Spielberichte

„Das stand heute im Vordergrund“ – Pepeunig über Schagerls Abschied und Bischofstettens 4:2

SU Bischofstetten
Wieselburg II

In der 2. Klasse Mostviertel setzte sich die SU Bischofstetten zuhause mit 4:2 gegen Wieselburg II durch. Sportlich war es ein verdienter Heimsieg nach starker zweiter Hälfte, emotional war es der Abend von Christoph Schagerl. Dominik Pepeunig sprach von einem reifen Auftritt nach der Pause und ordnete klar ein, worum es an diesem Tag ging: „Heute stand der Abschied von Christoph Schagerl im Vordergrund.“ Zur Pause stand es noch 1:1, danach machten die Hausherren alles klar und nahmen die drei Punkte mit.

Fußball mid kantigem Desin in Weiß, Schwarz und Neonfarben auf Rasen

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Frühe Führung, Ausgleich – nach der Pause macht Bischofstettens Zweier alles klar

Bischofstetten erwischte den besseren Start und ging früh in Front: Nach 14 Minuten traf Christoph Schagerl zum 1:0. Wieselburg blieb aber dran und glich durch Roman Wurzer in Minute 33 zum 1:1 aus, der Pausenstand war damit fix. Trainer Dominik Pepeunig blickte dennoch auf eine dominante Anfangsphase: „Wir hätten nach fünf Minuten schon 2:0 führen können, haben die Chancen in der ersten Halbzeit aber nicht genutzt.“ Zum Ausgleich sagte er: „Wir haben hinten einmal zu riskant rausgespielt, die Abstimmung hat nicht gepasst, das hat Wieselburg gut ausgenutzt.“

Nach der Pause legten die Gastgeber zu: Michal Sojka stellte in der 54. Minute auf 2:1, Thomas Zeilinger erhöhte in der 67. auf 3:1. Als Schagerl in Minute 79 zum 4:1 nachlegte, war die Partie praktisch entschieden; Wurzers zweiter Treffer zum 4:2 (84.) änderte am Heimsieg nichts.

Schagerls großer Abend: zwei Tore, laut Coach auch eine Vorlage – 582 Pflichtspiele gewürdigt

Der Spieltag stand im Zeichen eines Großen des Vereins: „Wir haben heute die größte Vereinslegende in Bischofstetten verabschiedet: Christoph Schagerl – 582 Pflichtspiele, über 48.000 Minuten“, betonte Pepeunig sichtbar stolz. Der Offensivmann krönte sein letztes Spiel mit einem Doppelpack (14., 79.) und, wie der Trainer ergänzte, „mit zwei Toren und einer Vorlage“. Der Coach ließ keinen Zweifel, was dieser Rahmen für Mannschaft und Klub bedeutete: „Ich bin irrsinnig stolz auf die Mannschaft und irrsinnig stolz auf den Christoph. Er ist seit 33 Jahren ein Vorbild auf und neben dem Platz.“ Auch sportlich passte der Abschied: „Von der 45. bis zur 90. Minute war das wieder eine sehr gute Leistung, da muss ich ein Kompliment aussprechen.“

Gegner gewürdigt, klare Hausaufgaben – und ein Lob für den Unparteiischen

Pepeunig fand deutliche Worte des Respekts für die junge Wieselburger Truppe: „Vor allem in der ersten Halbzeit haben sie das Anlaufen gegen den Ball sehr gut gemacht – immer aggressiv, immer bissig, und bei unseren unkonzentrierten Phasen im Aufbau waren sie gefährlich.“ Besonders in Hälfte eins hielt der Gäste-Keeper sein Team mehrfach im Spiel: „Der Wieselburg-Zweier-Tormann hat drei, vier Eins-gegen-eins-Situationen sehr gut gelöst.“ Am Ende blieb für den Coach dennoch klar: „Unterm Strich gehen wir als verdienter Sieger hervor.“ Verbesserungspunkte sieht er trotz des Erfolgs: „Wir müssen im Spielaufbau konzentrierter sein, in der Passqualität sauberer.“ Zur Schiedsrichterleistung sagte er: „Insgesamt war es kein hartes Spiel, der Schiedsrichter hat das super gemacht.“

Reife zweite Hälfte, starke Rückrunde – und der Blick nach vorne

Dass die Partie nach dem Seitenwechsel auf die Bischofstettner Seite kippte, fasste Pepeunig knapp zusammen: „Nach dem 2:1 und dann dem 3:1 war schon das Gefühl da, dass wir die drei Punkte heimbringen.“ Dieses Selbstverständnis speist sich aus einer bärenstarken Rückrunde: „Bis auf drei Unentschieden nur Siege – mit der Saison sind wir sehr zufrieden.“ Worin er die Basis sieht, brachte der Trainer auf den Punkt: „Nicht nur unsere individuelle Qualität, sondern auch die mannschaftliche Geschlossenheit – gegen den Ball wie auch nach vorne – zeichnet uns aus, heuer und nächstes Jahr.“

In der Tabelle mischt Bischofstetten weiter ganz vorne mit, und der 4:2-Heimerfolg gegen Wieselburg II unterstreicht, dass die Marschroute stimmt: dranbleiben, sauber spielen – und die Chancen konsequent nutzen.

2. Klasse Mostviertel: Bischofstetten : Wieselburg II - 4:2 (1:1)

  • 84
    Roman Wurzer 4:2
  • 79
    Christoph Schagerl 4:1
  • 67
    Thomas Zeilinger 3:1
  • 54
    Michal Sojka 2:1
  • 33
    Roman Wurzer 1:1
  • 14
    Christoph Schagerl 1:0