In der 2. Klasse Mostviertel hat USV Münichreith die Saison mit starken 48 Punkten auf Rang drei abgeschlossen. Co-Trainer Michael Klauda spricht deshalb von einer klar positiven Rückschau. Vor allem die Entwicklung der jungen Spieler, die stabile Mannschaftsleistung und ein überzeugender Schlussspurt geben dem Verein Rückenwind. Gleichzeitig ordnet Klauda auch ein, warum ganz vorne kein Weg am Meister vorbeiführte.

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Der Blick auf den Saisonverlauf zeigt, dass sich Münichreith diese Endplatzierung nicht mit einem kurzen Hoch, sondern mit einer konstanten Entwicklung erarbeitet hat. In den ersten Runden pendelte die Mannschaft noch zwischen Rang vier und Rang acht, später setzte sie sich aber immer deutlicher in der Spitzengruppe fest. Ab Runde 19 stand Münichreith durchgehend auf einem Top-vier-Platz, nach der letzten Runde sogar auf Rang drei. Gerade die letzten Wochen untermauerten dieses Bild noch einmal. Aus den letzten fünf Spielen holte das Team vier Siege, gewann 3:1 bei SV Pöchlarn-Golling, 5:0 gegen USV Viehdorf, 4:1 bei SCU Emmersdorf und zum Abschluss 2:1 gegen SV Leiben. Dazwischen stand zwar auch das 3:4 gegen SV Erlauf, insgesamt blieb der Schlussspurt aber stark genug, um die gute Saisonbilanz zu stützen. Klauda fasst diesen Eindruck passend zusammen: „Wir haben sehr viele gute Spiele gemacht, haben unsere Jugend weiter forciert und viele junge Spieler einsetzen können. Deshalb fällt die Rückschau relativ positiv aus.“
Dass Klauda in seiner Bilanz nicht zuerst über Punkte oder Tabellenrechnungen spricht, sondern über die Entwicklung im Kader, sagt viel über den Weg aus, den Münichreith in den vergangenen Monaten gegangen ist. Im Zentrum steht für ihn klar die Arbeit mit den jungen Spielern. „Wir haben unsere Jugend weiter forciert“, sagt der Co-Trainer, und genau das ist für ihn einer der wichtigsten Gründe, warum der Rückblick positiv ausfällt. Als Beispiel hebt er Jonas Edelbacher hervor. „Jonas Edelbacher hat sehr viele Spiele gemacht und sich gut weiterentwickelt“, erklärt Klauda. Das ist mehr als nur ein Lob für einen einzelnen Spieler, weil es zugleich zeigt, dass Münichreith den eigenen Nachwuchs nicht nur ergänzt, sondern ihm auch wirklich Verantwortung gegeben hat. Dazu kam laut Klauda, dass sich auch ein im Winter dazugestoßener Spieler rasch in die Mannschaft eingefügt hat. Insgesamt sieht er deshalb weniger einzelne Ausreißer als vielmehr einen Fortschritt der ganzen Gruppe. „Wir haben uns im Kollektiv einfach verbessert“, sagt er, und genau dieser Satz beschreibt den Charakter dieser Saison wohl am besten.
Auch rund um die Mannschaft klingt bei Münichreith vieles nach Stabilität, und das ist nach einer langen Saison keine Nebensache. Die Stimmung beschreibt Klauda schlicht, aber eindeutig als gut. „Es genießen alle gerade die Sommerpause und freuen sich schon auf die neue Saison“, sagt er. Dazu passt, dass es im Frühjahr keine schweren Verletzungen gegeben hat. „Wir haben Gott sei Dank keine schweren Verletzungen gehabt, nur leichte Blessuren“, hält Klauda fest. Größere personelle oder strukturelle Veränderungen im Verein gibt es ebenfalls nicht, was den ruhigen Gesamteindruck zusätzlich unterstreicht. Interessant ist auch sein Blick auf die Liga-Konkurrenz. Am meisten beeindruckt hat ihn der Meister Ardagger/Neustadtl II. „Sie sind für mich verdient Meister geworden, weil sie einen sehr guten Fußball gespielt haben, sehr laufstark und sehr kampfbetont“, sagt Klauda. Für Münichreith bleibt nach einer Saison mit Rang drei damit ein klares Fazit: Die Basis stimmt, die Entwicklung innerhalb der Mannschaft ist sichtbar, und wenn der eingeschlagene Weg mit den jungen Spielern fortgesetzt wird, geht der Verein mit berechtigtem Optimismus in die nächste Spielzeit.