare Worte: "Wir haben gewusst, das ist eine junge Mannschaft, die läuferisch sehr stark ist. Spielerisch waren sie auch gar nicht so schlecht." Den Unterschied sah er in der Routine: "Wir sind die routiniertere Mannschaft gewesen und haben das spielerisch gelöst." Personell meldete Reissner weitgehend Entwarnung: "Wir haben eigentlich in Bestbesetzung gespielt. Der Ausschluss von Wollinger bedeutet, dass er nächste Woche für ein Spiel gesperrt sein wird, und Benjamin Schlöglhofer ist ein bisschen angeschlagen. Ansonsten ist alles fit." Mit Blick auf die kommenden Wochen betonte er nochmals die positive Grundstimmung und den Start ins Frühjahr: "Zwei Spiele, zwei Siege" – und das Ziel, "so lange wie möglich vorne dran" zu bleiben.