In der 2. Klasse Mostviertel kam der SV Erlauf trotz 2:0-Führung gegen Wieselburg II nur zu einem 2:2. Nach torloser erster Hälfte trafen Ondrej Gabor kurz nach der Pause und Fabian De Monte zum komfortablen Zwischenstand, ehe Simon Daxauer und Peter Dammerer spät zurückschlugen – der Ausgleich fiel in Minute 90+1. Trainer Christoph Groissböck ärgerte sich über liegengelassene Möglichkeiten und einen Leistungseinbruch in der Schlussphase.

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Die Hausherren kamen gut in die Partie, arbeiteten sich über weite Strecken Vorteile heraus und gingen mit einem 0:0 in die Kabinen. Genau das störte Coach Christoph Groissböck im Rückblick am meisten: „Wir müssen das Match schon in der ersten Hälfte entscheiden, zwei bis drei zu null führen. Die Chancen haben wir verabsäumt.“ Kurz nach Wiederbeginn stellten seine Spieler die Weichen scheinbar auf Sieg: Ondrej Gabor traf in Minute 46 zum 1:0, Erlauf blieb am Drücker und legte durch Fabian De Monte in der 65. Minute das 2:0 nach. In dieser Phase kontrollierten die Gastgeber das Geschehen, ließen hinten wenig zu und schienen den Dreier fest in der Hand zu haben.
Doch der Faden riss in der Schlussphase. Groissböck beschreibt den Bruch deutlich: „Ab der 71. Minute sind wir zurückgefallen. Sie sind besser ins Spiel gekommen und haben noch zwei glückliche Tore geschossen.“ Erlauf bekam laut Trainer „keinen Zugriff mehr“ und Wieselburg II witterte seine Chance. Der Anschluss fiel in Minute 82: Simon Daxauer verkürzte auf 2:1 und brachte die Gäste endgültig heran. Trotz Erlaufs Bemühungen, den Vorsprung über die Zeit zu bringen, blieb Wieselburg II dran – und wurde belohnt. In Minute 90+1 traf Peter Dammerer zum 2:2. Der späte Ausgleich nagte am Gefühl im Lager der Hausherren: „Das 2:2 fühlt sich an wie eine Niederlage“, fasste Groissböck zusammen.
In seiner Nachbetrachtung blieb der Erlauf-Trainer bei zwei Kernthemen: Effizienz und Kontrolle. „Wir haben Wieselburg II wieder kommen lassen“, sagte er, und verwies darauf, dass der Gegner nach seiner Wahrnehmung personell stärker als zuletzt auftrat: „Heute haben wieder einige von oben gespielt, die die letzten Spiele nicht gespielt haben. Wir hatten sie eigentlich gut im Griff bis zur 71. Minute.“ Ein Sonderlob ging an den Schiedsrichter: „Der Schiedsrichter war heute sehr, sehr gut. Ein Lob an den Schiedsrichter. Es waren keine strittigen Szenen.“ In der aktuellen Tabelle rangiert Erlauf auf Platz 9 (24 Punkte), Wieselburg II auf Platz 10 (22). Für Erlauf bleibt die Lehre eines Abends, an dem vieles stimmte, aber das Ende wehtat: Früh Chancen nützen, eine Führung ruhiger nach Hause spielen – dann wird aus einem 2:0 nicht wieder ein 2:2.